Numark TT-1650 Test

DETAILS

Lieferumfang
Zum Lieferumfang des TT-1650 gehören Plattenspieler, eine passende Slipmat und ein auf einer Headshell vormontierter Tonabnehmer. Außerdem findet man im Karton einen Single-Puck, Konter-Gewicht, das Netzkabel zur Spannungsversorgung sowie ein Cinchkabel für das Phonosignal. Die Bedienungsanleitung liegt zwar nur in englischer Sprache vor, aber wer diese einigermaßen beherrscht, der kann sich über 14 ausführlich beschriebene Seiten freuen und wird auch als ungeübter Einsteiger einen leichten Start.  
Erster Eindruck
Mit seinem Gewicht von etwa fünfeinhalb Kilo kommt der TT-1650 stämmiger daher, als ich es erwartet hatte. Die vier großen Gummifüße geben ihm einen stabilen Halt auf der Unterlage. Obwohl das Gehäuse, wie in dieser Preisklasse eigentlich auch zu erwarten, komplett aus Kunststoff gefertigt ist, wirkt es doch erfreulich robust. Der Plattenteller aus Aluminium hinterlässt einen sehr massiven Eindruck und verfügt außerdem über ein wirklich gutes Lager ohne spürbares Spiel. Obwohl auch der Tonarm, der aus Messing besteht, eigentlich recht solide wirkt, hat dessen Lager für meinen Geschmack etwas zuviel Spiel. Der Pitch-Fader hingegen ist solide gefertigt, während die Tasten für Start & Stop leider ein wenig wackelig erscheinen. Man sollte allerdings bei der Beurteilung der Bedienelemente die Preisklasse des TT-1650 nicht außer Acht lassen. Vor diesem Hintergrund stimmt das Verhältnis von Preis und Leistung beim TT-1650 nämlich.

Anschlüsse
Das Anschlussfeld des TT-1650 befindet sich auf der Unterseite, wo es leider schwer zugänglich ist, was dem Probanden von Numark einen Minuspunkt beschert. Hier findet man die dreipolige Kaltgerätebuchse für das mitgelieferte Netzkabel. Mit einem Schalter kann hier die Netzspannung zwischen den bei uns üblichen 240 Volt und der USA-Norm mit 115 Volt gewählt werden. Zum Anschluss des Audiokabels dienen zwei Cinchbuchsen. Mithilfe einer verchromten und sehr griffigen Feststellschraube wird das Massekabel am Chassis des Turntables befestigt. Alle Schnittstellen wirken hochwertig und sind erfreulicherweise wackelfrei.  

Anschluesse

Features
Mit dem Netzschalter, der auf der Oberseite Platz gefunden hat, wird der TT-1650 ein- bzw. ausgeschaltet. Dieser gibt zudem ein visuelles Feedback in Form eines LED-Kranzes, der nach Einschalten den Betriebszustand in leuchtendem Rot signalisiert.  
Beim Layout hat man sich an den hochpreisigen Modellen orientiert, die auch für Turntablisten geeignet sind. So stellt das Laufwerk gleich zwei große Start-/Stop-Tasten zur Kontrolle des Antriebs bereit. Der Pitch-Fader hat eine komfortable Länge von 105 mm und verfügt darüber hinaus über eine Mittenraste. Eine zweifarbige LED zeigt an, in welchem Modus sich der Slider aktuell befindet. Leuchtet sie grün, so sitzt der Fader bei 0%. Rot hingegen visualisiert, dass sich der Pitch-Fader außerhalb der Mittenraste befindet. Mit zwei entsprechend benannten Tasten lassen sich die beiden Abspielgeschwindigkeiten (33,3 und 45 rpm) anwählen. Auch diese Tasten verfügen über LEDs zur optischen Kontrolle.   
Der aus Aluminium gefertigte Plattenteller ist im Gegensatz zum Numark TT-500 kein Bestandteil des Antriebs. Der Motor ist im Chassis fixiert und der Plattenteller wird auf dessen Achse aufgesetzt. Das Drehmoment des Antriebs beträgt 1 Kg/cm. Eine Slipmat sorgt dafür, dass der Plattenteller beim Anhalten der Platte weiterläuft. Die Bauart des S-förmigen Tonarms sorgt durch einen kleineren Spurfehlwinkel für eine bessere Stereowiedergabe als gerade Tonarme. Dafür rutscht aber leider auch die Nadel schneller aus der Rille. Zum Ausgleich der durch die Tonarm-Form entstehenden Drifting-Kräfte dient eine stufenlos einstellbare Anti-Skating-Funktion. Der Arm besteht aus beschichtetem Messing und ist sehr robust. Am SME-Bajonettverschluss können Headshell-Tonabnehmer oder auch Komplettsysteme wie z.B. das Ortofon Concorde montiert werden. Für Einsteiger oder eben besonders Behutsame gibt es einen Lift und eine Arretierung für den Tonarm. Leider kann dieser nicht in der Höhe angepasst werden, sodass je nach verwendetem Tonabnehmersystem ein vertikaler Spurfehlwinkel entstehen kann, was in einer verzerrten Wiedergabe resultiert. Alle Systeme lassen sich also längst nicht auf diesem Plattenspieler nutzen.

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