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Workshop
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02.11.2011

TIPPS & TRICKS

Zum Schluss wurde alles im Mixer zusammengeroutet. Wie an den Screenshots erkennbar, kam als Host-Software Cubase zum Einsatz. Im Mix verwende ich immer einzelne Busse für die verschiedenen Elemente, in diesem Remix also für Drums, Sub Bass (Mono), Bass, Synth, Vocal und FX. Damit erleichtert man sich das Mischen erheblich. Es können natürlich auch mehr Busse verwendet werden, allerdings sollte es überschaubar bleiben – mit dem Routen der Einzelspuren auf die jeweiligen Busse kann man viel Zeit verbringen. Markiert man alle Spuren im Mix, die z.B. in den Drum Bus gehen sollen, mit „Shift“, geht dann auf das Ausgangsrouting im Mixer, hält dabei „Shift“ gedrückt und wählt den Drum Bus aus, laufen alle markierten Spuren nun in den Drum Bus.

Auch wenn es hier nicht jedes Mal angeführt wurde, ist die Verwendung von Hochpassfiltern ein unbedingtes Muss und sollte nie außer Acht gelassen werden. Diverse Fachliteratur sagt, dass man mindestens so viele Hochpassfilter wie Spuren in einem Arrangement verwenden sollte. Auch in dem bonedo-Artikel „Die 10 größten Mixingfehler“ kann man mehr dazu lesen. Beachtet man das, wird man mit einem Mega Sub-Bass belohnt, ohne dass etwas im Mix matscht oder übersteuert. Und das ist das, was wir im Dubstep unbedingt haben wollen ... BASSSSS!

In der Regel mixe ich die einzelnen Subgruppen nach Gehör, aber auch nach Frequenzspektrum. Dabei hilft mir der MAnalyzer mit „Slope“ auf 4,5. Der Verlauf sollte so über das ganze Frequenzspektrum ungefähr eine Gerade ergeben. Ich fange immer mit den Drums an, nehme dann Subbass, Bass usw. nacheinander hinzu und passe für einen schönen homogenen Gesamtsound die Lautstärken aneinander an. Falls es im Mix zu Überlagerungen kommt, schaue ich zunächst in den Einzelspuren nach und versuche das Problem mit einem EQ in den Griff zu bekommen. In den meisten Fällen funktioniert das auch prima. Ich achte aber schon in der Sound-Erstellung darauf, dass sie möglichst verschiedene Frequenzbereiche abdecken.
Ebenfalls wichtig ist es, im Mix drauf zu achten, dass genügend Headroom für den Masterer bleibt - ich versuche immer, bei etwa 5 dB zu liegen. Von Limitern und Clipping würde ich im Mix abraten. Etwas Kompression auf der Summe ist erlaubt, solange das Signal nicht plattgewalzt wird und der Headroom erhalten bleibt. So kann der Masterer auf jeden Fall gut mit dem Material arbeiten.

Zum Schluss noch ein kleines Dubstep Pattern, das ich für alle Neugierigen nur mit Cubase-internen Plugins erstellt habe. Da ich mit den Cubase Synthis nie arbeite, sind die Bass-Sounds noch ziemlich roh. Ich denke aber, dass es gut als Anschauungsmaterial dienen kann, um zu zeigen, wie man an ein solches Pattern herangehen könnte. Die Drums wurden wie immer bei mir direkt im Editor gesetzt – einen Sampler braucht man dazu nicht.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick in das Thema Dubstep-Produktion verschaffen. Kritik, Anregung usw. gerne als Kommentar unter diesen Artikel.

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