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Play-Alike David Gilmour – Gitarren Workshop

SOUND NACHBAUEN
Eine Sache muss immer klar bedacht werden. Die aufgeführten Gerätschaften, egal ob es sich dabei um das Original-Equipment oder ähnlich klingende Amps und Effekte handelt, sind lediglich das Werkzeug zum Erzeugen des Sounds und der Musik. Die eigentliche Musik kommt letztendlich vom Gitarristen selbst, aus seinen Fingern und von seiner Fähigkeit, den Klang zu formen. Daher macht das Equipment höchstens 50% des Sounds aus, der Rest bleibt (zum Glück) vom individuellen Geschick des Musikers geprägt.   Um den Sound von David Gilmour nachzubauen, benötigt man ein etwas größeres Arsenal an Bodentretern.
Gitarre
David benutzt auf der Bühne hauptsächlich die Strat, im Studio kamen zwar auch andere Instrumente zum Einsatz, zum Beispiel eine Les Paul, aber trotz allem würde ich die Strat als Instrument Nummer 1 bevorzugen. Für den absolut authentischen Sound sollte die Gitarre mit einem verstimmungsfreien Vibrato-System ausgestattet sein, denn Gilmour benutzt sehr oft ein dezentes Hebel-Vibrato, wenn er Töne länger klingen lässt.  
Wah Wah
Ein Standard-Wah verrichtet hier gute Dienste, David Gilmour bevorzugt ein Cry Baby.  
Overdrive
Für die leicht angezerrten Sounds ist ein Overdrive mit guter dynamischer Ansprache angesagt. Bei den Aufnahmen habe ich oft den Boss Blues Driver benutzt, ansonsten funktioniert auch der Ibanez Tube Screamer oder die Overdrives von Mad Professor, T-Rex oder Fulltone. Es gibt ja mittlerweile unzählige hochwertige Overdrive-Pedale. Achtet einfach darauf, dass die Verzerrung auch gut über die Anschlagstärke steuerbar ist. Ein kleiner Geheimtipp wäre in diesem Zusammenhang auch der Palmer Root Effect Overdrive, denn hier kann man noch das Clean-Signal hinzumischen, eine Kombination, die Gilmour häufiger mal benutzt.  
Distortion
Für die etwas stärker verzerrten Sounds reicht der Overdrive nicht aus, hier kommt man mit einem Distortion-Pedal besser ans Ziel. Gilmour selbst benutzt sehr häufig den Big Muff von Electro Harmonix, ansonsten ist man auch mit dem Boss DS-1 oder der Ratte (ProCo The Rat) auf der sicheren Seite.  
Phaser
Die Sounds aus den Siebzigern, besonders die Songs von „Dark Side Of The Moon“ und „Wish You Were Here“ sind geprägt von Gilmours Rhythmus-Spiel, bei dem er oft den Phaser (MXR Phase 90) einsetzte. Daher ist ein Phaser Pflicht. Empfehlenswert sind der besagte Phase 90 von MXR, aber auch der Boss PH-3, Electro Harmonix Small Stone oder der Line 6 Modulation Modeler MM4 verrichten gute Arbeit.  
Chorus
In den Achtziger Jahren wurde der Chorus sehr populär, wozu auch David Gilmour beitrug. Auf „The Wall“ kann man viele Cleansounds mit dezentem Chorus-Effekt hören. Genau wie Andy Summers von The Police benutzte auch Gilmour einen Flanger von Electro Harmonix (Electric Mistress), dessen Klang in seiner Einstellung dem eines Chorus sehr ähnelt. Wenn man den Electric Mistress nicht zur Hand hat, würde ich eher einen Chorus als ein Flanger-Pedal auf das Pink Floyd Tribute Board schrauben. Hier kann man die üblichen Verdächtigen aus dem Hause Boss, T-Rex, MXR empfehlen.  
Delay
Das Delay sollte eine Tap-Funktion haben, denn auch Gilmour arbeitet häufig mit Tempo-Delays (Another Brick In The Wall pt.1). Außerdem verleiht es dem Solo-Sound etwas mehr räumliche Tiefe und künstliches Sustain. Das Pedal sollte auf jeden Fall eine Tap-Funktion besitzen, mit der man das Tempo des Delays per Fuß regeln kann. Hierfür kommen unter anderem das Boss DD-7, Strymon Brigadier oder T-Rex Reptile2 infrage. Der Line 6 DL4 Delay Modeler und das Boss DD-20 haben zudem noch den Vorteil, dass hier mehrere Einstellungen abgespeichert werden können.  
Verstärker
Stell den Verstärker auf Clean ein. Die Verzerrung wird mit dem Overdrive-Pedal gemacht.

