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Workshop
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22.06.2011

Pentatonic-Scale #1 - Skalen Workshop Gitarre - Die Basics

Tutorial: Pentatonic Scales und Improvisation

Gimme Five!

Im ersten Teil meines Pentatonik-Workouts kümmern wir uns um das Fundament und lernen die fünf Skalen-Positionen kennen. Aber keine Sorge: Auch die Praxis wird nicht zu kurz kommen.

Doch bevor wir ins Detail gehen, möchte ich zunächst einmal eine Impro über einem Dm – A7 Groove vorspielen, in der ich von der absoluten Basicanwendung der Pentatonik bis hin zu moderneren Sounds die gesamte Palette auszureizen versuche. Und versprochen: Alles, was ihr hört, ist pentatonisch!

Und als kleiner Service, hier die kompletten Noten/Griffbilder des Workshops als PDF-Download.

Die Basics

Starten wir mit dem theoretischen Überbau. Die Pentatonik ist eine fünfstufige Tonleiter (das Griechische „penta“ bedeutet fünf) ohne Halbtonschritte. In C-Dur (das deutsche H wird hier international als B bezeichnet), stellt sich das Ganze folgendermaßen dar:  

C-Dur Pentatonik:  

C         D         E                     G         A  

Im Vergleich hierzu die „normale“ C-Dur Tonleiter:  

C         D         E         F          G         A         B    

Da C-Dur als parallele Molltonart A-Moll hat, schlagen wir hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und bekommen es, neben der C-Dur Pentatonik, auch mit der A-Moll Pentatonik zu tun, die bei uns Gitarristen extrem beliebt ist und – ganz nebenbei - die Basis für die Blues-Scale bildet. Wir fassen zusammen: Die A Moll Pentatonik besitzt also die gleichen Töne und Fingersätze wie die C-Dur Pentatonik – ziemlich praktisch!    

A-Moll Pentatonik:

A                     C         D         E                     G  

Und im Vergleich dazu die „normale“ A-Moll Skala:  

A Molltonleiter:  

A         B         C         D         E         F         G          

Und die A-Blues-Scale mit der Blue-Note „Eb“

A                     C         D  Eb   E                    G      

Ihr seht also: Die Pentatonik ist komplett in der Durtonleiter enthalten, lediglich die Leittöne, F und B fehlen. Und das ist gar nicht so unpraktisch. Vielleicht ist dem einen oder anderen schon aufgefallen, dass gerade diese beiden Töne in der Improvisation mit Vorsicht zu genießen sind – wer über einem C-Dur Akkord längere Zeit auf der Note F stehenbleibt, der weiß, was ich meine. Wer nicht: Unbedingt ausprobieren, das schmerzverzerrte Gesicht wieder ablegen und weiterlesen.  

Das Fehlen der Leittöne macht die Pentatonik nahezu universell einsetzbar, was wohl auch ein Grund für ihre Beliebtheit ist - und qualifiziert sie natürlich auch als „Einsteigertonleiter“.

Die fünf Positionen der Pentatonik

Am Anfang unserer Aktivitäten steht das Erlernen der Fingersätze, eingeteilt in fünf Positionen (Pattern) quer über das Griffbrett – jeder Gitarrist sollte diese Pattern auswendig auf der Pfanne haben. Sollte das bereits der Fall sein, um so besser!    

Das Lernen an sich muss nicht dröge und theoretisch vonstattengehen. Man lernt die Fingersätze auch sehr schnell, wenn man sie sich zu Jamtracks (die ihr noch zu Genüge bekommen werdet) „erspielt“.

TIPP: Prägt euch unbedingt die jeweilige Lage der Grundtöne ein, hier A als Startton für die A-Moll-Pentatonik und C als Ausgangspunkt für die C-Dur-Pentatonik.    

Über dem folgenden Beispieltrack in Am (für Am-Pentatonik) könnt ihr euch austoben und erst einmal den Sound der Skala verinnerlichen. Kleiner Tipp: Tonleiter langsam spielen, Ton für Ton und den Sound jeder Note anhören - oder wie mein alter Professor zu sagen pflegte: „meditiert über der Tonleiter“ (dieses Bild trifft es ganz gut, wie ich finde).

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