Keyboards
Test
3
16.09.2020

Behringer RD-6 Test

Analoge Drum Machine

Günstige Kopie der Roland TR-606 in 10 knalligen Farben!

Behringer zieht durch! Mit der RD-6 gibt es ´ne bunte Kopie der TR-606 und damit die zweite Kopie einer „Classic“ Roland Drum Machine. Die echte 606 war, neben der 303 für den Bass, ursprünglich als „günstige Begleitautomatik“ für übende Musiker gedacht, wurde kulturträchtig dann aber mit HipHop und Techno anderweitig berühmt. 

Der fette Sound der „simplen“ 606 steht der mächtigen 808 in nichts nach, grundlegende Sounds sind ohnehin identisch. Bedientechnisch ist die 606 deutlich einfacher gehalten sowie um viele Regler reduziert. Dieser Purismus wird von vielen aber auch genau so geliebt. Schauen wir uns an, was Behringer 38 Jahre später daraus macht!

Details

Funky Formfaktor

So soll Gear aussehen! Die RD-6 hat eine üppige Größe und wirkt wie solides Spielzeug aus vergangenen Tagen. Die Optik ist ziemlich identisch zum 606-Original, wenn auch das Layout ein etwas Anderes ist. Mit moderner Technik gefüttert findet sich viel Luft im bunten Kunststoff-Gehäuse, zumal auf ein „öko-sündiges“ Batteriefach verzichtet wurde.

Zur Auswahl stehen insgesamt zehn knallige Farben, klassisches Silber mit eingeschlossen. Die Basics sind ansonsten soweit gleich: Kick, Snare Tom und Hats. Zutaten, die auch heute noch für einen fetten Beat genügen. Dass Behringer eine Clap sowie einen abschaltbaren Distortion-Effekt drauf packen, kann Puristen nicht stören.

Weiterhin gib es jede Menge Einzelausgänge, einen Kopfhörerausgang und weitere Sync-Anschlüsse auf 3,5 mm Klinke. Für 159 Euro Straßenpreis also ne wirklich coole analoge Drum Machine.

Einzelausgänge inklusive

Die Sounds sind wie beim Original gehalten, nur in der Lautstärke anpassbar und per Lauflicht programmierbar. Mehr Parameter gibt es nicht, wenn man vom Wechselspiel mit dem Accent einmal absieht. 

Die RD-6 verfügt außerdem über Einzelausgänge auf Miniklinke und das von Hause aus. An die echte TR-606 musste man sich diese selber basteln. Apropos Vergangenheit: Die 606 war eine der ersten Drum Machines, die man programmieren konnte während sie lief – eine nicht zu unterschätzende Errungenschaft der damaligen Zeit.

Der Rest ist rudimentär: Bassdrum und Snare sind individuell im Pegel regelbar und haben jeweils Einzelausgänge. Open und Closed Hihat teilen sich einen Regler und auch einen Ausgang. Gleiches gilt für Low-und High-Tom, welche aber zusätzliche Trigger-Ausgänge bieten. Cymbal und Clap teilen sich wiederum einen Lautstärkeregler, haben aber beide Einzelausgänge. 

SYNC-Me

Sync-In/Out, DIN MIDI-I/O sowie USB-MIDI I/O an der Behringer RD-6 sorgen für reichlich moderne Konnektivität. Der Main-Out ist als 6,3 TRS mm konfiguriert und mit einem weiteren Klinkeneingang für Start/Stop Trigger versehen. Einen Kopfhörerausgang gibt es auch, allerdings im 3,5 mm Format.

Der Sequenzer bietet außerdem 16 Pattern und einen Song-Mode. Jedes Pattern besteht dabei aus zwei bis zu 16 Steps langen Variationen „I“ und 2II“. Bis zu 16 Pattern lassen sich linken, ein I/II-Alternierend gibt es leider nicht. Einen Live-Write-Mode für alles Instrumente gleichzeitig gibt es leider auch nicht.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare