Anzeige

5 Tipps zum entspannten Klavierspielen – und Lernen

Klavier spielen ist eine wunderbare Tätigkeit, eine Kunst, die alle Sinne fordert und so viel zurückgibt. Das Spielen auf dem Klavier gehört nicht nur zu den schönsten Dingen, mit denen man sich selbst und anderen eine Freude bereitet, es dient auch der eigenen Entspannung. Das manuelle Machen von Musik und insbesondere das Spiel auf dem Klavier ist nachweislich gesundheitsfördernd, senkt den Stresslevel und verbessert Konzentration und Koordination. Klavier spielen erweitert die eigene Sichtweise, weckt weitere Interessen und stärkt das Selbstvertrauen und macht obendrein eine Menge Spaß. Das alles sind sehr positive Aspekte, die dem eigenen Wohl zugute kommen, was italienische Studien beweisen, nachzulesen in einem Artikel der “Ärztezeitung – Klavierspielen baut Hirn um”.

Feature: 5 Tipps zum entspannten Klavierspielen - und Lernen (Foto: Shutterstock / Maxim Blinkov)
Feature: 5 Tipps zum entspannten Klavierspielen – und Lernen (Foto: Shutterstock / Maxim Blinkov)

Inhalte

  1. Darum geht es
  2. 1. Richtig sitzen – besser spielen
  3. 2. Konsequent üben
  4. 3. Den Fingern das Laufen beibringen
  5. 4. Sein Können präsentieren
  6. 5. Welches Instrument ist das Richtige?
  7. Wie klingen moderne Digitalpianos?
  8. Schlusswort

Darum geht es

Musik ist ein edles Thema, welches besondere Sinne benötigt, die man durch gezielte Vorgehensweisen aufbaut und fördert. Dies verlangt allerdings auch das investieren von Zeit, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Gerade wenn man das Klavierspiel lernt, ist die Begeisterung groß und es geht vieles oft nicht schnell genug. Wenn der für sich selbst gewünschte Erfolg einmal ausbleibt, beginnt man an sich zu zweifeln und das Motivations-Level beginnt zu sinken. In der Anfangsphase können einem schon ein paar Dinge die Lust am Spielen vermiesen, schon dann, wenn man das Notenlesen noch nicht so ganz beherrscht. Das liegt aber in der Natur der Sache, denn, wenn man etwas erlernt, kann man es noch nicht.

Klavier spielen macht Spaß und jeder kann es lernen. (Foto: Michael Geisel)
Klavier spielen macht Spaß und jeder kann es lernen. (Foto: Michael Geisel)

Hier muss man am Ball bleiben und immer wieder üben, bis es sitzt. Dieser Rat gilt für jugendliche und erwachsene Klavierschüler gleichermaßen. Nützliche Voraussetzungen sind Lust und ein gesunder Ehrgeiz, um die anfänglichen Hürden zu überwinden. Hat man die erste Schwierigkeit in den Griff bekommen, wirkt die Nächste nicht mehr ganz so groß. Das ist wie beim Fahrradfahren. An die anfänglichen Stürze erinnert man sich später nicht mehr. Kleinere Schwierigkeiten werden immer wieder aufkommen, aber ein beständiges und regelmäßiges Üben (Sportler trainieren für ihren Erfolg), lässt einen mit seinen Taten wachsen. Allerdings sollten die Voraussetzungen stimmen.
Damit du lernst entspannt Klavier zu spielen oder entspannt lernst die Freude an deinem Instrument zu entwickeln und zu erhalten, habe ich für dich fünf Tipps zusammengestellt, die dir helfen sollen, deinem angestrebten Ziel entspannt näherzukommen.

