Mit dem TimeLine MX schickt Strymon sein beliebtes Delay-Flaggschiff in die nächste Generation. Das neue Multi-Delay-Pedal kombiniert überarbeitete TimeLine-Klassiker mit neuen Engines, Dual-Delay-Betrieb, Reverb und einem erweiterten Looper. Damit entwickelt sich die Neuerscheinung zu einer vielseitigen Sounddesign-Workstation, die nicht nur für Gitarristen, sondern auch für Synth-User und Studio-Nerds interessant sein dürfte.

Das Delay-Flaggschiff bekommt ein großes Update
Die Ur-Version des Strymon TimeLine zählt seit ihrem Release im Jahr 2011 zu den modernen Klassikern und Platzhirschen unter den Delay-Pedalen. Mit dem neuen TimeLine MX legt der kalifornische Hersteller nun ein umfangreiches Update vor, das neben der hohen Rechenleistung des Tri-Core-ARM-Prozessors mit 800 MHz auch neue Algorithmen und erweiterte Routing-Optionen mitbringt. Im Zentrum stehen erneut zwölf Effekt-Engines, darunter jedoch neue Varianten wie Oil Can, Spectral, Drum, MultiTap und Reverb.
Zwei Effekte gleichzeitig: Delay, Reverb oder beides
Eine der spannendsten Neuerungen des TimeLine MX ist der erweiterte Dual-Betrieb. Zwar bot bereits das ursprüngliche TimeLine eine Dual-Delay-Machine, zwei unterschiedliche Effekt-Engines waren bislang jedoch nicht gleichzeitig nutzbar. Genau hier setzt das TimeLine MX an: Zwei Engines können nun parallel, seriell oder im Split-Modus kombiniert werden – auch Delay/Reverb-Presets sind damit möglich. Zusätzlich lässt sich jede Engine im Stereobild positionieren, was vor allem für breite Ambient-Sounds interessant sein dürfte.

Neue Delay-Algorithmen: Spectral, MultiTap, Oil Can und Drum
Vier neue Delay-Algorithmen sind an Bord. Die Neuzugänge des TimeLine MX treten jedoch nicht einfach an die Stelle der bisherigen TimeLine-Klassiker, sondern ordnen das Konzept teilweise neu: Swell und Duck erscheinen nicht mehr als eigene Delay-Machines, sondern stehen nun als Funktionen für alle Delay-Engines bereit, während Trem Bestandteil der Filter-Engine ist. Mit Spectral führt Strymon einen neuen Granular-Delay-Algorithmus ein, der das Eingangssignal in Fragmente zerlegt und mit Pitch-, Reverse-, Time-Stretch- und Filter-Effekten bearbeitet. MultiTap bietet acht Taps mit Kontrolle über Pan, Level, Feedback und Filter, während Drum und Oil Can klassische Vintage-Echo-Ästhetik abdecken sollen. Beliebte TimeLine-Klassiker wie dTape, dBucket, Digital, Reverse, Ice, Lo-Fi und Filter sind weiterhin verfügbar, wurden laut Hersteller jedoch überarbeitet.
Strymon TimeLine MX: Reverb plus Delay im selben Pedal
Neu ist außerdem eine eigenständige Reverb-Engine, die das TimeLine MX deutlich über den klassischen Delay-Betrieb hinaus erweitert. Der Hall soll von kleinen Räumen bis hin zu großen Ambient-Flächen reichen und bringt zusätzlich ein vom Strymon Flint inspiriertes Tremolo auf dem Wet-Signal mit.
5-Minuten-Stereo-Looper und umfangreiche Anschlüsse
Auch der Looper hat ein umfangreiches Update erhalten: Während das ursprüngliche TimeLine im Stereo-Betrieb lediglich 30 Sekunden Aufnahmezeit bot, verfügt das TimeLine MX nun über einen 5-Minuten-Stereo-Looper. Zusätzlich gibt es einen neuen 1-Button-Looper-Modus, mit dem sich Loops spontan erstellen lassen, ohne in einen separaten Looper-Modus wechseln zu müssen. An Anschlüssen stehen Stereo-Ein- und Ausgänge, ein Stereo-FX-Loop, USB-C, MIDI In/Out, TRS-MIDI und ein Expression-Anschluss bereit. Auch Wet/Dry- und Wet/Dry/Wet-Setups sind möglich.

Strymon TimeLine MX: Preis und Verfügbarkeit
Das Strymon TimeLine MX kann beim Musikhaus Thomann bereits für 799 Euro vorbestellt werden. Die Verfügbarkeit wird derzeit mit etwa einer Woche angegeben.
Weitere Informationen unter: https://www.strymon.net
























