Anzeige

Ihr wollt eure Musik auf Vinyl pressen aber euch fehl das Geld? Bandcamp hilft aus!

Die beliebte Online Musik-Börse erweitert ihr Angebot: Ab sofort könnt ihr über Bandcamp ohne finanzielles Risiko Vinyl pressen lassen.

FOTO: Traaf
FOTO: Traaf

Was ist noch immer einer der größten Träume von Independent-Musikern? Richtig: Das eigene Album auf Vinyl in den Händen zu halten. Meistens bedeutet aber selbst eine kleine Auflage an Platten schon ein enormes finanzielles Risiko. Vinyl ist sicher kein so kostengünstiges Medium wie die CD. Außerdem stellt allein die Suche nach einem Presswerk nicht selten schon ein fast aussichtsloses Unterfangen dar.

Durch den anhaltenden Vinyl-Boom springen mittlerweile auch die großen Labels wieder auf den Zug auf und blockieren die wenigen Presswerke, die die Krisenjahre in den 90ern und 2000er Jahren überlebt haben, mit Mammut-Aufträgen. Stückzahlen unter 500 werden nur noch in Ausnahmefällen angenommen. Alles darunter ist quasi aussichtslos. Und mal eben 500 Platten im Voraus zu finanzieren, ohne die Sicherheit zu haben das Geld überhaupt mal irgendwann wiederzusehen, geht nicht einfach so.

250 Platten müsst ihr verkaufen  

Falls ihr euch als Band oder Solokünstler also nachvollziehbarerweise noch immer nicht den Traum der eigenen Vinyl erfüllen konntet, kommt hier eure große Chance: Bandcamp presst jetzt auch Platten. Und das ohne finanzielles Risiko! Die einzige Bedingung: Ihr müsst 250 Vorbestellungen innerhalb von 30 Tagen erreichen. Eine mehr als geringe Hürde, wenn man bedenkt, dass eine Band schon allein aus 3-6 Mitgliedern bestehen kann, deren Eltern, Großeltern, Geschwister und Haustiere sicherlich auch eines der begehrten Exemplare schwarzen Goldes in den Händen halten wollen. 

Tatsächlich hatte Bandcamp schon 2019 testweise mit seinem Vinyl-Programm begonnen. Damals durften allerdings nur von der Plattform selbst ausgewählte Labels und Künstler diesen Service nutzen. Aufgrund der hohen Nachfrage, sowie der weiter anhaltenden Corona-Pandemie und den häufig verheerenden Folgen für unabhängige Musiker, wurde der Vinyl-Service nun ausgeweitet. Bis zu 10.000 Aufträge nimmt das Unternehmen dabei im ersten Schritt an. Wie bei allen anderen Services der Plattform werden auch hierbei 15% der Einnahmen einbehalten, was im Vergleich zu einer Unterschrift bei einem Label durchaus einen guten Deal darstellt. 

So funktioniert der Vinyl-Service

Der Prozess bis zur eigenen Platte durchläuft sechs Schritte. Zunächst müsst ihr euch logischerweise für einen Release entscheiden, welches ihr auf Platte pressen lassen wollt. Dieses muss sich allerdings bereits im Katalog von Bandcamp befinden. Falls das bei eurem Album noch nicht der Fall ist, auch kein Problem. Das Anbieten von Musik auf Bandcamp kostet erst einmal gar nichts. Lediglich beim Verkauf zieht Bandcamp euch 15% des jeweiligen Gewinns ab. 

Habt ihr also euer Album auf Bandcamp ausgewählt kommt der spaßige Teil: das Design. Welche Farbe soll die Platte haben, wie soll das Cover und die Innenseite des Sleeves aussehen? Clear, Bunt, Splatter, oder doch klassisches Schwarz? Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 

Denkt euch die besten Pledges aus um die Kampagne zu finanzieren

Dann der schwierige Teil: Mit dem fertigen Design geht eure Platte in den Online-Shop und ihr müsst fleißig die Werbetrommel rühren. Die Kosten einer Scheibe setzten sich dabei neben den Produktionskosten aus dem 15%-Anteil für Bandcamp und auch aus Zusatzoptionen, wie Vinyl-Mastering, zusammen.

