Workshop
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28.03.2019

Controller für Apple Logic Pro X

Universelle MIDI-Keyboards, DAW-Controller und Speziallösungen für das Apple Musikprogramm

Apple Logic Pro X ist ein wahrer Alleskönner, wenn es um Musikproduktionen oder Filmvertonung geht. Von Notationen und Recordings, über's Beatbauen und Sounddesign bis hin zum Mixdown und Mastering hat Apple's DAW passende Features und Plugins an Board. Alle Funktionen lassen sich natürlich per Tastatur und Maus bedienen, doch an manchen Stellen lässt es sich kreativer und musikalischer mit MIDI-Controllern arbeiten, mit denen sich DAWs fernsteuern lassen. 

Um den DAW-Mixer und manche Editing-Features via Hardware zu bedienen, gibt es DAW-Controller, wie den  SSL Nucleus oder den Behringer X-Touch, deren Bedienoberflächen daher oftmals einem Mischpult gleichen. Daneben gibt es eine große Palette an Controller Keyboards, mit denen sich ebenfalls Mixer- und Transport-Funktionen bedienen lassen. Viele dieser Controller Keyboards sind zusätzlich in der Lage Plugins, also Effekte und Instrumente sowie DAW-spezifische Features, wie beispielsweise Logic's Smart Controls zu steuern. In dieser Workshop-Reihe haben uns die besten Controller herausgepickt und deren DAW-Integration miteinander verglichen.

Als erste Controller-Kandidaten haben wir die Controller Keyboards Novation SL MK3, Native Instruments Komplete Kontrol M-, A- und S-Series sowie die Nektar Panorama T-Series miteinander verglichen. Weitere Controller werden folgen, genau wie die Integration mit weiteren DAWs, wie Ableton Live, Logic Pro X, Studio One, FL Studio, Reaper und Reason!

#1: Nektar Panorama T4, T6 und Apple Logic

Vom Nektar Panorama gibt es eine 49- und 61-Tasten-Version. Beide sind äußerst universelle Controller, denn für kein Keyboard gibt es so viele DAW-spezifische Skripte. Dadurch werden die Keyboards besonders gut mit den vielen individuellen Features der jeweiligen DAW-Software verzahnt. Außerdem lässt sich die T-Serie auch immer über das Mackie Control Universal (MCU) Protokoll koppeln, sollte es ausnahmsweise mal kein Skript für diese Software geben.

KEIN CONTROLLER FUNKTIONIERT MIT SO VIELEN DAWS WIE DER NEKTAR PANORAMA

Einrichtung Nektar Panorama T4 und T6 in Logic Pro X

Nektar erleichtert die Konfiguration und Fernsteuerung mittels DAW-Integrations-Skripten. Nachdem man die T-Serie im Account auf der Nektar-Website registriert hat, erscheint dem User die Frage nach Betriebssystem und DAW. Daraufhin werden die zum Controller passenden Installationsdateien zur DAW-Integration angezeigt. Nach dem Download und der Installation braucht man nur noch die DAW zu starten und alles ist automatisch konfiguriert. Selbiges gilt für den Wrapper Nektarine. Dieser scannt den Rechner nach installierten Dritthersteller-Plug-ins durch und ist daraufhin startklar.

Logic Pro X DAW-Steuerung mit Nektar Panorama T4 und T6

Im Mixer-Mode lassen sich die neun Fader dazu verwenden, die Kanallautstärken zu regeln. Praktisch ist, dass der Logics-Mixer ein- und ausgeblendet wird, sobald man den Mixer-Button am Controller betätigt. Die Kanäle können auf stumm, solo und record ready geschaltet werden. Für die selektierte Spur lassen sich die Sends, das Panorama sowie die Logics-Smart-Control steuern. Die Transportsektion hält neben Start, Stop, Record, Loop, Vor und Zurück auch sekundäre Belegungen bereit: So lassen sich die Locatorpunkte für den Loop setzen, Aktionen per Undo rückgängig machen, das Projekt vom ersten Takt abspielen, das Metronom ein- und ausschalten. Zudem kann der Automationsmodus zwischen Read und Touch umgeschaltet werden, um Parameter-Automationen von Plug-ins aufzuzeichnen.

Plug-in-Steuerung mit Nektar Panorama T4 und T6 unter Logic Pro X

Wechselt man in den Instrument-Mode, lassen sich die Parameter eines Instrument-Plug-ins über die acht Endlosdrehregler steuern. Mit gehaltener Shift-Taste wird die aktuelle Spur dupliziert, um schnell weitere Spuren desselben Klangerzeugers zu laden. Auf dem Display werden die Parameterwerte dargestellt, sodass deutlich ist, an welchem Parameter geschraubt wird. Die neun Fader sind im Instrument-Mode standardmäßig auf Attack, Decay, Sustain, Release und Volume gemappt. Oftmals machen die Fader der Nektar-Keyboards im Gegensatz zu manch anderen Controllern keine ungewollten Parametersprünge, sondern holen den aktuellen Wert ab. Dies gilt gleichermaßen für den Instrument- als auch für den Mixer-Mode. Bewegt man also einen Fader, um die Lautstärke zu ändern, ändert sich der Volume-Parameter erst, wenn man beim Bewegen des Faders den entsprechenden Wert erreicht hat.

Bei den Klangerzeugern lassen sich die Presets mit den Tasten unter dem Display bequem durchskippen – so muss man bei der Soundsuche nicht zwingend zur Maus greifen. Das funktioniert sogar meist dann, wenn ein unbekanntes Freeware-Plug-in genutzt wird. Für die automatischen Mappings gilt das leider nicht. Bei solchen spiegelt der Controller die Parameter nicht automatisch auf Display und Bedienelemente. Doch dazu gibt es die Schnittstelle namens Nektarine, die als Plug-in in die DAW geladen wird. Diese überträgt die Parameter automatisch auf den Controller, auch bei recht unbekannter Freeware. Im Edit-Mode lassen sich die Mappings auch beliebig anpassen. 

#2: Novation 49SL, 61SL Mk3 und Apple Logic

Ein weiterer äußerst umfangreich ausgestatteter MIDI-Controller ist das Novation SL MK3. Das Keyboard verfügt neben einen USB und einem MIDI I/O sogar über zwei CV/Gate-Anschlüssen und einen Clock-Out. Neben der umfangreichen Steuerung von Hardware kann die SL-MK3-Serie aber auch DAWs und Plug-ins fernsteuern, unterstützt jedoch nicht so viele verschiedene DAWs wie Nektar. Außerdem können über das Novation bis zu acht Geräte via Template gleichzeitig angesteuert werden.

PERFEKT FÜR LEUTE MIT VIEL HARDWARE - NOVATION 49SL MKIII

Einrichtung Novation 49SL und 61SL Mk3 in Logic Pro X

Auf der Novation-Website sind für Logic Pro X und Propellerhead Reason entsprechende DAW Integration Scripts verfügbar. Nach der Installation wird lediglich die DAW gestartet und der Controller ist automatisch mit der DAW konfiguriert.

Logic Pro X DAW-Steuerung mit Novation 49SL und 61SL Mk3

Im Modus „IN-Control“ arbeitet das SL MK3 softwarespezifisch. In Logic lässt sich der Mixer inklusive Volume, Mute, Solo, Input Monitoring und Record Arm sowie die Transportsektion fernsteuern. Mit den Buttons unterhalb der Displays und den darüberliegenden Endlosdrehreglern sind für jeden Kanal das Panorama, die Sends und die Smart-Controls fernsteuerbar. Über die Short-Cuts des Controllers erhält man Zugriff auf Undo/Redo, Metronom inklusive Vorzähler sowie auch auf die üblichen Transport-Funktionen, um Aufnahmen zu starten, zu stoppen und den Cycle zu aktivieren. Insgesamt lassen sich mit SL MK3 die essentiellen Features der DAW steuern, um Performances einzuspielen, im Mixer kleine Anpassungen vorzunehmen und über die Smart-Controls auch die Parameter der Plug-ins zu steuern.

