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13.07.2021

Drohnen in England spüren illegalen Rave auf

Ende Juni wurde ein illegaler Rave mit 2.000 Menschen im Süden Englands aufgelöst. Die Polizei nutzte dabei Drohnen, um die Stürmung besser zu koordinieren. 

Dass es nicht komplett ohne Feiern geht wurde in den letzten Monaten immer wieder deutlich. Es gab regelmäßig Berichte über illegale Feiern, sei es in einem Hohlraum einer Autobahnbrücke oder auf einem abgeschiedenen Feld. Auch wenn es das Bedürfnis nach Tanzen und Feiern verständlich ist, muss die Exekutive in England auch aufgrund von Corona-Verstößen verstärkt eingreifen. Da es bei illegalen Raves allerdings keinen geregelten Einlass bzw. Ausgang gibt und die Locations meist weitläufig und in der Natur sind, fällt es schwer diese zu Räumen. Oder es ist zumindest nicht einfach sämtliche Fluchtwege abzuschneiden. Genau aus diesem Grund versuchte es die Polizei in Steyning, Sussex (in der Nähe von Brighton), mit einer anderen Strategie.

Drohnen untersuchen Gelände vor Räumung

Die Polizeidrohnen hatten dabei mehrere Aufgaben. Sie sollten Beweismaterial von der Luft aus aufnehmen. Schnell waren auf dem Feldweg dutzende Autos zu sehen, die direkt Hinweise zur Party gaben. Außerdem sollten mögliche Fluchtwege erkannt werden. Dies betrifft sowohl die Zufahrtsstraßen als auch mögliche Fluchtwege die zu Fuß benutzt werden könnten. Die Party war durch die laute Beschallung und den fehlenden Lärmschutz auf dem Feld zwar leicht zu finden, die Polizei wollte aber koordiniert die Party stürmen. Letztlich gelang das auch.

Mehrere Polizei- und Krankenwagen trafen zur Überraschung vieler Partygäste dann zeitgleich ein. Manche Raver machten sich dann sofort auf den Weg nach Hause, was zu zwei Auto-Frontalunfällen mit der Polizei führte. Am Gelände wurden dann aber noch zahlreiche Raver gefunden, die unterschiedlichste Substanzen bei sich trugen. Über 50 der gesamt 2.000 Gäste wurden schließlich direkt von der Polizei belangt. Neben Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz gab es noch Anzeigen wegen der Nichteinhaltung von Corona-Maßnahmen und Diebstahl.

Da viele Raver ihre Partynacht auf Social Media teilten, ist mit weiteren Anzeigen zu rechnen. In einem Statement der lokalen Polizei war man von der Größe der Party sichtlich überrascht: "Bei einer Situation dieses Ausmaßes muss unsere oberste Priorität die Sicherheit der Öffentlichkeit sowie unserer Beamten und Kollegen der Rettungsdienste am Einsatzort sein. Dies erforderte daher eine erhebliche Polizeireaktion, an der Beamte aus ganz Sussex sowie Beamte der umliegenden Streitkräfte beteiligt waren. Beamte, die sich normalerweise mit schweren Verbrechen und der Unterstützung der Schwächsten in unseren Bezirken befasst hätten."

Zu dem Rave gibt es sogar einen Aftermovie!

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