1. Richtig sitzen – besser spielen

Der begeisterte Anfänger achtet oft nicht auf seine Sitzposition vor dem Instrument. Da wird schnell der Küchenstuhl in Ermangelung einer Klavierbank oder eines Klavierhockers zweckentfremdet. Dabei ist die richtige Sitzposition für ein entspanntes Spiel sehr wichtig. Als ich Klavierspielen lernte, habe ich das oft auch so gemacht. Inzwischen weiß ich aber, dass die richtige Sitzposition vor dem Instrument enorm wichtig ist, um Rückenschmerzen und verspannte Schultern zu vermeiden. Die richtige Sitzhöhe ist je nach Körpergröße unterschiedlich.
Wichtig ist, dass in Sitzhöhe beide Füße bequem den Boden erreichen und parallel nebeneinander stehen können. Achte bitte auch darauf, dass du gerade sitzt. Im Idealfall sitzt du in einem Abstand vor dem Klavier, der durch die Länge der Unterarme bis zu den Fingerspitzen vorgegeben ist. Winkele einmal die Unterarme 90 Grad zu den Oberarmen an, ohne die Arme auszustrecken. Danach rücke so nahe an das Klavier, bis beide Hände über der Tastatur Platz finden. Das ist dann dein Idealabstand zum Klavier und somit die optimale Sitzposition. Als perfekte Sitzmöglichkeiten vor dem Instrument eignen sich z. B. höhenverstellbare Klavierbänke oder Klavierhocker, die stabil stehen und individuell in der Höhe verstellbar sind.

Die richtige Sitzposition vor dem Instrument ist enorm wichtig, um Rückenschmerzen und verspannte Schultern zu vermeiden. (Foto: Michael Geisel)
Die richtige Sitzposition vor dem Instrument ist enorm wichtig, um Rückenschmerzen und verspannte Schultern zu vermeiden. (Foto: Michael Geisel)

Die Handstellung bildet eine Linie mit deinen Unterarmen. Die Finger selbst befinden sich dabei in natürlich entspannter Haltung, als würde man einen Gegenstand auf der Tastatur greifen wollen.

Die Handstellung bildet eine Linie mit den Unterarmen und die Finger befinden sich in natürlich entspannter Haltung, als würde man einen Gegenstand auf der Tastatur greifen wollen. (Foto: Michael Geisel)
Die Handstellung bildet eine Linie mit den Unterarmen und die Finger befinden sich in natürlich entspannter Haltung, als würde man einen Gegenstand auf der Tastatur greifen wollen. (Foto: Michael Geisel)

Meine Klavierlehrerin sagte anfänglich zu mir: “Stell’ dir vor, du wolltest auf den Tasten kratzen.” In der Tat ist das die ideale Fingerstellung, denn eure Finger arbeiten später beim Spielen wie kleine “Hämmerchen”.

2. Konsequent üben

Das Üben gehört zum Klavierspielen, wie das Trainieren zu einem Sportler. In beiden Fällen will man ein bestimmtes Ziel erreichen. Nur durch stetige Praxis kommt man seinem Ziel Stück für Stück näher. Selbst erfahrene Pianisten üben, um a) um neue Stücke einzustudieren und b) um die Fingerfertigkeit zu erhalten. Das Üben gehört somit zum täglichen Ablauf. Oft fällt es Anfängern schwer, die richtige Zeitdauer für ihr Üben zu definieren.

30 Minuten üben am Anfang sind eine gute Zeitinvestition. (Foto: Michael Geisel)
30 Minuten üben am Anfang sind eine gute Zeitinvestition. (Foto: Michael Geisel)

Der eigene Erfolg hängt vom eigenen Einsatz ab, dessen Aufwand man für sich selbst definieren muss. Grundsätzlich wichtig ist eine gesunde Portion an Disziplin und Ausdauer, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Dieses Ziel hat der aktive Sportler auch. Für seine Disziplinen wärmt es sich vorher auf, macht Übungen, dehnt die Muskulatur, um danach eine optimale Leistung abzuliefern. Mit kalten Fingern Klavier zu spielen, ist fast unmöglich. Die Finger, besser beide Hände, müssen warm sein, um ihre Aufgabe optimal zu erledigen.

