Peter Sonntag: Wie ein deutscher Bass-Pionier die Szene bis heute prägt

Seit Jahrzehnten zählt Peter Sonntag zu den schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Bassszene. Als Musiker, Komponist, Klangtüftler und Innovator hat er nicht nur unzählige Bühnen und Studios gesehen, sondern auch tiefe Spuren in der Entwicklung moderner Bass-Equipment-Konzepte hinterlassen. Ob als Mitbegründer der Bass-Manufaktur Esh, als kreativer Kopf hinter zahllosen Projekten oder als kompromisslos eigenständiger Künstler mit unverwechselbarer musikalischer Stimme – Peter Sonntag steht seit jeher für Neugierde, Ausdruckskraft und Hingabe zur Musik. Mit über 70 Jahren ist Peter Sonntag aktiv wie eh und je: Neue Kompositionen, Tourneen, Workshops und Bandprojekte zeigen eindrucksvoll, dass Kreativität für ihn keine Worthülse, sondern ein Lebensentwurf ist. Anlässlich mehrerer bemerkenswerter Jubiläen – darunter „50 Jahre Bühne“, „30 Jahre Final Virus“ und das 40-jährige Bestehen von Esh – trafen sich Thomas Meinlschmidt mit Peter Sonntag zum ausführlichen Gespräch.

Peter Sonntag Interview
Deutsches Bass-Urgestein: Peter Sonntag im Interview
(Bild: ManniG; alle Bilder zur Verfügung gestellt von Peter Sonntag)

Hallo Peter! Wie doch die Zeit vergeht! Fast zehn Jahre ist es her, dass wir das letzte Mal mit dir gesprochen haben. Seitdem ist viel passiert, du feierst dieses Jahr gleich mehrere Jubiläen, und ein ganz besonderes Instrument findet gerade seinen Weg zu dir. Beginnen wir doch gleich mal damit, warum wir uns hier in meiner fränkischen Heimat Nürnberg zum Frühstück treffen: Du bist auf der Durchreise nach Prag zum heutigen Rechte- bzw. Namensinhaber der Firma Esh. Dieser Name, zu dem du bekanntlich eine besondere Beziehung hat, wird 2026 ganze 40 Jahre alt. Erzähle uns doch noch mal ganz kurz deine Geschichte mit Esh.

Peter Sonntag: Gestatte mir, dass ich ein bisschen aushole. Neben dem täglichen Üben, Komponieren, Proben und Konzertieren habe ich mich auch in jungen Jahren schon immer für die Verbesserung meines Equipments interessiert. So war es irgendwie logisch, dass ich mich 1986 mit zweien meiner damaligen Schüler – dem Verwaltungsfachmann Dieter Erhard und dem Doktoringenieur Andreas Hövelmann – zusammensetzte, um gemeinsam die Firma Esh aus der Wiege zu heben. Während meines Musikstudiums interessierte ich mich hauptsächlich für klassische Kontrabass-Sololiteratur, da man zur damaligen Zeit weder Jazz noch das Instrument E-Bass studieren konnte. Ich lernte, dass die Musik eigentlich eine bestimmte Form der Sprache ist, mit der jede und jeder Musikschaffende versucht, seine Ideen und Gefühle nonverbal auszudrücken.

Im Laufe der Zeit erwirbt man ein Gefühl bzw. eine Vorstellung dafür, wie man selbst klingen möchte, und wie das Instrument auf unterschiedlichste Spieltechniken reagieren sollte. Meine Vorstellung war immer, dass ein Instrument im besten Falle dem Musiker die Möglichkeit geben muss, seine persönliche Ausdrucksweise zu entwickeln. Banal gesagt: Man sollte mit dem Instrument „spielen“ und nicht mit ihm „kämpfen“ müssen. Die damaligen Top-E-Bässe kamen von Firmen wie Fender, Rickenbacker, Gibson etc., die zwar alle jeweils ihre Stärken, aber eben auch einige Schwächen mitbrachten. Unser Vorsatz bei Esh war daher, Punkte wie z. B. Obertonstruktur, Ansprechverhalten etc. in unseren Bassmodellen zu verbessern und beispielsweise Deadspots komplett zu eliminieren.

