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24.09.2019

Fretless-Virtuose Ahmad Hani veröffentlicht Soloalbum „Aloof“!

Arabische Klänge auf dem Fretless-Bass

Schon vor einiger Zeit berichtete ich in einem Artikel erstmalig über den in Dubai in einer türkisch-ägyptischen Familie aufgewachsenen Fretless-Bassisten Ahmad Hani. Soeben hat der mittlerweile in Berlin lebende Musiker, der erst mit 21 Jahren zum Bass kam, das Soloalbum "Aloof" (arabischer Begriff für eine "sozial verbundene, aktive Person") mit neun beeindruckenden Eigenkompositionen herausgebracht.

"Ich habe um das Jahr 2007 begonnen, die ersten Stücke für das Album zu komponieren", erinnert sich Ahmad Hani. Schnell fällt auf: dieser Musiker lässt sich nicht stressen. Er hat keine Eile, sondern feilt an seinen Kompositionen, bis sie seinem Empfinden nach perfekt sind! Freilich ist dies eine vollkommen andere Arbeitsweise als diejenige, die in der Welt der Popmusik üblich ist. Hier dominiert eine Fast-Food-Mentalität, die Ahmad Hani noch gut aus seiner Zeit als Sideman für bekannte arabische Popstars wie Hisham Abbas, Angham oder Abbas Ibrahim in Erinnerung sein dürfte.

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Doch die (Solo-)Musik von Ahmad Hani ist anders! Sie atmet und zeichnet sich durch einen für die heutige Zeit ungewöhnlichen Tiefgang aus. Fast scheint es, als könne dieser Musiker eine direkte Verbindung zur Gefühlswelt seiner Zuhörer aufbauen. Erstaunlich: Hierzu benötigt er keinerlei Hilfsmittel - ähnlich wie der deutsche Fretless-Virtuose Ralf Gauck braucht auch Ahmad Hani nicht mehr als sein Instrument und wenige Minuten, bis er auch den letzten Zuhörer in seinen Bann gezogen hat!

Der Sonderstellung, die Hani als Fretless-Bassist innehat, ist er sich durchaus bewusst: "'Aloof' ist natürlich eines der ganz wenigen Bass-Soloalben im wörtlichen Sinne - umso mehr, da ich ja alles auf einem bundlosen Akustikbass spiele! Alle Stücke sind von vorne bis hinten durchkomponiert, ich improvisiere auf dem Album nicht. Es gibt weder Tapping, noch Slapping, keine Loops oder Overdubbing - einfach nur puren Bass!"

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Für europäische Ohren sind vor allem die orientalischen Einflüsse in Ahmad Hanis Spiel besonders hervorstechend und machen den speziellen Reiz dieses Albums aus. Der fünfsaitige bundlose Akustikbass des türkischen Zupfinstrumentenbauers Ekrem Özkarpat mit seinem klagenden Sound ist dabei ein ideales Werkzeug für den Stil des Autodidakten.

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Zum Wesen seiner Musik befragt, sagt Hani: "Ich denke, die neun Songs beinhalten eine starke Intensität, stehen aber dennoch einträchtig nebeneinander. Es gibt keine Elemente, die den Fluss ihrer Harmonie stören. Die Stücke sind schon recht unterschiedlich, besitzen jedoch allesamt denselben Ursprung, dieselbe Seele ... mich!"

Das Album "Aloof" von Ahmad Hani kann hier probegehört und erworben werden: ahmadhani.bandcamp.com/album/aloof

Und hier geht es zur Hompage von Ahmad Hani: www.ahmadhani.com

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