Plug-in-Steuerung mit Novation 49SL und 61SL Mk3 unter Logic Pro X

Auf eine umfangreiche Plug-in-Steuerung mit vorgefertigten Mappings und einem Kategorie-Browser, wie sie beispielsweise aus Native Instruments’ Komplete Kontrol oder Nektar' Panorama T-Serie bekannt sind, muss man beim SL MK3 leider verzichten. In Logic Pro X nutzt ihr idealerweise die Smart Controls, um mit dem Novation-Controller eure Plugins fernzusteuern.

#3: Native Instruments Komplete Kontrol und Apple Logic

Die Komplete-Kontrol-Serie von Native Instruments ist ein Verbundsystem aus Controller-Keyboards und der Softwareschnittstelle „Komplete Kontrol“. Mit dieser lassen sich Plug-ins organisieren   mit vielen, bereits fertigen Mappings steuern. Es gibt die günstige A-Serie mit winzigen  Display und die "Premium" S-Serie mit großen Display, sowie verschiedensten Keyboardlängen. Die Controller-Keyboards heißen dann  S49 MK2, S61 MK2 und S88 MK2 sowie A25, A49, A61. Sogar ein mobile Variante mit Minitasten ist als Komplete Kontrol M32 erhältlich.

Einrichtung NI Komplete Kontrol in Logic Pro X

In Logic Pro X läuft die Einrichtung des Komplete-MK2-Controllers automatisch. Nach der Installation des DAW Integration Skripts und dem Start der DAW fragt Logic ab, ob Komplete Kontrol als DAW Controller eingerichtet werden soll – das war’s auch schon. Unter „Bedienoberflächen → Setup“ lässt sich einsehen, dass der Controller mit einem eigenständigen Protokoll aufgeführt wird und dass die entsprechenden Ports auch schon ausgewählt worden sind. 

Logic Pro X DAW-Steuerung mit NI Komplete Kontrol

Auf den beiden Farbdisplays wird Logics Mixer übersichtlich dargestellt. Mit den Endlosdrehreglern werden entweder die Volume-Fader oder die Panorama-Potis gesteuert. Welche der beiden Optionen gewählt wird, lässt sich mit dem 4-D-Encoder einstellen. Mit den Soft-Buttons über den Endlosdrehreglern lassen sich die Kanäle stumm bzw. solo schalten.

Zum Recorden in der DAW lässt sich die Transportsektion inklusive Record, Play, Stop, Loop, Metronom und Tap Tempo fernsteuern. Nicht jeder spielt die Performance sofort perfekt ein, daher sind Undo-/Redo-Funktion und Notenquantisierung eine große Hilfe, um nicht zwischen den Takes zur Maus greifen zu müssen. Möchte man Automationen von Mixer- oder Plug-in-Parametern aufzeichnen, lässt sich Logics Touch-Modus aktivieren. Zur Navigation im Projekt dient der 4-D-Encoder als eine Art Jogwheel und erlaubt gleichzeitig das gezielte Anwählen der Regionen im Arrangierfenster.

Die Transportfunktionen ist sowohl bei der S-Serie und der A-Serie identisch. Durch die fehlenden, großen Displays schaut man öfter zum Rechner. Zwar werden auf dem kleinen OLED-Display der günstigeren Controller-Variante die Parameterwerte des Mixers ebenfalls dargestellt, jedoch nur für den aktuell ausgewählten Kanal. Das Wechseln der Bänke 1-8, 9-16 usw.) ist nicht möglich. Stattdessen skippt man mit dem 4-D-Encoder alle Kanäle durch. Ob die acht Regler die Lautstärke oder das Panorama regeln, wird am A-Series via Shiftbutton, statt dem 4-D-Encoder gesteuert – also nicht wirklich umständlicher. Da der A-Serie die Mute und Solo-Button fehlen, werden die Kanäle mit gehaltener Shifttaste und den die Page-Tasten stumm bzw. solo geschaltet. Dadurch ist die Navigation und Bedienung im Mixer unübersichtlicher, aber dennoch problemlos möglich.

