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Firmennamen aus der Audiobranche richtig aussprechen

(Bildquelle: Shutterstock / Undrey)
(Bildquelle: Shutterstock / Undrey)

Auf den ersten Blick wirkt ein Artikel wie dieser vielleicht etwas albern, doch herrscht häufig Unsicherheit, wenn es darum geht, Firmennamen aus der Audiobranche auszusprechen. Genelec beispielsweise haben da wohl die gleiche Herausforderung wie die Gitarrenmarke Gibson.
Jeder hat bei der Aussprache von Firmennamen wohl schon mal Fehler gemacht. Als Mojave neu auf dem Markt war, kam ich ins Straucheln, weil ich selbst von der Mojave-Wüste nicht die korrekte Aussprache kannte. „Modschawe“? „Mojahwie“? Und einige deutsche Firmen wie Palmer sprechen sich selbst englisch aus, in diesem Fall also „Pahmer“. Und dass die Aussprache des Deutschen kein Pappenstil ist, wird deutlich, wenn international auf Schoeps-Mikrofone („Skoups“? „Skepps“?), auf „Berrindscha“, „Tilifanken“ oder „Baiadainämik“ verwiesen wird. Und wer sich Geithain als Firma in Frankreich vorstellt, ist schnell mal bei „Dschetähn“, mit vornehm-nasalem Endlaut.

Sicher gibt es (auch in der Audiowelt) wichtigere Dinge zu stemmen als die richtige Aussprache von Namen, aber Hand auf’s Herz: Wer will nicht endlich mal wissen, wie Lewitt, Røde, Mäag, Audeze und Lauten ausgesprochen werden?
Wir haben uns hier beschränkt auf die nicht ganz eindeutigen Namen. Und klar: Diese Liste kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, es tauchen auch immer wieder neue Namen in der Branche auf. Außerdem bin ich auch ein Deutsch-Muttersprachler, was man sicher bei den englischen Begriffen durchhört. 

Natürlich gibt es nicht die eine, verbindliche Wahrheit Die Amerikaner sprechen bekanntlich das A in „Mackie“ deutlich breiter und näher am E aus als die Briten, und, und, und. Sicherlich gibt es auch viele weitere Firmen, deren Aussprache unklar ist oder mal so, mal so gemacht wird. Es spricht auch nichts dagegen, Firmennamen zu „verdeutschen“. Dass Roland wie der deutsche Vorname ausgesprochen wird, ist ja eigentlich klar. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das eine japanische Company ist und der Firmenname auf Japanisch wegen der zur in den Kana zur Verfügung stehenden Silben „Roorando“ heißt, mit einem R, das weiter hinten im Gaumen gebildet wird und deswegen ähnlich einem L klingt.
Für englischsprachige Personen wäre eine „Meecrow“ ein komischer Vogel und „tech“ mit ch wie in „nicht“ kaum auszusprechen, wenn doch Microtech aus zwei Begriffen zusammengesetzt ist, die in der alltäglichen Sprache vorkommen. „Maikroutek“ ist es also international oft – oder schlichtweg „Gefell“.
Die Herkunft von Firmen ist nicht unwichtig zu wissen, wenn man Namen ausspricht. Tegeler beispielsweise ist in Berlin-Tegel beheimatet. Lauten ist US-amerikanisch, wenngleich von Brian Loudenslager gegründet, der nach eigenem Bekunden deutsche Vorfahren hatte, die wohl mal Lautenspieler waren. Røde kommt aus Australien und fand sich wohl mit Ø interessanter als mit O, mit skandinavischer Ausprache liegt man aber falsch.
Und im Rahmen der Internationalisierung/Globalisierung beginnen auch Unternehmen wie Genelec oder Beyerdynamic, ihren Namen Englisch auszusprechen, wie es etwa auf Youtube-Videos der Heilbronner zu hören ist. 
Auf jeden Fall viel Spaß beim Hören (und vielleicht auch beim vorherigen Raten!).

To our English speaking readers: Ever wondered how to pronounce German audio company brand names like Behringer, Beyerdynamic, Fredenstein, Horch, Geithain, Siemens, Telefunken, Grundig, Microtech Gefell, Schoeps, Sennheiser, Telefunken and Tegeler? 
Well: Here you go! Simply click right onto the names in the audio file player and you will hear the proper German pronounciation.
English names however might have a (hopefully not all too broad) German accent, as I’m a German native speaker.
Some of the company names might appear to be German, but are English (like Lauten), others may look English but are in fact German (like Microtech oder Beyerdynamic). Between ourselves: Us Germans often don’t know how to pronounce all those names, hence this article…

A

Audio Samples
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Alesis Amphion Antelope Apogee Aston Audeze Audient Audio-Technica Audix Austrian Audio Avantone

B

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Behringer Beyerdynamic Bowers & Wilkins Brauner

C

Audio Samples
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Chandler Cranborne Crane Song

D

Audio Samples
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Drawmer Dynaudio

E

Audio Samples
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Empirical Labs

F

Audio Samples
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Focusrite Fredenstein

G

Audio Samples
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Genelec Grundig Guzauski Swist Gyraf Audio

H

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Heil Heritage Horch

I

J

K

Audio Samples
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Kahayan Knif

L

Audio Samples
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Lauten Lewitt

M

Audio Samples
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Mäag Mackie Manley Maselec Metric Halo ME Geithain Microtech Gefell Mojave MotU

N

Audio Samples
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Neumann Neve

O

P

Audio Samples
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Palmer Peluso PreSonus

Q

Audio Samples
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Quested

R

Audio Samples
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Radial Røde Roger Schult Roland Royer

S

Audio Samples
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Schoeps Sennheiser Shure Siemens Stager Studer

T

Audio Samples
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Tannoy Tascam TC Helicon Tegeler Telefunken Thermionic Audio

U

Audio Samples
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Urei

V

W

X

Y

Z

Audio Samples
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Zaor
Hot or Not
?
(Bildquelle: Shutterstock / Undrey)

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von Nick Mavridis

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Profilbild von Adrian Gucze

Adrian Gucze sagt:

#1 - 15.04.2021 um 09:23 Uhr

Empfehlungen Icon 0

So n Fass aufmachen und dann mit Genelec falsch belehren. Danke für nix!

    Profilbild von Nick (Redaktion Recording)

    Nick (Redaktion Recording) sagt:

    #1.1 - 15.04.2021 um 11:06 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo Adrian,natürlich kannst Du statt "G" auch "Dsch" sagen, das machen die in ihren englischsprachigen Videos z.B. selber so. Wie bei Beyerdynamic ja auch. Auch "Telefunken" wird wohl insgesamt mehr mit "a" als mit "u" gesprochen. Im Herkunftsland Finnland und im Unternehmen wird Genelec aber in jedem Fall "G" gesprochen. Insofern ist falsch/richtig natürlich Auslegungssache. Aber wie gesagt: Sicher nicht die wichtigste Sache der Welt, der Gegenstand dieses Artikels…Beste Grüße
    Nick

    Antwort auf #1 von Adrian Gucze

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