Finger und Hände müssen warm sein
Zum Warmmachen kann man z. B. die Hände periodisch Öffnen und Schließen, in einem mittleren Tempo für den Zeitraum von einer Minute. Probiere es einmal aus. Sind die Hände gut durchblutet, spielt es sich gleich viel besser. Wie viel Zeit muss man für das Üben aufbringen? Am Anfang sollte man es mit der Übungszeit pro Tag nicht übertreiben, denn die Muskulatur muss sich erst langsam an die Bewegungsabläufe gewöhnen. Die erste Übungseinheit darf nicht mit verkrampften Fingern, Rückenschmerzen und Frustration enden. Ich erinnere mich an meineersten Klavierstunden und den Rat meiner Klavierlehrerin, dass 30 Minuten pro Tag ausreichen. Hier muss man Konsequenz walten lassen und sich diese Zeit fest mit in den Tagesablauf einplanen. Man sollte sich aber immer an das Instrument setzen, wenn die Lust zum Spielen groß ist. Denn, wie schon zuvor erwähnt, sind die ersten Hürden erst überwunden, macht es nachher doppelt so viel Spaß. Und, Übung macht den Meister.

3. Den Fingern das Laufen beibringen

Gerade Anfänger sind ungeduldig, was den eigenen Fortschritt beim Lernen des Klavierspiels anbelangt. Oft sitzt eine Melodie hartnäckig im Ohr, die man gerne spielen möchte. Jetzt kommt der Zeitpunkt, wo man sein Geschick auf der Tastatur mit einer Hand versucht. Dabei kommt man nicht selten an den Punkt, an dem der nächste Tonwechsel hakt, weil der Finger, der ihn spielen könnte, noch über einer anderen Taste liegt. Die notwendige Fingerkombination und deren örtliche und zeitliche Koordination sind noch nicht ausgebildet. Woher auch. Und so probiert man so lange, bis es dann irgendwie klappt und es wird immer an derselben Stelle stocken, weil der optimale Fingerwechsel im Ablauf noch nicht gefunden wurde, was auch mit der noch im Aufbau befindlichen Koordination beider Hände beim Klavierspielen begründet ist.
Der Fingersatz
In einem anderen Szenario stellt der Klavierlehrer Noten auf das Klavier, die gespielt werden sollen. Mit zwei Händen und zehn Fingern gilt es jetzt, jede Menge Tasten in den Griff zu bekommen. Hier kommt der Begriff “Fingersatz” ins Spiel. In der Notenliteratur obligatorisch, aber in vielen Fällen nur in der Basis aufgeführt, ist der richtige Fingersatz der erste Schritt, um mit zwei Händen und zehn Fingern die gebotene Menge an Tasten zu bezwingen. Den Begriff “Fingersatz” lernt man auch schon beim ersten Spielen der unterschiedlichen Tonleitern kennen, wenn weiße und schwarze Tasten ins Spiel kommen und mehr Töne zu spielen sind, als man Finger an der Hand hat.

Fotostrecke: 2 Bilder Der Fingersatz ist elementar beim Klavierspielen. Die Zahlen von 1 bis 5 neben den Noten beschreiben die Finger einer Hand, vom Daumen bis zum kleinen Finger, jeweils für beide Hände. (Foto: Michael Geisel)
Fotostrecke

Auch das muss man konsequent üben, so lange, bis es sitzt. Der richtig ausgearbeitete Fingersatz ist eines der wichtigsten Elemente auf dem Weg zum Erfolg und von immenser Bedeutung gerade beim Umsetzen schwieriger Passagen auf der Tastatur. Für ein erfolgreiches Spielen eines Stücks, erarbeitet man sich diesen später selbst, denn auf die eigenen Fertigkeiten angepasst, spielen sich nachher auch diffizile Passagen flüssig und ohne “Holpern”.

Das Metronom
Am besten übt man mit einem Metronom. Der unerbittliche Taktgeber verzeiht einem selbst verursachte Verzögerungen nicht. Deswegen gilt hier die Regel: Erst mit einem langsamen Tempo beginnen! Sitzt die zu spielende Phrase, gilt es, das Tempo langsam zu erhöhen, bis das gewünschte Spieltempo erreicht ist. Lest ergänzend dazu auch einmal den Artikel „6 Tipps für mehr Geschwindigkeit beim Keyboardspiel“ von Christian Frentzen, der das Thema Üben mit einem Metronom ebenso als essenziell wichtig beschreibt.

Das Metronom als notwendige Hilfe zum Üben. Wer mit langsamem Tempo beginnt und dieses nach und nach steigert, kommt sicher zum Spielerfolg. (Foto: Michael Geisel)
Das Metronom als notwendige Hilfe zum Üben. Wer mit langsamem Tempo beginnt und dieses nach und nach steigert, kommt sicher zum Spielerfolg. (Foto: Michael Geisel)

Eine Übung
Damit man später auch “Läufe” auf der Tastatur in hoher Geschwindigkeit spielen kann, dürfen die Finger zum Herunterdrücken der Tasten keine allzu großen Wege abspulen. Mithilfe der folgenden Übung, lässt sich eine spätere wichtige Koordination der Finger über den Tasten trainieren. Bei dieser Übung erhält man auch ganz bewusst ein Gefühl für jeden einzelnen Finger inkl. Daumen jeder Hand. Um sich selbst und auch die Finger an die Übung zu gewöhnen, kann man das kleine praktische Beispiel auch zunächst auf jeder Tischplatte nachvollziehen. Voraussetzung ist, dass diese in etwa Tastaturhöhe eines Klaviers bietet und man selbst in der eingangs schon beschriebenen Weise vor dem Tisch sitzt. Also, die richtige Sitzhöhe finden und dann an den Tisch setzen.
Winkele dann die Unterarme 90 Grad zu den Oberarmen an, ohne aber die Arme auszustrecken. Die Handstellung bildet dabei eine Linie zu euren Unterarmen. Die Finger inkl. Daumen, kommen auf der Tischplatte zu liegen. Die Übung besteht nun darin, jeden Finger nacheinander hoch zu heben und wieder abzusenken, ohne, dass sich die nicht an der Reihe befindlichen Finger bewegen. Dabei bleibt auch der Handrücken fast ohne Bewegung. Du wirst schnell feststellen, dass sich Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger einfacher anheben lassen, als der vierte Finger. Beim kleinen Finger ist es dagegen schon wieder einfacher. Dieses Phänomen liegt an der Konstruktion unserer Hände und den täglichen Greifbewegungen, die nicht unbedingt etwas mit Klavier spielen zu tun haben müssen.
Wie gesagt, der Handrücken sollte sich bei dieser Übung kaum bewegen, dann machst du es richtig. Zur Kontrolle lege doch einfach einmal einen Bleistift auf den Handrücken der übenden Hand und passe dabei auf, dass der nicht herunterfällt.

Nachdem du die Übung auf der Tischplatte durchgeführt hast, setzte dich an das Klavier und mache das Ganze einmal dort. Hier wirst du feststellen, dass es schwieriger ist auf der starren Tischplatte zu üben, als auf der Tastatur selbst.
Mit der Kraft, die die Finger vorher auf die unnachgiebige Tischplatte ausgeübt haben, werden jetzt Tasten heruntergedrückt. Je höher die Geschwindigkeit der Finger ist, desto mehr Kraft wird auf die Taste ausgeübt, was zur Folge hat, dass der zu hörende Ton lauter ist. Auf diese Weise lässt sich ein Gefühl für die in der Musik so wichtige ‘Dynamik’ erlernen. Ganz einfach ausgedrückt: Mit unterschiedlichen Lautstärken arbeiten, um sein Gefühl in der Musik auszudrücken. Dazu gibt es auch einen lesenswerten Artikel von Lasse Eilers mit dem Titel “5 Tipps für mehr Gefühl beim Klavier spielen“, der genau auf diese Thematik eingeht.
Diese Übung solltest du regelmäßig, pro Hand nacheinander, und später mit beiden Händen synchron auf einer Tastatur ausführen.

