Bass
Test
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05.02.2021

BC Rich Chris Kael Signature Warlock Bass Test

Viersaitiger E-Bass

Mehr als eine Metal-Axt!

Kaum ein Gitarrenhersteller ist so eng mit der Metalszene verbunden wie die Firma BC Rich. Besonders in den 80er-Jahren waren die Bässe und Gitarren ihrer extravaganten Optik wegen bei zahlreichen Heavy-Musikern beliebt. Dabei kamen die Instrumente durchaus auch in den populärsten Bands des Genres zum Einsatz, wie etwa Kiss, Motörhead oder Slayer. Auch heutzutage finden Heavy-Musiker nach wie vor Gefallen an den aggressiv wirkenden Instrumenten der Kult-Firma. Chris Kael, seines Zeichens Tieftöner der US-amerikanischen Metalband Five Finger Death Punch, ließ sich von BC Rich sogar einen Bass nach seinen Vorstellungen an den Leib schneidern. Das Resultat der Zusammenarbeit hört auf den Namen "BC Rich Chris Kael Signature Warlock Bass" - man darf gespannt sein, ob der Necktrough-Viersaiter in Sachen Sound halten kann, was seine aggressive Optik verspricht!

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Details

Der Chris Kael Signature Warlock Bass basiert, wie man unschwer an der Bezeichnung erkennen kann, auf dem außerordentlich erfolgreichen Warlock-Modell von BC Rich. Die Einführung der Warlock-Gitarren- und -Bassmodelle im Jahre 1981 war in der Tat der Startschuss zum Kultstatus von BC Rich in der Metal-Szene. Kein Wunder, denn das zackige Design der Warlocks sorgt auf der Bühne zweifellos für einen nachhaltigen Eindruck und polarisiert durchaus - entweder man liebt es oder man hasst es!

In Sachen Optik hat man beim Chris Kael Signature Warlock die Wahl zwischen zwei Finish-Versionen: Er ist wahlweise in Mattschwarz mit cremefarbener Einfassung oder in Mattweiß mit schwarzer Einfassung erhältlich. Die Abalone-Einfassung zieht sich bei beiden Versionen rund um den gesamten Bass und verfügt über schicke Verzierungen - ein schönes Detail, dass das avantgardistische Design des Basses unterstreicht.

Aufwendig ist aber nicht nur die Optik, sondern auch die Konstruktion, denn es handelt sich beim Chris Kael Signature-Modell um einen Bass mit durchgehendem Hals, der aus insgesamt fünf Teilen Ahorn und Wenge besteht. Für den Korpus wurde Mahagoni gewählt, was sich im Sound in der Regel mit warmen und fetten Tiefmitten bemerkbar macht.

Auf der stabilen Halskonstruktion sitzt ein pechschwarzes Griffbrett aus Ebenholz, das mit 24 Bünden im Extra-Jumbo-Format bestückt wurde. Auf Lagenmarkierungen im Griffbrett verzichtet BC Rich zu Gunsten eines cleanen Looks - an der Flanke befinden sich allerdings die üblichen kleinen Dots zur Orientierung.

Die gesamte Konstruktion macht bis hierher einen sehr hochwertigen Eindruck. Bei der Lackierung und der Einfassung sind keinerlei Fehler zu entdecken und die Bünde wurden präzise abgerichtet. Das kann man allerdings auch erwarten, denn der in Korea gefertigte BC Rich Chris Kael Signature Warlock rangiert mit einem Preis von etwas über 1600,- Euro schließlich in der oberen Mittelklasse!

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Dieses Preisniveau spiegelt sich auch in der Hardware-Ausstattung wieder, denn die Komponenten wirken überaus solide und funktionieren tadellos. Auf der markanten Warlock-Kopfplatte sitzen vier gekapselte Mechaniken von Grover und die Ballends der Saiten werden von einer massiven Quick-Change-Bridge mit den üblichen Einstellmöglichkeiten für Intonation und Saitenlage aufgenommen.

Die Tonabnehmer- und Elektronikausstattung kommt aus einer Hand und stammt komplett vom amerikanischen Traditionshersteller EMG. Chris Kael setzt bei seinem Signature-Bass auf eine typische P/J-Bestückung mit einem Splitcoil-Tonabnehmer in der Halsposition sowie einem Singlecoil in der Stegposition.

Zur Klanganpassung gibt es einen Zweiband-Equalizer, der am Bass mit einem Regler für Bässe und einem weiteren Regler für die Höhen eingestellt wird. Außerdem finden wir im Cockpit des Chris Kael Warlock jeweils einen Lautstärkeregler pro Pickup. Zum Betrieb der Elektronik und der aktiven Pickups wird eine 9-Volt-Batterie benötigt, die in einem separatem Fach auf der Rückseite des Basses sitzt.

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