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Im Vollrausch auf der Bühne? The Strokes Frontmann wehrt sich

Bei einem Auftritt auf dem Roskilde Festival in Dänemark fiel Julian Casablancas, der extrovertierte Sänger und Frontman der Indie-Legenden The Strokes, unlängst aufgrund von wirren Ansagen zwischen den Songs und allgemein sehr komischem Verhalten auf. Die dänische Presse und einige Twitter-User machten sofort ein Drogen-Problem aus. Jetzt meldet sich das Enfant Terrible selbst zu Wort.

The Strokes Roskilde
Was wird aus The Strokes? (FOTO: Gonzalo Tello/Archivfoto)

Eigentlich sollte 2020 das große Comeback-Jahr für die New Yorker Indie-Rock Band The Strokes werden. Unzählige Festival-Shows, eine Tour und das erste Album nach über sieben Jahren Pause standen an. Natürlich funkte diesen Festspielen der Indie-Nostalgie auch der Coronavirus dazwischen. In diesem Jahr holt die Kult-Band aus New York City dafür einiges an verpassten Auftritten nach. Unter anderem beim Primavera Sound in Barcelona oder das Tempelhof Sounds Festival in Berlin.

Wird das Comeback ein Kurzweiliges?

Die ersten Auftritte gingen auch – ein paar Absagen wegen einiger Corona-Fälle innerhalb der Band und der Crew zum Trotz – reibungslos über die Bühne. Zumindest bis für The Strokes am vergangenen Wochenende das renommierte Roskilde Festival in Dänemark anstand. Noch während des Auftritts ließen einige Fans ihre Wut über den offensichtlich desolaten Zustand von Frontmann Julian Casablancas via Twitter raus. Ein User wünschte beispielsweise sich dieselben Substanzen, die Casablancas intus habe, um den Auftritt schmerzfrei zu überstehen.

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Eigentlich sollten ein paar Kommentare auf Twitter für einen solchen Ausfall auf der Bühne genügen. Die dänische Presse sah das jedoch anders: Viele Blätter machten aus dem Auftritt der Indie-Band einen waschechten Skandal. Soundvenue, eines der größten dänischen Musik-Magazine, titelte in einer Ein-Sterne-Review des Auftritts, es habe sich um einen “historischen Meltdown” und “waschechten Skandal” gehandelt. Auch im deutschen Musikexpress war von einem “verkackten” Auftritt der Strokes zu lesen.

Bandkollegen versichen The Strokes’ Roskilde-Auftritt zu retten

Mittlerweile machen sich Fans sorgen um den Zustand von Casablancas, der etwas an eine US-Amerikanische Version von UK-Skandalnudel Pete Doherty erinnert. Immer mal wieder heißt es die Band könnte sich bald endgültig auflösen – vor allem, weil Casablancas Bandkollegen alles geben, um die Shows noch zu retten.

Dem Frontmann scheint das herzlich egal zu sein. Erstmal hatte die Band ihre Fans 25 Minuten warten lassen und damit nur noch Zeit für ein sehr kurzes Set. In den Reviews zum Roskilde-Auftritt der Band heißt es zudem Casablancas sei vor allem durch seine unmotivierte Attitüde und wirre Ansagen und Monologe zwischen den Songs aufgefallen. Unter anderem redete er fast alle Bands auf dem eigentlich sehr guten Line-Up schlecht, nur um dann in der dritten Person über die Strokes zu schwärmen.

Da seine Witze beim Publikum nicht so richtig anzukommen schienen, wies Casablancas am Ende sogar den Drummer Fabrizio Moretti an, seine komischen Sprüche mit Drumsrolls zu unterstützen. Zum Glück überhörte der Mann hinter den Trommeln diese Anweisung.

Sind The Strokes bald Geschichte?

Am Montag nach dem desaströsen Roskilde-Gig von The Strokes äußerte sich der 43-Jährige dann selbst zu der ganzen Hysterie. Den Text auf Instagram löschte er aber nach wenigen Minuten wieder. In der nun verschwundenen Botschaft ging Casablancas erst darauf ein, dass er “nicht genug auf Twitter unterwegs sein, um zu wissen, was irgendwelche verwirrten Fans denken, aber mir geht es gut.” Dieser halbwegs normalen Nachricht ließ er allerdings noch ein “… soweit ich weiß.” folgen, nur um dann weiter seine Kritiker als “Langweiler” zu beleidigen und von “weiiirden Fragen” zu reden, die ihm gestellt würden.

In einem PS. ließ Casablancas schließlich noch folgen, dass die Bedenken und Fragen eigentlich lieb gemeint seien. Ihm gingen lediglich die Leute auf die Nerven, die so tun, als wüssten sie irgendwas, das nicht stimmt. Generell passt auch diese etwas wirre Nachricht, sowie der Umstand, dass die Caption unter dem noch immer verfügbaren Foto auf Instagram nach kurzer Zeit wieder verschwand, in das besorgniserregenden Bild, das Casablancas nun schon seit einigen Wochen auf verschiedensten Bühnen Europas zeigt.

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von Niklas Wilhelm

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