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Test
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17.03.2021

G&L Tribute Fallout Shortscale Bass Test

Viersaitiger E-Bass

Shortscale-Bass für jede Gelegenheit!

Short-Scale-Bässe erfreuen sich zunehmend an Beliebtheit - derzeit reagieren immer mehr Hersteller auf diesen deutlich erkennbaren Trend. G&L hat bereits seit November 2019 ein passendes Modell für die Fans von kurzen Mensuren im Portfolio. Die amerikanische Company orientiert sich dabei - kaum überraschend - an einem traditionellen Fender-Klassiker und bringt den Bass mit modernen Features, wie beispielsweise dem Magnetic Field-Humbucker und der massiven Saddle-Lock-Bridge, auf den Stand der Zeit. Für Bassisten mit begrenztem Budget ist der G&L Fallout Shorty erfreulicherweise auch in einer preisgünstigen Version als Teil der Tribute-Serie erhältlich, die G&L in Indonesien anfertigen lässt. Wir haben uns einen Tribute-Shorty in "Candy Apple Red" geordert und sind sehr gespannt auf die Performance des modernisierten Klassikers!

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Details

Die meisten Tieftöner werden sicherlich auf den ersten Blick erkennen, welcher Fender-Klassiker für den G&L Fallout Shorty Pate stand: Na klar, der langgezogene Korpus und die kurzen Cutaways verweisen eindeutig auf den legendären Mustang-Bass, welchen Fender 1966 auf den Markt brachte.

Erhältlich ist der G&L Tribute Series Fallout in vier Ausführungen: Die Modelle in "Jet-Black" und "Olympic White" kommen mit einem Griffbrett aus geröstetem Jatoba, und die Modelle in "Surf Green" und "Candy Apple Red" besitzen ein klassisches Ahorngriffbrett. Bei den verbleibenden Spezifikationen gibt es keinerlei Unterschiede zwischen verschiedenen Varianten.

Der Korpus meines Testkandidaten besteht aus Linde und für den aufgeschraubten, schlanken Hals kommt in klassischer Manier hartes Ahorn zum Einsatz. Im Griffbrett, das im Falle meines Testbasses in "Candy Apple Red" aus Ahorn besteht, parken 19 Bünde, und zur Lagenorientierung gibt es schwarze Dot-Einlagen.

Insgesamt wirkt der preisgünstige Fallout-Shorty aus der Tribute-Serie überraschend hochwertig und ich kann an der Verarbeitung wirklich keinerlei Nachlässigkeiten erkennen: Der Hals selbst sitzt extrem stramm in der Ausfräsung, die Bünde wurden exakt gelevelled und auch die poppige Lackierung wurde fehlerfrei ausgeführt.

Das positive Bild setzt sich bei der Hardware-Ausstattung fort, denn alle verwendeten Komponenten wirken äußerst solide und verrichten ihren Dienst ohne Probleme. Auf der Kopfplatte sitzen vier leichtgängige Vintage-Tuner aus dem Hause G&L sowie ein Saitenniederhalter für die beiden hohen Saiten.

Keine Kompromisse geht G&L außerdem bei der Brücke ein und verbaut auch bei den preisgünstigen Fallout-Shorties das hauseigene und altbenannte Saddle-Lock-Modell. Die G&L-Brücke ist sehr massiv und bietet Einstellmöglichkeiten für Intonation und Saitenlage; zusätzlich können die Saitenreiter mithilfe einer seitlich sitzenden Inbusschraube fixiert werden.

Zur Klangübertragung kommt beim G&L Shorty, genau wie beim Vorbild aus dem Hause Fender, lediglich ein Tonabnehmer zum Einsatz. G&L verwendet allerdings keinen traditionellen Split-Coil-Tonabnehmer, sondern den Magnetic-Field-Design-Humbucker aus hauseigener Produktion.

Der mit Keramik-Magneten und individuell justierbaren Polepieces ausgestattete Humbucker ist für seinen kräftigen und klaren Sound bekannt und kommt seit vielen Jahren in populären Modellen von G&L zum Einsatz - beispielsweise beim L-2000 oder dem Kiloton.

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"Klingen eigentlich alle Basskabel gleich?"

Mithilfe eines kleinen Schalters kann der MFD-Humbucker beim Fallout Short-Scale-Bass im parallelen, im gesplitteten, oder im sogenannten OMG-Modus, bei dem die Spulen seriell geschaltet sind, betrieben werden - hier sind also durchaus ein paar Klangvariationen zu erwarten! Zur Anpassung der Höhen stellt die Elektronik des Fallout-Sorties außerdem eine traditionelle passive Tonblende zur Verfügung. Die Lautstärke wird mit dem zweiten Regler im Cockpit des Basses eingestellt.

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