Anzeige

Polyend Tracker Test

Fazit

Tracker liebt oder hasst man – daran ändert auch die Umsetzung von Polyend nichts. Gehört man zu jenen Musikern, die davon inspiriert sind, aus einer gewissen formalen Strenge heraus, iterative Strukturen zu entwickeln und Musik eher detailverliebt zu „programmieren“, anstatt sie impressionistisch-grobpinselig zu skiziieren, dann liefert der Tracker einen bis ins Detail klug gedachten und leistungsfähigen Kreativ-Kosmos, in den es sich einzutauchen lohnt. Tatsächlich geht von der schnellen, effektiven und Hardware-nahen Arbeit, die völlig ohne Maus auskommt ein ganz eigener Reiz, Stil und Sound aus. Und man merkt an den vielen Tracker-spezifischen Funktionen, wie etwa dem umfassenden Arsenal an Step-FX, die wiederum unmittelbar mit der Sampling-Engine verknüpft sind, dass Polyend gedanklich und konzeptionell genau in diesen Bereich eingestiegen sind – nämlich ein Maximum an Möglichkeiten mit den gegebenen acht Stimmen zu erzeugen. Am Ende muss man feststellen, dass es eigentlich keinen Sinn macht, die Frage „Tracker oder DAW“ zu stellen, sondern man den Polyend Tracker – wenn überhaupt –  mit anderen Trackern vergleichen muss (bspw. Octa Med Pro, Fasttracker oder Renoise). Und hier kann man dem Polyend Tracker aufgrund seiner überzeugenden Standalone-Konzeption und Funktionstiefe ganz klar ein Alleinstellungsmerkmal attestieren.

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,5 / 5

Pro

  • Schlüssiges und eigenständiges All-In-One Konzept
  • Umfassende Möglichkeiten zur Sample-Manipulation
  • Vielzahl an Effektmöglichkeiten pro Step
  • Einfacher Dateizugriff via SD-Karte
  • Durchdachte Bedienung und mächtige Bedienung
  • Ansprechendes Design und gute Verarbeitung

Contra

  • Kein Batteriebetrieb
  • Keine CV-Outs
  • (Noch) kein MIDI-CC-Empfang
  • Interpolation der Granular-/Wavetable-Synthese bei Modulationen etwas unsauber
  • (Noch) kein Sinus als LFO-Wellenfom
Artikelbild
Polyend Tracker Test
Für 599,00€ bei
Der Polyend Tracker genießt im Vergleich zu anderen Trackern aufgrund seiner überzeugenden Standalone-Konzeption und seiner Funktionstiefe ein Alleinstellungsmerkmal.
Der Polyend Tracker genießt im Vergleich zu anderen Trackern aufgrund seiner überzeugenden Standalone-Konzeption und seiner Funktionstiefe ein Alleinstellungsmerkmal.
  • 8-Spur Step Sequenzer
  • Bis zu 48 Instrumente pro Projekt
  • 256 Pattern (mit maximal 128 Steps)
  • Audio-Delay und Reverb-Effekt
  • 133 Sekunden Sample-Zeit (pro Projekt)
  • Integriertes FM-Radio als Sample-Quelle
  • 7″ LCD TFT (Auflösung: 800 x 480 Pixel)
  • Stromversorgung über USB
  • Abmessungen (B x T x H): 28,2 x 20,7 x 3,3 cm
  • Gewicht: 1,2 kg
Hot or Not
?
Der Polyend Tracker genießt im Vergleich zu anderen Trackern aufgrund seiner überzeugenden Standalone-Konzeption und seiner Funktionstiefe ein Alleinstellungsmerkmal.

Wie heiß findest Du dieses Produkt?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Numinos

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht

Dirtywave M8 Mobile Tracker - portabler Tracker/Sequencer-Synth mit vielen Möglichkeiten

Keyboard / News

Dirtywaves M8 Mobile Tracker ist ein batteriebetriebener und vielseitiger Tracker/Sequencer/Synth im Handteller-Format.