4. Sein Können präsentieren

Alleine ein paar ansprechende Titel aus der Klavierschule üben und Spielen ist eine feine Sache. Richtig spannend wird es erst, wenn man sein Können Anderen präsentiert. Am Anfang ist die Scheu zunächst groß, vor Zuhörern zu spielen. Sobald diese Idee im Raum steht, rast der Herzschlag automatisch in die Höhe und man möchte sich gerne aus dieser Situation herauswinden.
Vor Anderen spielen
Hier sollte man aber seine Ängste überwinden und sein Erlerntes zunächst nur einer Person zeigen, die einem nahe steht. Dieses Vorspielen schult ungemein, denn man merkt hier selbst sofort, ob man richtig oder nur oberflächlich geübt hat. Dass Fehler passieren können, liegt in der Natur der Sache, denn Vorspielen ist immer mit ein bisschen “Lampenfieber” verbunden. Das aber kann man trainieren, indem man es sich zur Regel macht, neu Erlerntes in bestimmten Zeitintervallen der Familie, Freunden oder auch fremden Personen vorzutragen. Das stärkt das eigene Selbstbewusstsein, und nach und nach verschwindet auch die Angst vor Zuhörern zu spielen. Das wiederum wirkt sich übrigens auch positiv auf das eigene Übungsverhalten aus. Denn wenn man mit seinem Können glänzen möchte, bereitet man sich mit dem nötigen Ehrgeiz vor. Der Erfolg zahlt sich aus. Das solltest du unbedingt einmal ausprobieren.

Spannend wird Klavierspielen erst, wenn man sein Können Anderen präsentiert. (Foto: Michael Geisel)
Spannend wird Klavierspielen erst, wenn man sein Können Anderen präsentiert. (Foto: Michael Geisel)

5. Welches Instrument ist das Richtige?

Am Anfang steht oft die Frage im Raum: “Auf welchem Instrument soll ich lernen?” Sind das akustische Klavier, ein Digitalpiano oder ein Keyboard die richtige Wahl? Diese Frage beantwortet zunächst und in erster Instanz das Portemonnaie sowie die eigene Ambition. Es ist nie verkehrt sich ein akustisches Klavier anzuschaffen, jedoch sind hierfür in der Anschaffung gleich höhere Summen zu begleichen. Auch muss das Instrument regelmäßig gestimmt werden, was auf das Jahr gerechnet zusätzliche Ausgaben sind, an die man denken muss. Dann sollte man für das Instrument einen trockenen, möglichst gleichbleibend temperierten Raum haben, denn ansonsten kommt der Klavierstimmer öfter, als einem lieb ist.

Akustisches Klavier …
Das akustische Klavier bietet die hochgeschätzten Eigenschaften einer mechanischen Klangerzeugung nebst der gewichteten Tastatur. Damit kann man nur leise spielen, wenn man das dynamische Spielen gelernt hat. Mal eben einen Kopfhörer anschließen, um den Nachbarn nicht zu stören, ist nicht möglich.

Fotostrecke: 2 Bilder Das klassische akustische Piano in hoher Bauform von vorne … (Foto: Michael Geisel)
Fotostrecke

… oder Digitalpiano?
Das wiederum funktioniert bei modernen Digitalpianos, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, so zu klingen wie ein gutes Klavier oder ein Flügel. Und sie fühlen sich auch seitens der Tastatur so an, denn bei höherwertigen Digitalpianos werden exzellente Tastaturen verbaut. Zusätzlich bieten Digitalpianos aber oft auch ergänzenden Klänge, die man durch Knopfdruck abrufen und dynamisch spielen kann. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Digitalpianos ist: Sie müssen nie gestimmt werden, wiegen weit weniger als ein akustisches Klavier, können leicht in jedem Raum platziert werden und lassen sich in ihrer Lautstärke regeln.
Wer sich in Richtung Digitalpiano orientieren möchte kann sich durch den Artikel Kaufberater Digitalpianos: Tipps und Hilfe die Vorzüge eines digitalen Pianos erläutern lassen und durch den Test-Marathon Digitalpianos eine eigene Übersicht mithilfe aktueller Digitalpiano-Tests verschaffen.

