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Music Man 212 HD130 Test

Fazit

Der 212 HD 130 Combo ist ein professioneller Verstärker, der Cleansounds auch bei hohen Lautstärken mit einer Direktheit wiedergibt, die Freude macht. Aber auch angecruncht macht er eine gute Figur. In Sachen Flexibilität gerät er damit allerdings auch schon an seine Grenzen, und wer in verschiedenen Genres unterwegs ist, kommt an Zerrpedalen nicht vorbei. Reverb und Tremolo können überzeugen und liefern die jeweiligen Sounds souverän und mit viel Tiefe. Was ich allerdings vermisse, sind ein Effekteinschleifweg und vor allem eine Kanalumschaltung, ein Umstand, der alles andere als zeitgemäß ist. Wie sich der Music Man Combo damit im Markt behaupten wird, bleibt abzuwarten – immerhin ist ein Preis jenseits der 2000er Marke aufgerufen. Wer damit leben kann und hauptsächlich in cleanen Gefilden unterwegs ist, der sollte diesen Combo aber durchaus einem Test unterziehen.

Unser Fazit:
3,5 / 5
Pro
  • Sound
  • Bedienung
  • Verarbeitung
  • Effekte
Contra
  • kein Fußschalter im Lieferumfang
  • keine Kanalumschaltung
  • kein Effekteinschleifweg
Artikelbild
Music Man 212 HD130 Test
Für 1.459,00€ bei
Der Combo klingt gut - hat aber einige Schwächen was die Ausstattung betrifft.
Der Combo klingt gut – hat aber einige Schwächen was die Ausstattung betrifft.
Technische Spezifikationen
  • Hersteller: Music Man
  • Bezeichnung: 212 HD130
  • Bauart: Hybrid Combo-Verstärker
  • Röhrenbestückung: 4x EL 34 Endstufe, 1 x ECC83 Treiberröhre
  • Kanäle 2
  • Leistung: 130 Watt
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Gewicht: 19,6 kg
  • Abmessungen: 68,6 x 52 x 27,9cm (B x H x T)
  • Speaker Bestückung: 2x DV Mark Neoclassic
  • Preis: 2069,00 Euro UVP

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Profilbild von revolverband

revolverband sagt:

#1 - 02.04.2015 um 06:15 Uhr

0

Erst mal - ein schöner Test!
Aber als ich fertig gelesen hatte musste ich lachen. Warum sollte wohl jemand diesen Verstärker kaufen und nicht einen Fender Twin Reverb, der das alles noch besser kann?

    Profilbild von Lilak Monoke

    Lilak Monoke sagt:

    #1.1 - 16.06.2019 um 22:18 Uhr

    0

    das ist eine berechtigte frage wenn man bedenkt dass beide amps schwarz sind und zwei speaker haben - ansonsten sind das vollkommen verschiedene paar stiefel :-)ich spiele den amp im moment mit einer passenden music man sabre II mit hifi low impedance pickups und der sound ist einfach nur BIG and BEAUTIFUL.

    Antwort auf #1 von revolverband

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    Profilbild von Udo

    Udo sagt:

    #1.2 - 14.03.2023 um 01:10 Uhr

    0

    Ich habe seit 10 Jahren einen Fender The Twin und hatte zuvor einen Music Man 212 HD 130 und mein Urteil fällt überwältigend zugunsten des Music Man aus... der Fender ist ein rabiates Rauhbein...und nur über pedals in die "richtige"(Geschmackssache) Richtung zu bugsieren...der Music Man war in manchen Ein - stellungen ein lieblicher Feingeist mit cremigem Ton.Natürlich war da auch ein knallharter Klang reinzukriegen - soviel zum Thema Röhrenvorstufe Twin / Transistorvorstufe beim MuMa...

    Antwort auf #1 von revolverband

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Profilbild von Gerhard Wurst

Gerhard Wurst sagt:

#2 - 11.07.2018 um 00:06 Uhr

0

Als alter Musicman 212 HD 130 Spieler möchte ich gern zwei Dinge korrigieren:Die Serie 1978/79 hat sehr wohl eine Vorstufenröhre - das verändert natürlich den Sound gegenüber der 100% Hybrid Variante!Zum anderen ist die originale Verschaltung des o.g. Amps so, dass die Klangregelung vor (!) der Vorstufe sitzt - d.h. alle Klangregler auf Null = kein Sound! Das ergibt natürlich ungeahnte Nuancen hinsichtlich der ‚Zerre’. Z.B. mehr Mitten = mehr Zerre!Natürlich ist das kein Allsound Amp. Wer ihn mal in der Originalversion gespielt hat, liebt ihn oder kann nix damit anfangen. Mit einem Fender Twin hat der Musicman 212 HD 130 meiner Meinung nach nicht wirklich etwas zu tun ( ausser dem Aussehen ).Als junger Mann probierte ich Ende der 70er die gängigen Amps aus: Fender, Marshall, Roland, Road, Ampeg, Hiwatt … Ich konnte mit keinem dieser Dinger warm werden - bis ich zufällig in einem Musikhaus einen HD 130 hörte, ca.1979. Das war der Sound, den ich gesucht habe !Bestes Soundbeispiel - bitte googeln: Johnny Winter im Rockpalast 1979 - Gibson Firebird über 2 Musicman 212 HD 130 - Mega ;-))Viele Grüße

    Profilbild von Gioi Geniale

    Gioi Geniale sagt:

    #2.1 - 06.06.2021 um 11:31 Uhr

    0

    Zuerst einmal besten Dank für den Johnny Winter Link. Ich sah ihn in den 80ern einmal live. Unglaublich gut, cool und energiegeladen.
    Auch in den 80ern Eric Clapton mit Albert Lee zusammen gesehen. Die ganze Bühne war von Music Man Mauern geprägt.Und der Gitarrensound natürlich erste Sahne. Also bei Winter wie auch bei Clapton und LeeSeit gut 4 Wochen spiele ich einen alten Music Man 65RP. Die Frontbespannung war total zerfetzt. Und sonst... null Macken, kein Potirauschen, keine misteriösen Röhrengeräusche. Einfach Sound pur.Die Frontbespannung konnte ich auf Ebay odern und war ziemlich rasch da. "So gut wie möglich" (die Frontbespannung wird in das Gehäuse quasi eingebaut, ich ) ja aufgespannt und gut war`s.
    Und ja, DER Sound macht`s aus. 20 kg hin oder her.

    Antwort auf #2 von Gerhard Wurst

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