Dirtywave M8 Mobile Tracker - portabler Tracker/Sequencer-Synth mit vielen Möglichkeiten Artikelbild

Tracker sind wieder in und old-school Programming weckt in vielen Erinnerungen an vergangene Tage. Ob der Polyend Tracker oder der XOR Nerdseq, sie sind beliebter den je. Das hat auch Dirtywave überzeugt, einen portablen Mini Tracker/Sequencer-Synth zu entwickeln, der per Crowdfunding finanziert, mittlerweile vorbestellt werden kann. Der Dirtywave M8 ist eine mobile, batteriebetriebene Tracker/Sequencer/Synth-Einheit die vom Gameboy-Tracker Little Sound DJ inspiriert und vom Teensy-Mikrocontroller angetrieben wird. Der kleine 'M8' bietet acht Tracks

Polyend Tracker OS 1.5 - Neue Instrumente mit Sharing-Option und Bugfixes

Keyboard / News

Die neue kostenlose Polyend Tracker Firmware 1.5 bringt benutzerdefinierte Instrumente mit Sharing-Option sowie etliche Bugfixes.

Polyend Tracker OS 1.5 - Neue Instrumente mit Sharing-Option und Bugfixes Artikelbild

Die neue Polyend Tracker Firmware 1.5 bringt benutzerdefinierte Instrumente mit Sharing-Option sowie etliche Bugfixes. Polyend Tracker 1.5 ist ab sofort kostenlos erhältlich und liefert neben unzähligen Fehlerbehebungen auch benutzerdefinierte Instrumente, die mit Freunden teilbar sind. Das Tracker 1.5 Update ist kein riesiges Feature-Update, sondern eines, das Fehler der Groovebox in vielen Punkten behebt, es lohnt sich also schon deswegen es zu installieren. Dennoch liefert es auch neue Funktionalität: Tracker kann jetzt separate Instrumente mit allen Einstellungen speichern, inkl. Hüllkurven, Automatisierung, Filter, FX und anderen Parametern. Diese werden in einem Instruments-Ordner organisiert und gespeichert, der auch bequem vom Rechner aus verwaltet werden kann. Mit dieser Funktion können auch komplette Instrumente importiert und exportiert werden, was bedeutet, dass eigene Patches mit Freunden oder der gesamten Community teilbar sind. Weiterhin lassen sich jetzt Slices im Beat-Slice-Modus der Sample-Wiedergabe auswählen, indem man die entsprechenden Pads drücken. Weiterhin hat die Funktionstastenbeschriftung „Step“ im Patterneditor mit „Step Jump“ jetzt eine neue Bezeichnung. Die wichtigsten Fehlerbehebungen im Überblick

Polyend Tracker v1.4 - Firmware-Update spendiert Seitwärts-Sequencing

Keyboard / News

Polyend veröffentlicht Firmware Version 1.4 für Tracker, das viele neue Funktionen, einen seitwärts laufenden Sequencing-Modus und neue Step-Effekte liefert.

Polyend Tracker v1.4 - Firmware-Update spendiert Seitwärts-Sequencing Artikelbild

Polyend veröffentlicht Firmware Version 1.4 für Tracker, das viele neue Funktionen, einen seitwärts laufenden Sequencing-Modus und neue Step-Effekte liefert. Polyend Tracker zeigt ein recht eigenwilliges Konzept einer groovenden All-In-One-Sampling-Lösung, dessen Markenzeichen das "Tracker"-Arbeitsprinzip ist, das man noch aus der Vergangenheit aus den Anfängen der Sequenzer her kennt und eine Laufrichtung des Sequenzers von oben nach unten zeigt. Damit aber auch die Spaß haben, die eine seitlich orientierte Laufrichtung aus den gängigen DAWs gewohnt sind, kann man nun im Polyend Tracker wählen, welche Laufrichtung nach eigenen Vorlieben die nähere ist. Obendrein  wurden eine Reihe an Verbesserungen vorgenommen, angefangen bei den Step-Effekte Arp, Slide, Gate Length und Swing, dem Tune-Effekt, der nun auch im Performance-Modus auf Noten wirkt, der unterbrechungsfreien Umschaltung zwischen Performance-Ansicht und Instrumenten-Parametern, bis hin zu der Möglichkeit im Performance-Modus den kompletten Song abzuspielen. Außerdem lassen sich die Send-Effekte Delay und Reverb jetzt zur Bearbeitung externer Audiosignale einsetzen, die nun auch Mono sein können. Zur Verbesserung der Synchronisation mit externer Peripherie dient  die neue Funktion zur Kompensation der Latenz des MIDI-Ausgangs. Alles in allem eine ganze Menge an nützlichen Funktionen. Preis und Verfügbarkeit Das Update v1.4 für Polyend Tracker ist kostenlos und ab sofort auf der Webseite des Herstellers erhältlich.

Bonedo YouTube
  • Buchla Tiptop 245t and 257t Sound Demo (no talking)
  • Korg Drumlogue Sound Demo (no talking)
  • Doepfer A126-2 and Xaoc Koszalin Sound Demo (no talking)