In einem vierten Schritt habt ihr zudem die Möglichkeit, den Preis für eure Platten zu bestimmen und auch zusätzliche Optionen anzubieten. Genauso wie bei anderen Crowdfunding-Portalen könnt ihr das Geld für die Platten auch einfach über eine signierte und höherpreisige Version, die Möglichkeit besonders gütige Fans für ein paar extra Euros in den Fussnoten eures Booklets zu erwähnen, oder ein exklusives Konzert, das besonders finanzstarke Fans sich kaufen können, reinbekommen. 

Mit etwas Werbe-Hilfe von Bandcamp liegt es nun an euren Fans, ob die Finanzierung erfolgt und ihr tatsächlich bald eure eigenen Platten in den Händen haltet. Den finalen Schritt stellt natürlich die Produktion dar. Wenn euer Album schon für Vinyl gemastert ist, schickt ihr die Files einfach an Bandcamp und erhaltet wenig später die erste Testpressung in den Händen. Stimmt die Qualität, geht der Auftrag ans Presswerk raus. 

Emissionsfreies Vinyl 

Von der Idee bis zur fertigen Platte dauert der Prozess etwa 3-4 Monate. Ganz nebenbei betont Bandcamp zudem noch, dass der Vinyl-Service von Materialien bis Postversand komplett emissionsfrei abläuft. Auch regelt das Unternehmen sämtliche Service-Probleme, die auftreten könnten. Falls ihr noch zusätzliche Platten für den Merchtabel oder euch selbst haben möchtet, presst Bandcamp natürlich auch diese sehr gerne. Ab einer Auflage von 500 Platten wird das Ganze sogar günstiger! 

Hot or Not
?
FOTO: Traaf

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Niklas Wilhelm

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
Warner fordert Geld für "Jerusalem Challenge"-Videos von Polizei und Krankenhauspersonal
Magazin / News

Die "Jerusalema Challenge" sollte eigentlich den angespannten Corona-Alltag auflockern. Nun haben die lustigen Videos, in denen zu dem Hit von Master KG getanzt wird, ein teures Nachspiel: Rechteinhaber Warner Music verlangt Lizenzgebühren!

Warner fordert Geld für "Jerusalem Challenge"-Videos von Polizei und Krankenhauspersonal Artikelbild

Die sogenannte "Jerusalema Challenge" sollte im vergangenen Jahr den tristen Corona-Alltag aufhellen und mit spaßigen Tanz-Videos weltweit für Abwechslung in Risikogruppen und systemrelevanten Arbeitsfeldern sorgen. Nun folgt der Rattenschwanz: Ein Major-Label verlangt Geld für die Nutzung des Songs. 

Trump hört Musik aus dem Musical "Cats" zur Entspannung nach Wutausbrüchen
Magazin / News

Eine ehemalige Mitarbeiterin des Ex-Präsidenten plaudert aus dem Nähkästchen: Wenn Donald Trump im Weißen Haus ausgerastet ist, mussten ihn Mitarbeiten mit Hilfe der Musik aus dem Musical "Cats" beruhigen.

Trump hört Musik aus dem Musical "Cats" zur Entspannung nach Wutausbrüchen Artikelbild

Dass es während Donald Trumps vierjähriger Amtszeit als US-Präsident den einen oder anderen Wutausbruch im Weißen Haus gegeben hat, dürfte bekannt sein. Nun hat eine ehemalige Pressesprecherin Trumps verraten, wie sie und ihre Kollegen den damals mächtigsten Mann der Welt beruhigt haben: Sie spielten ihm Musik aus dem Kult-Musical "Cats" vor. 

Bonedo YouTube
  • Red Panda Raster V2 Sound Demo (no talking) with Waldorf M
  • Millenium | Rookie E-Drum Set | Sound Demo (no talking)
  • Markbass Little Mark 58R - Sound Demo (no talking)