So entstanden im Laufe der Zeit diverse Patente zur Verbesserung von Handling und Konstruktionsprinzipien des E-Basses. Durch die positive Resonanz, die unsere Instrumente bei Musikern, der Fachpresse, sowie internationalen Messen und Workshops hervorriefen – Dirk Groll schrieb zum Beispiel 1988 in „Gitarre & Bass“: „Wir haben die Spitzenklasse des modernen Bässebaus im eigenen Land“ – wuchs die Firma allerdings so schnell, dass ich für meine Haupt-Leidenschaft, das Musizieren, immer weniger Zeit hatte.

Peter Sonntag Bass
Deutsche Bassbau-Geschichte: Explosionsgrafik (ja, das Wort gibt es wirklich!) des von Peter Sonntag ersonnenen und patentierten Bassmodells aus dem Jahr 1986. Peters neues Signature-Modell von Esh basiert nach wie vor auf den Ideen von damals.

1992 wurde ich für die Band Depp Jones, einem Sideproject von „Die Ärzte“, als Bassist für die Produktion „at 2012 A.D.“ verpflichtet. Das war für mich der Anlass, mich aus dem Instrumentenbau zurückzuziehen und meine musikalischen Karriere wieder verstärkt aufzunehmen.

Nach der NAMM Show im Jahr 1992 habe ich schließlich meine Esh-Anteile verkauft. Auf dieser Musikmesse hatte ich übrigens die große Ehre, vier Tage lang mit dem leider Anfang April verstorbenen Drummer James Gadson (Jackson 5, Marvin Gaye, Diana Ross, Quincy Jones, B. B. King, Beck …), meine Musik zu performen. Davon habe ich übrigens noch ein schönes Video-Souvenir – den Link lasse ich dir die Tage mal zukommen!

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Zum 40-jährigen Jubiläum hat dieser Tage nun ein ganz besonderes Instrument das Licht der Welt erblickt, welches gewissermaßen den Bogen ganz zurück zum Anfang schlägt. Was ist das Besondere an diesem Bassmodell?

Peter Sonntag: Ich hatte ja das große Glück, seit 1984 bis zum Ende der Ära der legendären „Musikmesse Frankfurt“ ununterbrochen dabei sein zu dürfen. Anfänglich für Warwick, dann Hoyer, ab 1986 für Esh, und später u. a. für EBS aus Schweden.

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Die Zusammenarbeit mit dem damaligen deutschen EBS-Vertrieb unter Leitung von Sibi Siebert führte sich auf dem „Guitar Summit“ in Mannheim fort. Hier lernte ich den derzeitigen Rechte- und Namensinhaber der Firma Esh kennen, Petr Vykydal.

Petr fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, Esh abermals zu repräsentieren. So entwickelte sich dann die Idee einer Sonderserie des „Peter Sonntag Signature“-Basses zum 40 jährigen Esh-Jubiläum. Vorbild für diesen Bass ist der vom Instrumentenbauer Walter Krahl nach meinen patentierten Ideen und Vorgaben damals noch für die Firma Hoyer gefertigte Prototyp. Später ging dieser Bass unter dem Namen „Serious“ bei der Esh in Produktion.

Peter Sonntag Interview Esh Basses
Zwei Bässe aus dem ersten Esh-Katalog – Peter Sonntags Einfluss auf diese Instrumente war immens. Rechts ist Peters Serious abgebildet.

Das neue Signature-Modell besitzt eine schier unglaublich schnelle Ansprache, extreme Dynamik und Klangvielfalt – es inspiriert mich täglich! Darüber hinaus war es, wie du dir vorstellen kannst, natürlich ein unglaublich emotionaler Moment, als ich den Bass zum ersten Mal in den Händen hielt. Ich bin extrem glücklich über diese Entwicklung!

