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Pentatonic-Scale #1 – Skalen Workshop Gitarre – Die Basics

Übungen

Nun geht es an die ersten Übungen. Um die Struktur der Skala zu verinnerlichen, schlage ich vor, die Fingersätze in verschiedene Sequenzen zu zerlegen – in zwei-, drei- und viertönige Bausteine, die man am besten in vier verschiedenen Bewegungsrichtungen übt.  
Sequenz 1 „Pseudo-Terzen“
Die erste Zerlegung besteht aus „Pseudoterzen“ – da die Pentatonik nicht symmetrisch aufgebaut ist, bestehen diese Sequenzen aus Terzen und Quarten, liegen aber für Gitarristen prima in der Hand.

Fotostrecke: 4 Bilder Sequenz 1 – Variante 1
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Und das passende Audio:

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Sequenz 1

Sequenz 2 – Pentatonische „Dreiklänge“
Als Nächstes folgen pentatonische Dreiklänge, die sich als eine Mischung aus terz- und quartgeschichteten Akkorden darstellen – genau wie in Sequenz 1 haben wir auch hier wieder vier Richtungen.

Fotostrecke: 4 Bilder Sequenz 2 – Variante 1
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Sequenz 2

Sequenz 3 – Vierergruppen (Tetrachorde)
Diese Übung hat vielleicht der eine oder andere schon mal gespielt. Und auch hier haben wir wieder vier Variationen im Angebot.

Fotostrecke: 4 Bilder Sequenz 3 – Variante 1
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Sequenz 3

TIPP: Die nötige rhythmische Flexibilität erreicht man, wenn man die einzelnen Übungen nicht mit der offensichtlichen Rhythmik spielt. Man neigt natürlich dazu, zwei- und viertönige Zerlegungen in Achtel oder 16tel Rhythmik zu quantisieren, wohingegen Dreiergruppen gerne triolisch gespielt werden. Aber warum denn nicht mal umgekehrt? Dieser rhythmische Verschiebe-Effekt klingt in der Improvisation sehr aufregend und überrascht den Zuhörer.

Fotostrecke: 2 Bilder Verschiebe-Effekt – Bild 1
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Verschiebe-Effekt – Audio

Die Königsdisziplin ist dann das Mischen. Spätestens hier erreicht man Sounds, wie man sie auf der Gitarre eher selten zu hören bekommt, da diese Quartensprünge zum einen nicht das offensichtliche Spiel der Penta auf der Gitarre darstellen, zum anderen der Einsatz der verschiedenen Zerlegungen dafür sorgt, dass der rhythmische Schwerpunkt sich ständig verlagert.  
Der folgende Track soll euch das zeigen. Ich weiß, das klingt jetzt sehr etüdenhaft, aber das ist ja nur als Übung zu verstehen. In der Spielpraxis muss natürlich der Geschmack das entscheidende Kriterium für die Dosis sein.

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Kombinationen

Ich hoffe, ich konnte eure Neugierde wecken und ihr habt Lust bekommen, mit dieser Tonleiter Neues zu entdecken oder Altes aufzufrischen und zu vertiefen. Der Inhalt ist zwar sehr gebündelt, aber trotzdem sehr umfangreich. Lasst Euch deshalb Zeit und versucht die einzelnen Übungen akkurat und mit Liebe zum Detail nachzuvollziehen – es lohnt sich.  
In der nächsten Folge werde ich euch helfen, die Tonleiter in allen zwölf Tonarten auf dem ganzen Griffbrett einzusetzen – und dabei auch noch gut auszusehen. In diesem Sinne – Gimme Five!

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von Haiko Heinz

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Profilbild von Werner

Werner sagt:

#1 - 06.01.2012 um 02:19 Uhr

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Bin vor ca 30 Jahren mal kurz mit der Pentatonik in Berührung gekommen. Bin durch Zufall auf deinen Artikel mit den Beispielen gekommen und finde diesen richtig gut. Wie geht es weiter, Wie kann ich mehr dazu erfahren. Bin auf jeden Fall neugierig auf Deine Antwort.
Auf jeden Fall weitermachen.
Herzliche Grüße
Werner

    Profilbild von Irfan Oeksuez

    Irfan Oeksuez sagt:

    #1.1 - 23.12.2016 um 13:06 Uhr

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    Hallo,
    sehr lehrreich. Leider sind aber die Sequenz-Variantenzuordnungen aeusserst unübersichtlich, zum Teil fehlerhaft. Bei soviel Mühe haette man dieses wichtige Detail nicht ausser Acht lassen dürfen. Trotzdem vielen Dank.

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Haiko sagt:

#2 - 07.01.2012 um 16:40 Uhr

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Hallo Werner,Vielen Dank! Da gehts ja noch weiter - klick einfach auf die Hauptseite und Du kannst dir alle sieben Folgen zu Gemüte führen. Viel Spass und viel Erfolg damit.
Grüße,
Haiko

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Patrick sagt:

#3 - 06.09.2013 um 14:42 Uhr

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Super geil. Ich bin echt schon lange unterwegs und schätze mich als sehr professionellen "Hobby-Gitarristen" ein. Sehr interessante Ansätze, da eigentlich so simpel und offensichtlich.Bitte mehr davon, der geübte Spieler ist hiermit in der Lage binnen von 30 Minuten (so lange dauert wohl das "Auswendig-Lernen") in neue klangliche Welten einzutauchen.Auf diese Intervall-Geschichten kam ich noch gar nicht!Hammer! Hammer! Hammer!

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Roland sagt:

#4 - 11.09.2013 um 09:17 Uhr

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Schade, die Klangbeispiele funktionieren nicht... Aber trotzdem toller Workshop! Werde mich mal austoben.

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bonedo Hansi sagt:

#5 - 11.09.2013 um 12:03 Uhr

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Hallo Roland,
wir haben das gerade überprüft: Die Audios funktionieren sowohl auf Mac als auch auf PC.
Viele Grüße Hansi Tietgen

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Roland sagt:

#6 - 13.09.2013 um 17:25 Uhr

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Danke, funktioniert nun auch bei mir... Ich war nicht bei mir zu Hause und es war wahrscheinlich die schlechte Internet-Verbindung schuld. Sorry für die Mühe! Viele Grüße: Roland

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paul sagt:

#7 - 13.10.2013 um 11:51 Uhr

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Vielen Dank.
Damit kann ich meine Finger trainieren und die Skalen erlernen.

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Christian sagt:

#8 - 03.11.2013 um 00:26 Uhr

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Wirklich klasse Workshops von dir, Haiko (ich schnüffele gerade auch im Voicing-Workshop). Eröffnet mir als Vielüber ganz neue Perspektiven. Wenn man akkurat dran bleibt, kann man echt 'ne Menge draus schöpfen! Vielen vielen Dank!

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Philipp sagt:

#9 - 17.11.2013 um 00:14 Uhr

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Hallo
Stimmt im Schaubild von Sequenz 2 die fünfte Note? Ist zwar in der Pentatonik aber sollte das nicht ein e sein, aber es steht ein d?

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gitarre sagt:

#10 - 20.01.2014 um 03:31 Uhr

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Super Artikel! Aber in der Sequenz 2 - Variante 1 der 5. Ton muß im 7. Bund gespielt werden. ;)

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