Moderne Digitalpianos bieten viel. Neben authentischem Klangverhalten verfügen sie über hochwertige Tastaturen, die ein Spielerlebnis, wie auf einem akustischen Klavier vermitteln, und sind in vielen ansprechenden Designs sowie Farbgebungen erhältlich. (Foto: Michael Geisel)
Moderne Digitalpianos bieten viel. Neben authentischem Klangverhalten verfügen sie über hochwertige Tastaturen, die ein Spielerlebnis, wie auf einem akustischen Klavier vermitteln, und sind in vielen ansprechenden Designs sowie Farbgebungen erhältlich. (Foto: Michael Geisel)

Ein Keyboard (mit Begleitautomatik), als Alternative zu einem Klavier oder einem Digitalpiano zu sehen, ist in Bezug auf die gestellte Thematik, der falsche Ansatz. Das Keyboard ist zum einen völlig anders konzipiert als ein Klavier oder ein Digitalpiano und bietet oft nicht die richtigen und obendrein wichtigen Voraussetzungen, um das Klavierspiel zu erlernen. Das beginnt einerseits beim zu geringen Tastaturumfang (Klavier und Digitalpiano= 88 Tasten / Keyboard= 61 oder 76 Tasten), andererseits ist die Klaviatur des Keyboards oft kaum gewichtet, was dem Anfänger nicht das Gefühl vermittelt auf einem echten Piano zu spielen. Zu guter Letzt sind Keyboards eigentlich auch für ein komplett anderes Einsatzgebiet geschaffen.

Wie klingen moderne Digitalpianos?

Um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, wie moderne Digitalpianos klingen, habe ich Klangbeispiele einiger Hersteller aus unseren Digitalpiano-Tests, im Rahmen des Test-Marathon Digitalpianos, zusammengestellt und zum direkten Anhören bereitgestellt.
Das ist allerdings nur ein winziger Ausschnitt des großen Angebots an Digitalpianos und hegt keinen Anspruch auf Vollständigkeit des Marktangebots, oder Aktualität des präsentierten Produkts.
Durch klicken auf den Produktnamen gelangt ihr zum Testbericht des gerade ausgewählten Digitalpianos.

Audio Samples
0:00
Yamaha Digitalpiano
Yamaha P-515 Test
Produktseite auf thomann.de
Audio Samples
0:00
Korg Digitalpiano
Korg G1 Air Test
Produktseite auf thomann.de
Audio Samples
0:00
Thomann Digitalpiano
Thomann DP-95 Test
Produktseite auf thomann.de
Audio Samples
0:00
Roland Digitalpiano
Roland FP-60 Test
Produktseite auf thomann.de
Audio Samples
0:00
Casio Digitalpiano
Casio AP-470 Celviano Test
Produktseite auf thomann.de
Audio Samples
0:00
Dexibell Digitalpiano
Dexibell Vivo S7 Pro Test
Produktseite auf thomann.de
Audio Samples
0:00
Kawai Digitalpiano
Kawai CA 99 und CA 79 Test Preview
Produktseite auf thomann.de

Schlusswort

Seit Erscheinen der ersten Digitalpianos in den 1980er Jahren bis heute hat sich in puncto Technologien einiges getan. Diese genau beobachtend und gerade vor dem Hintergrund einen wirklichen Ersatz für das echte Klavier zu erhalten, hat auch die Industrie keine Mühen gescheut, sich in dieser Sparte bis zum heutigen Tag richtig auszuleben. Das gesagt, würde ich persönlich heutzutage einem wirklich guten Digitalpiano einem realen Klavier den Vorzug geben, falls Platz in den eigenen vier Wänden und der Kontostand eine Rolle spielen. Dessen Flexibilität, die Umsetzung des Klangverhaltens und die mögliche Lautstärkeregelung bieten bislang keine optimalere Lösung.
Dieser Artikel kann ein Ansporn sein, den Einen oder Anderen dazu zu bewegen, über seine eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten nachzudenken. Ob Anfänger oder Neueinsteiger, das Erlernen dieser Instrumente, oder das Auffrischen verloren geglaubter Fertigkeiten, wird im Laufe der Zeit mit Erfolg belohnt.
Probiere es einmal aus. Viel Erfolg!

