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08.11.2018

Kaufberater Podcasting: Das beste Podcast-Equipment (2019)

Hilfen und Hinweise: Podcast-Mikrofone, Kopfhörer, Lautsprecher für Podcasts im Test

Alles an Zubehör für einen eigenen Podcast im Überblick – Bundles, Komplett-Sets und einzelnes Equipment

Podcasts mit professioneller Audioqualität aufnehmen heißt, sich beim Kaufen des Equipments zwischen etlicher Software, vielen Mikrofonen, Kopfhörern und Audio-Interfaces entscheiden zu müssen. Aber welches Podcast Audio-Setup, welches Podcast Audio-Interface und welche Software ist die beste Wahl? Mit unserem Vergleichstest wollen wir euch die Entscheidung ein wenig leichter machen. Damit es für euch heißt: Auspacken, Aufbauen, Loslegen.

Um einen professionel klingenden Podcast zu erstellen, benötigt ihr das eine oder andere technische Hilfsmittel. Daher müsst ihr normalerweise zahlreiche Geräte in der Praxis testen und miteinander vergleichen. Klar, ihr könntet auch einen Haufen Podcast-Bundles bestellen oder sämtliche Kombinationen der Einzelgeräte selbst checken. Um es euch aber ein wenig einfacher zu machen, aktualisieren wir für euch immer wieder unseren Testmarathon von Podcast-Bundles.

Wenn ihr ein genaueres Bild davon bekommen möchtet, welches Podcast-Set am besten zu euch passt, dann werft einfach mal einen Blick in die nachfolgend angeführten Tests. Darin gibt es das ein oder andere Tool zu entdecken, das euch hilft, eure Podcasts einfach, schnell und in bestmöglicher Qualität zu erstellen. Viel Spaß dabei!

Welches Equipment benötige ich, um zu Hause am PC einen Podcast selber aufnehmen zu können?

  • Ein Mikrofon ist das wichtigste Equipment für Podcasts. Üblich sind Großmembran-Kondensatormikrofone, aber auch Kleinmembranmikrofone, dynamische Bändchen- oder Tauchspulen-Mikrofone kommen in Frage.
  • Ein Audio-Interface, um mit dem Mikrofonsignal in den Computer hineinzukommen und aus ihm zum Hören wieder hinaus.
  • Alternative: Ein USB-Mikrofon vereinigt Interface und Mikrofon.
  • Kopfhörer oder Monitor-Lautsprecher zum Abhören.
  • Eine Audio-Software zum Aufnehmen und Editieren.
  • Es gibt komplette Sets für das Podcasting, statt eines Komplettpakets lassen sich die einzelnen Equipment-Teile aber auch separat kaufen.  

Unsere Empfehlungen

Unsere Kauf-Empfehlungen für Podcast-Sets im Detail 

Viele Einsteiger schwören zum Einstieg auf super-günstige Bundles wie das the t.bone SC 440 USB Podcast Bundle 2. Solltet ihr einfach nur mal schauen wollen, ob es Euch tatsächlich Spaß macht, eigene Podcasts zu erstellen, findet ihr hier für unter 70 Euro ein Komplett-Paket aus USB-Mikrofon, Tisch-Stativ, elastischer Mikrofonhalterung, USB-Kabel und Recording-Software.

Die Kombination aus Mikrofon, Audio-Interface, Mini-Mixer und Stativ eignet sich perfekt für alle, die häufig Interviews und Voiceovers durchführen. Das Plug&Play-fähige Set liefert typischen Broadcast-Sound, ein Dual-Mono-Feature fürs Recording und nicht zuletzt ist seine Bauweise aufgrund der Metallausführung grundsolide. Auch alle benötigten Kabel sind gleich dabei. 

Ein Spezialist unter den Podcast-Bundles ist die Miktek ProCast SST Studio Station. Die Kombination aus Mikrofon, Audio-Interface, Mini-Mixer und Stativ eignet sich perfekt für alle, die häufig Interviews und Voiceovers durchführen. Das Plug&Play-fähige Set liefert typischen Broadcast-Sound, ein Dual-Mono-Feature fürs Recording und nicht zuletzt ist seine Bauweise aufgrund der Metallausführung grundsolide. Auch alle benötigten Kabel sind gleich dabei.

