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09.11.2021

Alice In Chains-Gitarrist Jerry Cantrell wählt Kim Thayil zum größten Gitarristen der damaligen Seattle-Grunge-Szene

Er beschreibt sein Spiel als verrückte und einzigartige Mischung vieler Stile

Die Grunge-Bewegung der achtziger und neunziger Jahre brachte viele große Gitarristen hervor, die die damalige Rockmusik durch das Addieren eigener Noten revolutionierte. Alice In Chains-Gitarrist Jerry Cantrell ist vor allem Fan vom Stil Kim Thayils, der damals zusammen mit Soundgarden bekannt wurde.

Der Begriff "Grunge" fand bereits Verwendung bevor sich eine ganze Musikszene darum bildete und diente zunächst dazu, Klangexperimente mit akustischen Rückkopplungen und Verzerrer-Effekten der E-Gitarre zu beschreiben. In den achtziger und neunziger Jahren entwickelte sich dann jedoch ein ganzes Subgenre der Rockmusik daraus, das von Bands wie Nirvana, Pearl Jam und Alice in Chains vertreten wurde. Da die E-Gitarre eines der entscheidenden, stilbildenden Elemente dieses Genres darstellt, wurde die Szene, die in Seattle als erstes aufblühte, auch durch Gitarristen angetrieben.

Alice In Chains-Sänger, -Gründer und -Gitarrist Jerry Cantrell war selbst Teil der damaligen Grunge-Bewegung. In einem Interview mit Guitar World wurde der Musiker - der vor einigen Tagen sein Soloalbum "Brighten" sowie zuvor eine neue Signature E-Gitarre mit Gibson herausbrachte - gefragt, wer seiner Meinung nach, der größte Gitarrist dieser Zeit war. Nachdem er zunächst anmerkte, dass jeder Gitarrist der damaligen Grunge-Bands, einen sehr eigenen und einzigartigen Stil an den Tag legte, entschied er sich nach einiger Überlegung dann aber für den Soundgarden-Gitarristen Kim Thayil. Cantrell beschreibt sein Spiel als eine sehr verrückte Mischung verschiedener Stile, das in sich sehr einzigartig ist. "He's got a crazy style that is unique unto itself. It's a blend of different styles - super-big and out of control, but right on the fucking edge of coming off the tracks and going right back on. I always admired his playing."

Cantrell fügte noch mit an, dass er auch die Spielweise von Pearl Jam-Musiker Stone Gossard immer sehr mochte. Er beschreibt seinen Stil als einerseits sehr punkig, aber zudem auch überaus melodisch mit einem starken Bezug zu regulären Hardrock- und Blues-Riffs. Wohingegen Nirvana-Ikone Kurt Cobain immer eher zwischen Pop und Rock wandelte und sowohl einprägsame als auch wilde Sachen zu Gehör brachte.

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