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25.02.2016

Wie du deine Musik im Internet verkaufen kannst

Online Musikvertriebe im Vergleich

Eure neuen Songs sind bereit, auf die Menschheit losgelassen zu werden. Natürlich sollen jetzt möglichst Viele in den Genuss eurer Musik kommen. Also wohin damit? Inzwischen gibt es schier unendliche Möglichkeiten, Musik digital zu veröffentlichen. Viele haben bestimmt schon mal Musik als Youtube-Video veröffentlicht, oder kostenlose Dienste wie Soundcloud oder Bandcamp genutzt. Aber bringen tut einem sowas meistens wenig: Die 17 Abonnenten oder Fans auf dem eigenen Kanal machen euch leider nicht reich und berühmt. Also muss was Größeres her: Richtig geil wäre es doch, die neuen Meisterwerke bei den Platzhirschen Spotify, iTunes, Napster und Co. zu veröffentlichen!

Aber wie läuft das eigentlich ab? Wie kommt man an diese Plattformen ran? Geht das überhaupt? Die Antwort lautet: Ja. Und hier kommen Online-Musikvertriebe ins Spiel, die sich in Leistungen und Angebot sehr unterscheiden können. Im Folgenden versuchen wir deshalb mal, euch einen Überblick zu geben, und etwas Licht ins digitale Dunkel zu bringen!

Was macht ein Online-Musikvertrieb?

Grundsätzlich ist der Begriff "Musikvertrieb" relativ selbsterklärend - er vertreibt eure Musik - und zwar an Musikshops und Streaming-Plattformen im Internet. So können Musiker ohne Plattenvertrag ihre Musik im Internet veröffentlichen und verkaufen. Der Vertrieb verwaltet dabei sowohl die technischen, als auch finanziellen Aspekte der Online-Distribution. Auch viele kleinere Labels nutzen diese Dienste, wenn kein eigener Vertrieb vorhanden ist: Je nach Modell geht dabei ein Festbetrag und/oder ein prozentualer Anteil der Einnahmen an den Online-Musikvertrieb.

Ihr schickt also eure Songs und Artwork an den Vertrieb, und der kümmert sich dann um den Rest. Er ist sozusagen die "Brücke" zwischen euch und den Verkaufs-/Streamingplattformen. Der große Vorteil hierbei ist, dass wirklich JEDER seine Musik über diesen Weg vertreiben lassen kann, auch wenn er noch nicht ein erfahrener Profi und erfolgreicher Musiker ist.

Welche Vertriebe und Modelle gibt es?

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe Online-Musikvertriebe am Markt. Natürlich finden sich wie überall Unterschiede im Bezug auf Preis und Leistung: Meist zahlt man eine Grundgebühr, die je nach Umfang variiert - ein Album ist also teurer als eine EP oder Single. Zusätzlich geht bei den meisten Anbietern noch ein geringfügiger Anteil eurer Einnahmen an den Vertrieb. Neben den "Standardleistungen" wie der digitalen Distribution bieten viele Unternehmen eine ganze Palette an Zusatzleistungen. Diese reichen von CD/Vinyl-Pressung, Merchandise, Website-Baukasten, über E-Mail Newsletter bis hin zu professionellem Audio-Mastering. Da das Angebot von Vertrieb zu Vertrieb variiert, lohnt es sich auf jeden Fall, zu vergleichen!

Worauf müsst ihr vor einer Veröffentlichung rechtlich achten?

Das Wichtigste ist, dass das Urheberrecht an den zu vermarktenden Songs bei euch liegt! Cover sind erlaubt, wenn der Name des Original-Interpreten nicht erwähnt wird. Sobald ihr am Song aber etwas ändert (Strophe weg lassen etc.), kann es rechtlich unübersichtlich werden. Auch Aufnahmen, die urheberrechtlich geschützte Samples oder Bootlegs nutzen, sind in der Regel nicht genehmigt. Damit fallen natürlich auch Mixtapes raus. Im Zweifelsfall solltet ihr vor einer Veröffentlichung lieber den Anbieter der Wahl kontaktieren, um euch so unnötigen Ärger zu ersparen. An den Vertrieb tretet ihr dann in der Regel nur noch die Vermarktungsrechte ab (logisch, denn ohne diese kann er die Musik nicht unter die Leute bringen).

Braucht es zukünftig überhaupt noch Online-Vertriebe?

Spotify scheint dem in den vergangenen Jahren immer breiter gewordenem Markt des digital Vertrieb den Kampf anzusagen. Vor etwa zwei Wochen wurde die Beta-Version eines Upload-Tools für Künstler vorgestellt. Spotify möchte laut eigener Aussage dafür sorgen, dass es so viel Musik wie sonst Niemand anbieten kann. Daher ist die Veröffentlichung zunächst gratis. Aktuell können lediglich amerikanische Musiker von der Neuerung profitieren, wenn die Funktion allerdings wie zu erwarten ein Erfolg wird, sollten auch bald in aller Welt die online Vertriebe zumindest für Spotify überflüssig werden. 

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