Plugin-Steuerung mit NI Komplete Kontrol unter Logic Pro X

Zur Steuerung von Plugins wird in der DAW ganz einfach eine Instrumentspur angelegt, inder die  Komplete-Kontrol-Software als Plug-in eingefügt wird. Daraufhin lässt sich am Controller der Browser öffnen, der wiederum alle Plugins und Kontakt-Librarys kategorisiert darstellt, die auf dem Rechner installiert sind. Durch Auswählen von Attributen werden die übrigbleibenden Presets dargestellt. Noch bevor ein Sound geladen ist, kann man ihn dank Prehear-Feature im Browser vorhören. Ist dies nicht der Fall, könnt ihr die Funktion mit der Kombination „Shift + Softbutton 8“ aktivieren. Klangerzeuger, für die es keine NKS-Mappings gibt, werden – statt über den Browser – in der Software als Plugin geladen. Features, wie Smart Play sind auch ohne NKS-Support verfügbar. Hat man sich einen Klangerzeuger bzw. ein Preset herausgesucht und geladen, kann man gleich drauf los spielen und seine Performance mit der Transportsektion in der DAW aufnehmen. Mit den Softbuttons über dem rechten Display lassen sich Insert-Slots anwählen, um Effekt-Plug-ins hinzuzufügen und die Sounds zu veredeln.

Das laden und steuern der Plugins ist bei der A-Series etwas unübersichtlicher, aber dennoch problemlos möglich. Die Browser-Navigation ist über den 4-D-Encoder gelöst. Am besten schaut man beim Navigieren und der Parametersteuerung der Plugins direkt zum Bildschirm, denn auf dem kleinen OLED-Display ist das Ganze zu unübersichtlich, da immer nur der aktuelle Parameter dargestellt wird. Schaut man zum Rechner, sieht man welche Plugin-Parameter auf die Endlosdrehregler gemappt sind und kann den Klangerzeuger bzw. das Effekt-Plugin leichter steuern.

#4: Presonus Faderport 16 und Logic Pro X

Der Faderport 16 von Presonus basiert auf der Mackie Control und kann mit dem entsprechenden Script sehr viele Funktion von Apple´s DAW steuern. Der Fokus liegt dabei auf typischen Mix und Routing-Aufgaben, aber auch Plugins lassen sich steuern.

Perfekt für Mixing-Aufgaben und Automation

Einrichtung Presonus Faderport 16 in Logic Pro X

Der FaderPort 16 ist class-compliant geeignet ist und braucht grundsätzlich keine gerätespezifischen Treiber benötigt – dennoch kann es sein, dass ihr ein Firmware-Update durchführen müsst. Nachdem ihr den Controller auf der Presonus-Website registriert habt (Account vorausgesetzt), steht dazu "Universal Control" für euch zum Download bereit. Nach der Installation startet ihr den Controller und die Software. Danach wird euch eine Firmware-Aktualisierung vorgeschlagen, die ihr dann ebenfalls installieren solltet.

Bevor ihr die DAW überhaupt startet, solltet ihr das Logic-Script am Controller selbst auswählen. Wählt dazu beim Einschalten des Controllers gleichzeitig die Select-Buttons 1 und 2. Beim Drücken der Buttons erscheinen die verfügbaren Skripte auf den Displays. Aktiviert daraufhin das MCU-Logic-Script und schon könnt ihr die DAW fernsteuern. In Logic sollte der Controller danach automatisch erkannt werden. Ist dies nicht der Fall, kann die Konfiguration mithilfe der Bedienungsanleitung manuell durchgeführt werden.

Die Mixersteuerung mit dem Presonus Faderport 16 in Logic Pro X

Mit den 16 Fadern und den Select-, Mute- und Solo-Buttons werden ohne Weiteres die entsprechenden Funktionen des Logic-Mixers ferngesteuert. Eine Veränderung der Mixerdarstellung kann über die Buttons Audio, MIDI, BUS, VCA und All erreicht werden. Mit ihnen könnt ihr außerdem entscheiden, welche der genannten Kanäle jeweils im Mixer angezeigt werden sollen. Möchtet ihr beispielsweise nur Audiokanäle sehen, wählt ihr den entsprechenden Button. Dadurch werden alle anderen Kanäle nicht mehr dargestellt, was euch eine bessere Übersicht verschafft.