Wer bereits ein Audio-Interface und Kopfhörer oder Monitor-Lautsprecher besitzt und den nächsten Schritt in Sachen Sound gehen möchte, findet im Aston Microphones Origin Recording Bundle A oder dem Aston Microphones Spirit Recording Bundle B exzellente Podcast-Tools. Nicht nur, dass die beiden enthaltenen Großmembran-Kondensatormikrofone Aston Origin und Spirit in unserem Check hervorragend abgeschlossen haben. Obendrauf enthalten die Bundles noch den Reflexionsfilter Aston Halo und die Mikrofonspinne Aston SwiftShield mitsamt Poppfilter.

An dieser Stelle sei auch kurz angemerkt: Es macht durchaus Sinn, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und auch, sich ein Bundle maßgeschneidert zusammenzustellen. Wer beispielsweise zu dem Aston-Set noch ein Audio-Interfacebenötigt: Wir haben einen ausführlichen Kaufberater für Einsteiger-Interfaces, die wirklich niemanden arm machen!

Welches Zubehör vereinfacht Podcast-Recordings?

Euer Recording-Mikrofon könnt ihr am besten mit einem Mikrofonstativ ausrichten. Manche Bundles haben ein großes Stativ mit an Bord, andere ein kompaktes Tischstativ. Welches für euch passend ist, entscheidet ihr selbstverständlich selbst anhand des Platzes, der euch zur Verfügung steht, oder auch anhand eurer Aufnahmegewohnheiten (im Stehen/im Sitzen). Wenn ihr ein Kondensatormikrofon einsetzt, solltet ihr darauf achten, dass das Mikrofon gut vom Untergrund entkoppelt wird, damit es nicht Trittschall oder Tischgeräusche mit aufzeichnet. Am besten eignet sich dafür eine elastische Aufhängung, auch „Mikrofonspinne“ genannt. Ein Reflexionsschirm kann euch helfen unerwünschten Raumhall allzu stark mit aufzuzeichnen. Wenn ihr mehr zu Mikrofonzubehör wissen wollt, klickt euch zu unserem Kaufberater Mikrofonzubehör.

Ihr solltet einen Poppfilter in Betracht ziehen. Er verhindert, dass der Luftstrom von Plosivlauten wie „p“ und „b“ für unangenehm klingende, extreme Auslenkungen der Mikrofonmembran sorgen. Alles zu Poppfiltern erfahrt ihr in Warum ein Poppfilter sinnvoll ist.

Welchen Mikrofontyp fürs Podcasten kaufen?

Die Gretchen-Frage für Podcaster lautet sicher: USB-Mikrofon oder nicht? Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, schaut doch mal hier rein: Warum USB-Mikrofone schlechter sind als klassiche XLR-Mikros.

Mikrofon-Alternativen: Falls es dann immer noch ein USB-Mikrofon sein soll, haben wir einen Kaufberater USB-Mikrofone – und hier einen konkreten Tipp für euch. Mit dem Rode NT-USB holt ihr euch einen professionellen Mikrofonklang mit sprachoptimiertem Frequenzbild ins Haus. Dank regelbarem Hardware-Monitoring ist es übersichtlich und leicht zu bedienen. Das USB-Mikrofon verschafft euch für sehr wenig Geld den vielgeliebten Sound des Rode NT1-A samt integrierten Extras wie Preamp, A/D-Wandler, Kopfhörerverstärker und Direct Monitoring-Funktion. Mit diesem Mikrofon benötigt ihr kein zusätzliches Audio-Interface.

Das Shure SM7B ist ein Klassiker unter den Broadcast-Mikrofonen. Es hat bis heute nichts von seinem Reiz und seiner Qualität verloren. Gemessen daran, dass dieses Mikrofon so mancher Stimme ihre klanglichen Nachteile vergibt und so unverschämt unempfindlich auf mechanische äußere Einflüsse reagiert wie kaum ein anderes Broadcast-Mikrofon, … ja, gemessen daran ist sein Preis/Leistungs-Verhältnis absolut fantastisch. Das Allrounder-Mikrofon Shure SM7B kommt stets inklusive Schwenkhalterung mit Stativhalter. Podcast-Freunde sollten es unbedingt antesten, benötigen dafür aber ein Audio-Interface samt Mikrofon-Preamp.

Monitor-Lautsprecher oder Studio-Kopfhörer: Für Podcasting unverzichtbar!

Um den Klang eurer Aufnahmen und die Qualität der Bearbeitungen einschätzen zu können, müsst ihr das Ganze natürlich auch hören können. Dazu sind entweder Monitorlautsprecher oder Kopfhörer notwendig. Vor allem für die Aufnahme empfiehlt es sich, auf Kopfhörer zurückzugreifen. So könnt ihr beispielsweise Musik abspielen und dazu Text sprechen, ohne dass es zu Übersprechungen kommt – die Musik also über das für die Stimme gedachte Mikrofon noch einmal aufgenommen wird. Denn das mindert die Sprachverständlichkeit und kann zu allerlei Klangproblemen führen. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob es sich um offene oder geschlossene Kopfhörer handelt. Letztere eignen sich besonders gut für Podcast-Aufnahmen, da sie nur geringe bis gar keine Anteile des abgehörten Klangs jenseits ihrer Hörmuscheln abgeben. Potentielle Übersprechungen werden bleiben deshalb minimal. Außerdem fallen hier noch Tragekomfort, Verarbeitung und natürlich Klangqualität ins Gewicht. Der Frage Welcher Kopfhörer ist der richtige für mich? haben wir übrigens einen eigenen Artikel gewidmet.

Podcasting mit Windows-PC oder Mac mit Mac OS?

In puncto Kompatibilität lohnt es sich, noch einmal genauer hinzuschauen. Während für Podcaster, die auf ältere Windows-Betriebssysteme setzen (vor Windows 8) manche Bundles nicht in Frage kommen, müssen Mac-User ab und an auf die mitgelieferte Recording-Software verzichten. Ihr solltet deshalb beim Kauf auch immer auf die Kompatibilität von Software und Treibern des Audio-Interface achten. Bei Letzteren habt ihr die geringsten Probleme, wenn generische Treiber verwendet werden, die das Betriebssystem selbsttätig installiert.

Welche Audio-Software eignet sich fürs Podcasten?

Eine Audio-Software, auch „DAW“ genannt, zeichnet eure Mikrofon-Performance auf, ermöglicht das Schneiden, das Abmischen und das Exportieren eures Podcasts im gewünschten Format. Denn habt ihr die Audiodaten erst in den Rechner geschickt, könnt ihr sie mit einer DAW (auch: Audioprogramm oder Softwarestudio) arrangieren und für die Veröffentlichung als Podcast-Episode aufbereiten.

Durch die Bearbeitung wird euer Material „knackiger“ und der Zuhörer bleibt gut unterhalten am Ball. Auch wenn die Bearbeitungsschritte die eine oder andere Stunde in Anspruch nehmen, ist die Zeit gut investiert. Denn durch geschicktes Editing und einen ansprechenden Mix vermeidet ihr, dass hörbare Schnitte, Rauschen, Lautstärkesprünge oder andere Unzulänglichkeiten die Aufmerksamkeit der Hörer auf die Produktionsqualität eures Podcast lenken. Schließlich soll sich euer Publikum ungestört und mit Freude auf die Inhalte eurer Podcast-Episoden konzentrieren können.

Die Recording-Software dient euch also als Aufnahmeumgebung und gibt euch Möglichkeiten an die Hand, eure Recordings auf Vordermann zu bringen. Auch hier gibt es selbstverständlich viele Unterschiede. Je nachdem wie ihr arbeitet und was euer Ziel ist, könnt ihr euch für die Auswahl eurer Podcast-Recording-Software folgende Fragen stellen: Kann eine ausreichende Spuranzahl mit dem Programm bearbeitet werden? Werden Effekt-Plug-Ins mitgeliefert? Besteht die Möglichkeit zum Export und dem veröffentlichungsreifen Vorbereiten von Podcast-Episoden?

Eine angesagte Recording-Software unter Podcastern ist beispielsweise Cubase 9 LE von Steinberg. Hier bekommt ihr tatsächlich ein kleines Software-Studio an die Hand. Ein kostenloses Editor-Programm, das etwas umständlicher zum Ziel führt, ist Audacity.

Weitere Ratschläge und Links zum Thema Podcasting, Recording, Podcast-Bundles und Zubehör:

 

Kaufberatung Mikrofon-Zubehör

Tutorial: Sprachaufnahme im Homerecording

Mikrofone richtig einpegeln 

Kaufberater Audio-Interfaces unter 250 Euro

Übersicht über unsere bereits getesteten Podcast-Sets:

Miktek ProCast SST Test

Die Miktek ProCast SST Studio Station ist ein Podcast-Bundle aus Mikrofon, USB-Audio-Interface und Mini-Mixer, das Broadcast-Sound liefern möchte.

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