Bass
Test
7
22.06.2021

Sandberg Electra TT4 Test

Viersaitiger E-Bass

Top Preis-Leistungs-Verhältnis!

Der Fender Jazz Bass ist aufgrund seiner klanglichen Flexibilität und einfachen Handhabung für viele Bassisten nach wie vor das Nonplusultra. Nahezu jeder Hersteller hat deshalb mittlerweile seine eigene Interpretation des genialen Originals von Leo Fender im Programm und wirbt im hart umkämpften Wettbewerb um die Gunst der geneigten Tieftöner. Die deutsche Firma Sandberg zählt zweifellos zu den erfolgreichsten Anbietern von Vintage-Style-Bässen und bietet mit dem California TT4 einen Jazz Bass an, der mit modernen Features auf der Stand der Zeit gebracht wurde. Für Bassisten mit knappem Budget hat die Braunschweiger Firma erfreulicherweise auch eine preisgünstige Version dieses Modells im Programm: die Bässe aus der sogenannten Electra-Serie werden im Braunschweiger Werk zusammengebaut, die Einzelteile lässt Sandberg aber aus Kostengründen in Korea fertigen. In diesem Test fühlen wir einem viersaitigen Sandberg Electra TT4 in einer schicken "Tobacco Sunburst"-Lackierung auf den Zahn.

Auch interessant:

So unterschiedlich klingen Jazz Bass und Precision Bass im Bandmix!

Details

Der Lindekorpus unseres heutigen Testkandidaten wurde mit einem schönen Hochglanz-Finish in "Tobacco Sunburst" versehen und trägt ein Tortoise-Pickguard - rein optisch kommt der Electra TT4 also schon mal ziemlich klassisch daher. Wer nicht auf diese Art der Lackierung steht, kann den TT4 aber auch wahlweise in "Creme" oder in "Black" ordern, die restlichen Spezifikationen bleiben bei allen drei Ausführungen gleich.

Der Ahornhals wurde mit sechs in Hülsen sitzenden Schrauben mit dem Korpus verbunden und trägt ein Griffbrett aus Palisander. Als Finish kommt eine dezente Satin-Lackierung mit organischer Haptik zum Einsatz.

Im Griffbrett sitzen schließlich 22 Bünde sowie ein Nullbund; zur Lagenorientierung gibt es lediglich kleine Punkte an der Griffbrettflanke. Sandberg hat die Halskonstruktion mit modernen Features (wie beispielsweise einer bombenfesten Sechspunkt-Verschraubung und einem Nullbund) versehen, um im Bereich der Stabilität und bei der Handhabung des Basses Verbesserungen zu erzielen.

Gleiches gilt für die Hardware-Ausstattung des Electra TT4: Als Steg kommt ein sehr solides und massives Modell von Sandberg zum Einsatz, das über sämtliche Einstellmöglichkeiten verfügt, die man von einer modernen Stegkonstruktion erwarten kann.

Sogar die Saitenabstände können im engen Rahmen justiert werden und die Saitenreiter lassen sich nach dem Setup mit kleinen Inbusschrauben fest arretieren - Vibrationen oder Scheppergeräusche werden somit effektiv eliminiert. Außerdem werden die Saiten bequem von oben in die Bridge eingelegt (Quick-Release), was gerade bei einem Wechsel unter Zeitdruck sehr von Vorteil ist.

Auch interessant:

Diese legendären Funk-Bassgrooves musst du kennen!

Auf der traditionell gestalteten Kopfplatte sitzen ein großer Saitenniederhalter und vier Stimmmechaniken im Vintage-Stil. Der Saitenniederhalter von Sandberg sorgt dafür, dass die drei hohen Saiten im gleichen Winkel zu den Mechaniken laufen wie die E-Saite - der Auflagedruck aller Saiten ist also konsistent, ähnlich wie bei einer abgewinkelten Kopfplatte.

Auch interessant:

So klingen alte Bass-Saiten wieder frisch!

Für den Sound sind beim Electra TT4 zwei "Sandberg Designed"-Singlecoils zuständig, und zur Klangformung steht ein aktiver Zweiband-Equalizer zur Verfügung, der ebenfalls von Sandberg entwickelt wurde.

Das Cockpit umfasst einen Lautstärkeregler, einem Balanceregler, und die beiden EQ-Regler für Bässe und Höhen. Gespeist wird die Elektronik von einer 9-Volt-Batterie, die in einem Fach mit Klappdeckel untergebracht ist. Die Batterie sollte jedoch regelmäßig ausgetauscht werden, da die aktuellen Electra TT4-Modelle im Gegensatz zu den früheren Modellen leider keine Passiv-Option mehr bieten - ohne Saftspender geht also gar nichts!

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare