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23.01.2019

Algoriddim Djay 3.0 für iOS Test

DJ-App

Algoriddim, die umtriebige Software-Schmiede aus München, hat mit ihrer Multiplattform-App „Djay“ ein ziemlich populäres und gleichzeitig leistungsfähiges Programm im Angebot, welches das Auflegen mit iOS-Geräte gleichwertig zur Arbeit mit dem Laptop macht. Schon seit der ersten Version, die mit ihrer gelungenen virtuellen Simulation zweier Turntables an den Start ging, erfreut sich die DJ-Software entsprechend großer Beliebtheit. Nach einem zwischenzeitlichen Split in eine Standard- und eine Pro-Version haben Algoriddim ihr Lizenz-Konzept nun erneut umgestellt und es heißt wieder: eine App für alle. 

Details

Der Plan ist, dass künftig nur noch „Djay“ im App-Store erhältlich ist. Die ist kostenlos und verfügt über elementare Features wie etwa:

  • klassischer 2-Deck Modus mit Wellenform- und Turntable-Darstellung
  • Transportfunktionen mit Pitch, BPM-Analyse und Autosync
  • Klangbearbeitung mit 3-Band-EQ, Filter und fünf Effekten
  • basale AI-Automix-Funktion
  • Zugriff auf iTunes- und Spotify-Medien
  • Plug-n-Play Unterstützung einiger Controller (u. a. von Reloop und Pioneer)
  • Ableton-Link-Synchronisation.

Zur Pro-Version wird „Djay“ dann durch einen In-App-Kauf, bei dem man die Wahl zwischen einer Jahres-Subskription für 39,99 Euro oder einem Monats-Abo hat, das mit 4,99 Euro zu Buche schlägt. Wer die Vorversion schon käuflich erworben hat, bekommt im ersten Jahr einen stattlichen Rabatt und zahlt nur 9,99 für die ersten zwölf Monate. Mit der Pro-Version gibt es dann:

  • wählbare 2/4-Deck-Ansichten
  • Video-Mixing mit Unterstützung für externe Monitore
  • MIDI-Learn-System
  • native Unterstützung von über 50 MIDI-Controllern
  • Unterstützung von Mehrkanal-Audiointerfaces
  • Sampler & Looper
  • erweiterte KI-Automix-Funktionen
  • neuer Performance-Looper mit acht quantisierten Loop-Slots
  • mehr als 30 Audio-Effekte (von Sugar Bytes) und 1240 Loops (von Loopmasters)      

Selbst wenn man das günstigere Jahresabo in Höhe von rund 40 Euro wählt, ist das am Ende ein Preissprung von 200 Prozent im Vergleich zur vorherigen Pro-Version, die seinerzeit mit 20 Euro Einmalzahlung abgegolten wurde. Wählt man das Monatsabo, sind es entsprechend 300 Prozent Steigerung. Ob man es vor dem Hintergrund, dass beispielsweise Pioneer für „Rekordbox“ 15,90 Euro im Monat und Serato 9,99 Euro aufrufen, nun als angepasst oder schlicht als teuer bezeichnen möchte, will ich nicht beurteilen.

Ich kann nur feststellen, dass eine Software, die jahrelang gut funktionierte und von einer Firma programmiert wurde, die in dieser Zeit anscheinend nicht insolvent gegangen ist, nun ohne Not das Doppelte kostet – urteilt selbst.

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