Kommentieren
Profilbild von anonym

anonym sagt:

#1 - 03.08.2011 um 13:40 Uhr

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Profilbild von Anonymous

Anonymous sagt:

#2 - 03.05.2012 um 23:58 Uhr

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Profilbild von Midolf

Midolf sagt:

#3 - 08.05.2013 um 15:31 Uhr

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Danke. Sehr stimmig und mit richtig viel Liebe zum Detail. Großartig!

Profilbild von Markus Galla

Markus Galla sagt:

#4 - 12.09.2013 um 15:51 Uhr

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Ich habe schon wirklich viele Artikel zu Pink Floyd gelesen und zu David Gilmour, doch noch nie hat jemand sein Spiel und den Sound so treffend analysiert. Hier kann sich so manches "Bezahl"-Magazin eine Scheibe von abschneiden. Bitte weiter so!

Profilbild von Juergen

Juergen sagt:

#5 - 22.11.2013 um 15:42 Uhr

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Das muss ich spätestens an dieser Stelle endlich mal loswerden:
Ihr habt da eine ganz super tolle und informative Seite und macht einen hervorragenden Job.
Ich habe dank Euch inzwischen schon so einiges an Wissen und Können dazugewonnen. Dafür herzlichen Dank!
Einen Wunsch möchte ich auch noch loswerden.
Von einem der geilten Solos überhaupt habe ich bisher im ganzen Netz noch weder eine korrekte Tabulatur noch ein Playback gefunden.
After dark von Tito&Tarantula.
Also wenn Ihr das mal machen könntet, das wäre klasse.

Profilbild von Gorespo

Gorespo sagt:

#6 - 25.01.2015 um 22:37 Uhr

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Großes Lob, einfach super! Sehr gut erklärt,
jetzt heisst es nur noch
"Üben"Üben"Üben"!!!
Liebe Grüße und
Weiter so!!

Profilbild von Ralf Schaepe

Ralf Schaepe sagt:

#7 - 22.03.2016 um 20:38 Uhr

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Ganz große Klasse! Sagt mal, wie macht Ihr das? Sauft Ihr die Bands unter den Tisch und schwatzt ihnen dann die Tabs ab?

Profilbild von Thomas Dill - bonedo

Thomas Dill - bonedo sagt:

#8 - 22.03.2016 um 23:35 Uhr

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Danke! Schön wär´s... Das ist harte Hand- und Ohrarbeit, die aber sehr viel Spaß macht.

Profilbild von BadTicket

BadTicket sagt:

#9 - 24.03.2016 um 20:07 Uhr

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Da fehlt noch das letzte Album von Pink Floyd, The Endless River. Für alle Floyd-Fans eine wunderbare Reise durch die ganze Geschichte dieser fantastischen Band!
Und für die die ALLES über Gilmours Equipment wissen wollen: http://www.gilmourish.com

Profilbild von Thomas Dill - bonedo

Thomas Dill - bonedo sagt:

#10 - 25.03.2016 um 10:56 Uhr

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Hallo BadTicket,
da hast Du recht, den Workshop habe ich vor der Album-Veröffentlichung erstellt. Habe es aber jetzt noch hinzugefügt. Danke für den Hinweis.

Profilbild von Sandra Marion Reiffenberg

Sandra Marion Reiffenberg sagt:

#11 - 18.10.2017 um 20:13 Uhr

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Klasse Thomas wie du das schön erklärst. Ich aber habe 1000 Fragen. Und hier kannst du hören wie ich das spiele.
https://youtu.be/XBquQyKyveQ

Profilbild von Sandra Marion Reiffenberg

Sandra Marion Reiffenberg sagt:

#12 - 18.10.2017 um 21:59 Uhr

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Meine 1te Frage an Thomas:
Was machen diejenigen die keinen Mac besitzen und somit auch nicht Logic Pro X benutzen können !?!?!

Profilbild von Sandra Marion Reiffenberg

Sandra Marion Reiffenberg sagt:

#13 - 18.10.2017 um 22:09 Uhr

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Meine 2te Frage: Wieso die Akkordangabe Em bei Wish you where here Intro wenn es doch ein Em7(no5) ist - der G-Dur Akkord, wenn es ein G5/D ist ? Du siehst ich beschäftige mich mit dem was hier lang und breit erklärt wird. Aber eben einige Ungereimtheiten enthält. Wenn Unwissende da nun ein G-Dur spielen die bekommen graue Haare wenn stattdessen ein G5/D erforderlich wäre., was sie natürlich nicht wissen.

Profilbild von Kaspar David

Kaspar David sagt:

#14 - 13.02.2018 um 11:48 Uhr

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Hallo,
danke für den tollen Workshop. Leider vermisse ich bei den Soundbeispielen etwas Wichtiges: Das Playback für "Shine On" komplett, aber ohne Sologitarre. Bei den anderen Songs ist das dabei, damit man zur Band spielen kann. Könnt Ihr das noch nachtragen? Besten Dank!

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