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Jam-Tracks Vol. 2 – Rock/Pop in Moll für die Gitarre

In der zweiten Folge unserer Jamtrack-Serie widmen wir uns den Moll-Tonleitern. Genau wie beim letzten Mal, gibt es auch in dieser Ausgabe wieder vier Jam-Tracks / Play-Alongs in unterschiedlichen Tonarten, über denen ihr mit der entsprechenden Moll-Tonleiter improvisieren könnt.

Jam_Tracks_Folge_2


Bevor wir ins Detail gehen und euch ein wenig Skalen-Wissen und ein paar Übungs-Tipps an die Hand geben, hier schon mal die vier Tracks in unterschiedlichen Tonarten und Akkordfolgen:
Tempo: 114 BPM

Jamtrack Rock/Pop (Am) –  Basistonart: Am – Tempo: 114 BPM

Akkordfolge: | Am | F | G | Em |

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Jamtrack Rock/Pop in Am

Jamtrack Rock/Pop (Dm) –  Basistonart: Dm – Tempo: 114 BPM

Akkordfolge: | Dm | Bb | C | Am |

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Jamtrack Rock/Pop in Dm

Jamtrack Rock/Pop (Cm) –  Basistonart: Cm – Tempo: 114 BPM

Akkordfolge: | Cm | Ab | Bb | Gm |

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Jamtrack Rock/Pop in Cm

Jamtrack Rock/Pop (Em) –  Basistonart: Em – Tempo: 114 BPM

Akkordfolge: | Em | C | D | Bm |

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Jamtrack Rock/Pop in Em

Skalen

Generell eignen sich zwei Tonleitern sehr gut, um über den Play-Alongs zu improvisieren. Die ideale Ausgangsbasis bildet die Moll-Pentatonik. Soll dann noch ein wenig mehr Farbe ins Spiel kommen, dann wäre die Moll-Tonleiter (aeolisch) die richtige Wahl. Übrigens: Wenn wir uns die Töne der beiden Tonleitern am Beispiel von A-Moll mal genauer anschauen, wird klar, dass in der Moll-Tonleiter die Töne der Pentatonik bereits enthalten sind und eigentlich nur zwei Töne hinzukommen.

Intervalle12b345b6b7
PentatonikACDEG
AeolischABCDEFG

Die Fingersätze für die Skalen findet ihr hier.

Anregungen zum Üben

Man neigt beim Improvisieren schnell dazu, immer die gleichen Licks und Melodielinien zu spielen. Improvisieren zu üben ist nicht so einfach, denn im Gegensatz zu einem Song, den man nachspielen möchte, ist das Improvisieren in der Regel eine spontane Angelegenheit. Daher ist es ratsam im Rahmen des Improvisations-Trainings Themenschwerpunkte zu setzen. Hier kommen ein paar Vorschläge dazu:
Konstante Notenwerte (lernen der Tonleiter)
Es gibt immer Bereiche auf dem Griffbrett, die einem nicht so vertraut sind. Und genau die solltet ihr mal in den Fokus nehmen. Die 5. Lage in A-Moll ist in der Regel das Wohnzimmer, hier fühlt man sich wohl und sicher. In der 9./10. Lage sieht das oft schon etwas anders aus. Eine gute Übung ist es, wenn ihr bei euren Jam-Sessions mit den Play-Alongs jeden Ton der Tonleiter mit einem konstanten Notenwert (z.B. Viertelnoten) spielt. Bei den Fingersätzen, die nicht so sicher sitzen, könnt ihr auch mit Tonwiederholungen arbeiten, also jeden Ton zwei oder viermal spielen. Das brennt sich dann gleich besser ins Gehirn ein. Spielt eine komplette Runde mit dem Fingersatz, der etwas Feinschliff benötigt.
Auf einer Saite spielen
Die Fingersätze sind eine feine Sache, aber eigentlich nur die halbe Miete. Damit ihr richtig sicher mit den Skalen werdet, solltet ihr sie auch entlang einzelner Saiten beherrschen. Um das zu trainieren, macht es Sinn auch mal einen kompletten Durchgang nur auf einer Saite zu spielen.
Arbeiten mit Licks
Wenn ihr ein bestimmtes Lick trainieren möchtet, dann spielt es erst einmal permanent einen kompletten Durchgang lang. Das ständige Wiederholen festigt die Tonfolge – und vor allem fängt man ab einem bestimmten Punkt an, mit dem Lick zu spielen, anstatt es einfach nur zu reproduzieren. Dann wird es interessant, denn nun kommen leichte Variationen ins Spiel und man entwickelt neue Ideen zu der gelernten Melodiefolge.
Solo Aufbau
Der Jam-Track hat zwar immer dieselbe viertaktige Akkordfolge, aber er ist in drei Teile aufgeteilt, die sich leicht steigern. Die Unterschiede sind am markantesten an der Spielweise der Drums zu hören.

  • A1 – 16 Takte (Standard Beat)
  • A2 – 16 Takte (Standard Beat)
  • B1 – 16 Takte (HiHat wird leicht geöffnet)
  • C1 – 16 Takte (Ride Becken statt HiHat)
  • C2 – 16 Takte (Ride Becken statt HiHat)

Anstatt einfach sinnlos drauf los zu dudeln, macht euch mal Gedanken, unter welchen Themenschwerpunkten ihr euer Solo spielen möchtet. Das könnte folgendermaßen aussehen:

  • A1 – Wenig Töne, Pausen lassen nach jeder Phrase (atmen!!) alles auf einer Saite, leise spielen
  • A1 – Etwas mehr Töne, zwei Saiten, minimal lauter
  • B1 – Aeolisch in der 5. Lage, Bendings
  • C1 – Langsam nach oben wandern, weniger Pausen
  • C2 – Nur noch über dem 12. Bund und in den letzten 8 Takten Sechzehntel-Attacke

Diese Schwerpunkte sind sinnvoll. Euer Solo erhält Struktur, ihr werdet nicht mehr in das übliche Gedudel verfallen und Soli über ähnlichen Harmoniefolgen können mit einfachen Mitteln variantenreicher gestaltet werden.
Viel Spaß beim Jammen!

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von Thomas Dill

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