Weitere Folgen dieser Serie:

Hot or Not
?
Feature: 5 Tipps zum entspannten Klavierspielen - und Lernen (Foto: Shutterstock / Maxim Blinkov)

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Michael Geisel

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht

Die besten Apps um Klavierspielen zu lernen

Keyboard / Feature

Klavierspielen lernen ohne Lehrer? Wir haben für dich die besten Apps und Online-Plattformen zum Lernen des Klavierspiels herausgesucht.

Die besten Apps um Klavierspielen zu lernen Artikelbild

Moderne Entwicklungen und technische Errungenschaften machen auch nicht vor dem Bereich des Instrumentalunterrichts halt. Und wo man selbst noch vor ein paar Jahren fest davon überzeugt war, dass eine Maschine, oder ein Computer niemals einen Lehrer aus Fleisch und Blut ersetzen könnte, gibt es inzwischen bereits ein recht großes Angebot an digitalen Lehrern in Form Apps und Online-Plattformen, die ihr Wissen vermitteln.

Dynamisch Klavierspielen lernen

Keyboard / Workshop

Dynamik beim Klavierspielen ist ein wichtiges Element um Musik lebendig werden zu lassen. Was man darunter versteht und wie man dynamisch spielen lernt, das erklärt unser Workshop.

Dynamisch Klavierspielen lernen Artikelbild

Wenn man Musik hört kann man feststellen, dass sich die Lautstärken der involvierten Instrumente an bestimmten Stellen innerhalb des laufenden Stücks verändern. So werden einzelne Passagen innerhalb des Stücks recht leise, andere wiederum sehr laut gespielt.  Weitere andere Teile befinden sich in einer mittleren Lautstärke, die sich aber jederzeit ändern kann. Gerade im Bereich der Filmmusik werden starke Lautstärkesprünge auch szenisch eingesetzt, um große Spannung zu erzeugen. Variierende Lautstärken innerhalb der Musik sind also wichtig, um Stimmungen zu erzeugen. Dabei spricht man von Dynamik, dem Stimmungsgenerator in der Musik, und um dieses Thema geht es in unserem Workshop.

Besser Klavierspielen mit Fingersatz

Keyboard / Workshop

Beim Klavierspielen unterstützt der richtige Fingersatz ein fließendes Spiel, selbst bei komplizierten Stücken. Was Fingersatz bedeutet, wie man lernt, ihn zu schreiben und einzusetzen, erklären wir in unserem Workshop.

Besser Klavierspielen mit Fingersatz Artikelbild

Besser Klavierspielen mit Fingersatz heißt die Devise. Der Fingersatz unterstützt ein fließendes Klavierspiel bei allen Stücken. Was Fingersatz bedeutet, wie man ihn schreiben und einsetzt, erklären wir in unserem Workshop.

Casio CT-S1, CT-S400 und LK-450: Neue Keyboards zum Lernen und Spaß haben

Keyboard / News

Casio veröffentlicht mit den Modellen CT-S1, CT-S400 und LK-450 drei neue Keyboards, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten den Spaß am Spielen sowie das Lernen des Keyboardspiels fördern möchten.

Casio CT-S1, CT-S400 und LK-450: Neue Keyboards zum Lernen und Spaß haben Artikelbild

Casio veröffentlicht mit den Modellen CT-S1, CT-S400 und LK-450 drei neue Keyboards, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten den Spaß am Spielen sowie das Lernen des Keyboardspiels fördern möchten.

Bonedo YouTube
  • Roland T-8 Sound Demo (no talking)
  • Knobula Kickain Sound Demo (no talking)
  • Buchla Tiptop 245t and 257t Sound Demo (no talking)