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22.07.2021

Eric Clapton gegen Impfpflicht auf Konzerten

Keine Clapton-Konzerte, wenn Ungeimpfte abgewiesen werden

Wird Eric Clapton zum Querdenker? Bereits im Mai hatte der Gitarren-Gott aus England über den Telegram-Kanal eines Impfgegners aus London schlecht über seine eigene Erfahrungen mit einer Corona-Impfung berichtet. Nun schreibt er über denselben Kanal, er würde keine Konzerte spielen, wenn nur geimpfte Menschen zugelassen werden. Dabei sprach er sogar von Diskriminierung gegenüber Ungeimpften. 

Am Montag hatte der britische Regierungschef Boris Johnson angekündigt ab September auf Kulturveranstaltungen nur noch gegen das Corona-Virus geimpften Menschen zutritt zu gewähren. Da bis dahin die Impfkampagne im Land soweit fortgeschritten sei, dass allen Erwachsenen ein Impfangebot gemacht wurde, wird ab September ein negativer Corona-Test nicht mehr für den Einlass zu Massenveranstaltungen ausreichen. Im Klartext: Ohne Corona-Impfung keine Konzerte oder andere Veranstaltungen.

Eric Clapton scheint das gar nicht zu schmecken. In einem Gast-Kommentar auf dem Telegram-Kanal des bekannten Architekten und Impfgegner Robin Monotti kritisierte er die britische Regierung in zynischer Weise und stellte klar kein Konzert zu spielen, zu dem nicht geimpften Menschen der Zutritt verwehrt bleibe. Dabei sprach der 74-Jährige auch von Diskriminierung gegenüber Ungeimpften.

Laut Spiegel Online lässt sich der Kommentar wie folgt zitieren: "Ich möchte sagen, dass ich auf keiner Bühne auftreten werde, vor der ein diskriminiertes Publikum steht. Falls keine Vorkehrungen getroffen sind, um allen Leuten den Zutritt zu ermöglichen, behalte ich mir das Recht vor, die Show abzusagen." In weiteren Passagen lässt sich die direkte Verbindung zu den Aussagen von Johnson erkennen. 

Vor einigen Monaten berichtete Clapton bereits auf demselben Telegram-Kanal von Monotti über seine eigene, schlimmen Erfahrungen mit einer AstraZeneca Impfung. Die Reaktion auf die erste Dosis habe bereits 10 Tage angedauert. Dennoch ließ sich der Sänger und Gitarrist aufgrund einer Vorerkrankung auch ein zweites Mal impfen und habe laut Eigenaussage zwei Wochen lang an Händen und Füßen abwechselnd Taubheit, Frost oder extreme Hitze gespürt. Auch informiere sich Clapton bereits seit geraumer Zeit über "alternative" Medien. Die Corona-Maßnahmen der Johnson-Regierung lehnt er ab. 

In den USA streiten sich Regierung und Kunstschaffende bereits seit Mai darüber, welche Personengruppen zu Konzerten und anderen Veranstaltungen zugelassen werden sollen und welche nicht. In Florida und einigen anderen, konservativ regierten Staaten trat zu Beginn des Monats ein Gesetz in Kraft, dass es verbietet, ungeimpften Personen den Zutritt zu Großveranstaltungen zu untersagen. Menschen ohne Impfung sollen so vor Diskrimierung geschützt werden, heißt es von den lokalen Regierungen. 

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