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Seit unserem letzten Gespräch haben sich aber noch einige weitere Jubiläen bei dir angehäuft, darunter „50 Jahre Bühne“, „50 Recordings unter eigenen Namen“ sowie „30 Jahre Final Virus“ – deiner Band, die du sehr erfolgreich betreibst. Dazu erst einmal herzlichen Glückwunsch! Über viele Stationen deiner Karriere haben wir ja bereits in unserem ersten Interview gesprochen. Was bedeuten dir diese Zahlen?

Peter Sonntag: Rückblickend hätte ich mir nie vorstellen können, so lange aktiv als Komponist und Musiker tätig sein zu können. Die Zahlen bedeuten mir im Grunde genommen gar nichts. Viel wichtiger finde ich, dass ich in dieser langen Zeit extrem viele tolle Menschen, Musikerinnen und Musiker, Länder, Kulturen, Mentalitäten und Musikstile kennenlernen durfte. Eigentlich ist es ein bis heute andauerndes Abenteuer. Jede einzelne Tournee, LP, CD, DVD oder jetzt die „Final Virus“-Doku sind Stationen in meinem Leben, die mich schlussendlich als Mensch geformt haben.

Natürlich kann ich heute keine 100-Meter-Sprints mehr hinlegen, aber mein Kopf und meine Finger sind zum Glück topfit, die Kreativität hat mich nie verlassen, und tatsächlich gehe ich immer noch abends mit musikalischen Gedanken ins Bett und stehe morgens mit und zu Musik auf.

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Ha, die aktuelle Bundesregierung wäre fraglos begeistert von dir, denn mit 71 Jahren bist du aktiv wie eh und je und denkst nicht daran, in Rente zu gehen. Welche Projekte verfolgst du derzeit? Was ist bei dir gerade in der Pipeline, auf das wir uns freuen dürfen?

Peter Sonntag: Die zwei wichtigsten Projekte sind die Arbeit an unserer neuen Katharsis Doppel-LP und die Fertigstellung der Dokumentation über unsere Band Final Virus mit dem Filmemacher Uli Stühlen. Die Doppel-LP ist insofern immens wichtig für uns, als dass sie u. a. die Verarbeitung der Corona-Pandemie-Zeit bedeutet. Diese extreme Grenzsituation hat in unser Band zu einer Kreativitäts-Explosion geführt. Dadurch entstand eine Vielfalt von Kompositionen und Klangfarben, die es immer noch zu ordnen gilt, um sie in ein logisches musikalisches Konzept zu bringen.

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Im Rahmen der Veröffentlichung des Anniversary-Basses von Esh sind zudem Clinics und eine Workshoptour in Planung. Auch findet in diesem Jahr wieder das von Ralf Fiebelkorn organisierte NMA-Bandcamp im „Schloss Engers“ mit uns als Dozenten statt. Und: Ein weiteres außergewöhnliches und interessantes Projekt ist die Uraufführung der Komposition „Asphalt Musik Drei“ des zeitgenössischen Komponisten Norbert Walter Peters für Tanz, präparierten E-Bass und E-Gitarre. 

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Auf deine Zeit bei Esh sind wir ja bereits eingegangen. Welches Bass-Equipment geht noch auf dein Mitwirken zurück? Immerhin nutzen viele unserer Leserinnen und Leser möglicherweise Equipment, von dem sie gar nicht wissen, dass es ursprünglich auf dich zurückgeht.

Peter Sonntag: Ja, offensichtlich entsprach es meinem Spieltrieb, mein Instrumente und Verstärker immer gerne auseinanderzuschrauben, um zu erforschen, wie sie „unter der Haube“ aussehen.

Vor meinem Musikstudium habe ich ja auch eine Lehre als Fernmeldetechniker absolviert, in der Elektromechanik, Elektronik, Elektrik, sowie Röhren- und Spulentechnik eine wichtige Rolle spielten. Funfact: Viele der bis heute bekanntesten Kompressions-Schaltungen haben sich aus der Fernmeldetechnik entwickelt. Dieses Wissen war für mich ungemein hilfreich, als wir mit Esh neben Bassmodellen noch weiteres Equipment entwickelten. So beispielsweise den Bass-Preamp “Esh-Tronic”, der in unseren Bässen verbaut wurde.