Für die Kanalauswahl können statt der Select-Buttons auch die Fader berührt werden. Ein Kanal wird nämlich bereits beim bloßen Fingerauflegen über den Fader selektiert. Mit dem Encoder in der linken oberen Ecke wird das Panorama des selektierten Kanals geregelt. Der Fader-Port verfügt neben dem standardmäßig angewähltem „Track Mode“ über drei weitere Modi namens „Edit Plugins“, „Sends“ und „Pan“. Wechselt ihr in den Pan-Modus, steuert ihr dort mit den Fadern das Panorama der Channels, was durchaus übersichtlicher sein kann als mit dem Encoder.

Auf der linken Seite lassen sich selektierte Kanäle mit „ARM“ aufnahmebereit schalten. Haltet ihr dabei die Shift-Taste gedrückt, passiert das mit allen sichtbaren Kanälen gleichzeitig. Mit „Solo Clear“ und „Mute Clear“ werden alle Solo- bzw. Stummschaltungen der Kanäle wieder gleichzeitig deaktiviert. 

Plug-in-Steuerung mit Presonus Faderport 16 in Logic Pro X

Auch Effekt-Plug-ins lassen sich über den Controller fernsteuern, und zwar sowohl Logic-Effekte wie auch Dritthersteller-Plug-ins. Dazu wählt ihr den Modus „Edit Plugins“ und sucht mit den Encoder den gewünschten Insert-Slot aus. Die insertierten Effekte des ausgewählten Kanals werden auch auf den Displays dargestellt. Diese wiederum lassen sich mit den darunterliegenden Select-Buttons auswählen.  

Um Send-Effekte (Zumischeffekte), etwa Hall, Delay, Chorus etc. einem Kanal mit den Reglern hinzuzumischen, wechselt ihr in den „Sends“-Mode. Der Faderport kann dort die ersten vier Send-Slots in Logic steuern. Pro Send-Slot sind vier Parameter regelbar:

  • Send-Ziel: bestimmt welcher Bus soll über den Send angesteuert werden
  • Send-Pegel: Lautstärke des Sendkanals
  • Pre/Post-Fader: setzt den Abgriff im Routing vor oder hinter den Volume-Fader
  • Send-Aktiv/Mute: aktiviert bzw. deaktiviert den Send-Slot

Da es sich pro Send-Slot um vier Parameter handelt, sind jeweils vier Fader des Faderports einem Send zugewiesen. 

  • Send 1: Kanal 1 - 4 
  • Send 2: Kanal 5 – 8
  • Send 3: Kanal 9 – 12
  • Send 4: Kanal 13 - 16

Transport und Automation mit Faderport 16

Die Transportsektionen steuern die typischen Funktionen der DAW: Start, Stop, Record, Forward, Rewind und auch Cycle (Loop) an und aus. Mit der darüberliegenden Sektion namens „Session Navigator“ seid ihr in der Lage, das Click (Metronom) zu aktivieren, zwischen Channels zu blättern, im Arrangierfenster zu zoomen oder die Locator-Position zu scrollen (ähnlich einem Jog-Wheel). Mit „Section“ lassen sich Regionen nach links oder rechts verschieben („nudgen“). Mit dem Bank-Button werden die Kanäle in 8er-Bänken „weitergeblättert“, um beispielsweise von Kanal 16 auf 17 bis 24 zu gelangen. All diese Funktionen lassen sich entweder mit dem Encoder oder mit den Navigationstasten steuern, die sich über der Sektion befinden. Je nach ausgewähltem Modus stehen weitere Features bereit, die ihr detailliert mit den Select-Buttons unter den Displays regeln könnt. 

Über dem Encoder sind die Automationsmodi „Touch“, „Write“ und „Read“ der jeweiligen Kanäle auswählbar. Mit ihnen könnt ihr alle Parameteränderungen inklusive Volume, Panorama, Insert- und Send-Effekten aufzeichnen, während das Projekt abgespielt wird. Am besten nutzt ihr dazu den Touch-Mode, da der Write-Mode knallhart alles überschreibt, selbst wenn ihr keine Parameter ändert. Im Touch-Modus werden dagegen nur Automationen aufgezeichnet, wenn ihr auch tatsächlich Parameter ändert. Wenn ihr mit der Automation fertig seid, wechselt zur Sicherheit direkt in den Read-Modus, mit dem eure aufgenommenen Parameteränderungen automatisiert abgespielt werden.

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