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29.06.2020

Stones drohen Trump mit Klage

Trump can't always get what he wants

Die Stones sind nicht die ersten prominenten Musiker, die sich über Trump beschweren. Dass die englischen Rocker nicht viel mit der Politik des Immobilien-Moguls und Reality-TV Stars anfangen können, ist kein Geheimnis. Doch nun reicht es den Stones endgültig - auf einer Wahlkampfveranstaltung in Oklahoma spielte das Trump Team zum wiederholten Male einen ihrer Songs.

Die Stones schrieben schon beim Wahlkampf 2016 auf Twitter "The Rolling Stones do not support Donald Trump". Dabei haben sie schon vor vier Jahren das Wahlkampfteam aufgefordert, Songs wie "You Can't Get Always What You Want" auf Veranstaltungen nicht zu spielen. Trump und sein Team schien das nicht zu stören, weshalb auch in den Jahren danach der Hit immer wieder zu hören war. Vor allem bei seinen Rallys wurde der Song regelmäßig gespielt, auf Social Media gibt es dazu viele Aufnahmen.

Diesmal meinen es die Stones ernst 

Das sich Trump nicht an Unterlassungsaufforderungen hält, hat man hier gut beobachten können. Aus diesem Grund gingen die Stones einen Schritt weiter und schalteten ihre Anwälte ein. Diese arbeiten mit der Urheberrechtsgesellschaft BMI zusammen. Die Stones haben auf dem Onlineportal "Deadline" dazu ein Statement veröffentlicht:

“This could be the last time President Donald Trump uses Stones songs. Despite cease & desist directives to Donald Trump in the past, the Rolling Stones are taking further steps to exclude him using their songs at any of his future political campaigning. The Stones’ legal team is working with BMI. BMI has notified the Trump campaign on behalf of the Stones that the unauthorized use of their songs will constitute a breach of its licensing agreement. If Donald Trump disregards the exclusion and persists, then he would face a lawsuit for breaking the embargo and playing music that has not been licensed.”

Ob Trumps Team wirklich einen Rechtsstreit starten würden, wenn Trump das Embargo weiter bricht und keine Rücksicht auf Lizenzierungen nimmt? Die Trump Kampagne hat zwar eine "Political Entities License", mit der sie auf über 15 Millionen Songs Zugriff hat. Es kann jedoch Ausnahmen geben, wenn Musiker oder Labels in einem Schreiben an BMI von der Verwendung eigener Songs abraten. Genau das ist schon vor Jahren passiert, Stones Lieder wurden dennoch weiterhin gespielt.

Schon viele Beschwerden von bekannten Musikern bezüglich Nutzungsrechten auf Veranstaltungen

Mit der Aufforderung bzw. einer zukünftigen Klage, reihen sich die Stones in eine prominente Liste von Musikern ein, die nicht mit Trump assoziiert werden möchten. Unter anderen Rihanna, Guns'n'Roses, Adele und Pharell Williams gaben öffentlich bekannt, dass sie ihre Lieder auf keinen Veranstaltungen von Trump hören möchten. Der neueste Fall betrifft die Familie um Tom Petty. Nachdem ein Song des verstorbenen Pettys auf der letzten Trump Rally in Tulsa gespielt wurde, verfasste die Familie ein Statement, welches auf Twitter veröffentlicht wurde. Dabei distanzieren sie sich ausdrücklich von der Politik Trumps, mit dessen Werten sie sich nicht identifizieren können:

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