Fotostrecke: 3 Bilder Skizze der Esh-Tronic, einer umfangreichen Aktivelektronik für Bass.

Für die deutsche Company Hughes & Kettner habe ich zusammen mit unserem Techniker den Bassmaster gebaut – einen Röhren-Preamp, der als Besonderheit einen Klangbalance-Regler hatte.

Ebenfalls für H&K entwarf ich eine 2×12-Bassbox mit Tweeter, die einen asymmetrischen Innenaufbau hatte, und für die Firma Vester entwickelte ich zusammen mit Christof Kost eine Edelbass-Linie. Der Saitenhersteller Magma konstruierte etliche Bass-Saitensätze nach meinen Wünschen – ebenso wie die Firma Pyramid zu Esh-Zeiten verschiedene Saitensets nach meinen Vorgaben für unsere Bässe herstellte.

Peter Sonntag Esh Basses
40 Jahre liegen zwischen diesen beiden Bildern – geblieben ist Peters Liebe zum E-Bass. Links seht ihr Peters neu aufgelegtes Signature-Modell von Esh.

Ein Thema, das uns alle bewegt, ist das derzeitige Aufkommen von künstlicher Intelligenz (KI). Die Palette der Meinungen reicht von „Fluch“ über „Segen“ bis hin zu „Bedrohung der Spezies Musiker“. Wie stehst du zu KI in Musik? Nutzt du KI als Werkzeug in irgendeiner Weise zum Üben, Komponieren, etc.?

Peter Sonntag: Sorgen macht mir die Umfrage des Deutschen Musikrates, nach der jetzt schon eine erschreckend hohe Anzahl von Komponisten mit KI komponieren. Diese Vorstellung ist für mich äußerst seltsam. Ich hatte das große Glück, dass mich während meines Musikstudiums großartige Lehrer wie Prof. Albert als Basslehrer und Prof. Meyer-Tormin als Kompositionslehrer mit modernen Kompositions- und Spieltechniken vertraut machten. Aus diesem Fundus schöpfe ich bis heute!

Meine Kreativität ist immer noch groß genug, um beim Komponieren nicht auf KI zurückgreifen zu müssen. Ich stelle mir aber zum Beispiel auch nie die Frage, wie ein Song angelegt werden muss, damit er ein Hit wird. Ich möchte lediglich meine Wahrnehmung und Gefühle musikalisch ausdrücken. Ein Vorteil, den ich aber zweifellos sehe, ist, dass KI als technisches Hilfsmittel bei der Musikproduktion vor allen Dingen beim Einsparen von Zeit hilfreich sein kann. Diese Zeit man dann wieder zum Üben nutzen. Und die neueste Generation von Plug-Ins ist schon absolut bemerkenswert!

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Wir alle werden ja auf unterschiedliche Art musikalisch sozialisiert: Elternhaus, Freunde, lokale Szene, etc. – das alles hat großen Einfluss auf unsere spätere musikalische Persönlichkeit. Du selbst bist ein Musiker mit einer ganz eigenen Stimme am Instrument. Hast du Tipps für unsere Leserinnen und Leser, diese individuelle musikalische Persönlichkeit, also die eigene musikalische Stimme, weiterzuentwickeln beziehungsweise zu schärfen?

Peter Sonntag: Du hast vollkommen Recht mit der Feststellung, dass die musikalische Sozialisation ein recht komplexes Ding ist. Deswegen fällt es mir auch schwer, einen Tipp „von der Stange“ zu geben. Trotzdem: Das manuelle Üben ist durch nichts zu ersetzen! Da wir Bassisten in der Musik ständig mit drei musikalischen Ebenen korrespondieren (Harmonie, Melodie, Rhythmus) ist es sinnvoll, sich auch mit den einzelnen Disziplinen speziell auseinanderzusetzen. Zusätzlich halte ich es für enorm vorteilhaft, gut Noten lesen zu können und nicht nur von Tabulaturen abhängig zu sein.

Im Laufe der Jahre hat sich das Üben musikalischer Elemente für mich stark gewandelt. Anfänglich standen die Verbesserung der handwerklichen Technik, Artikulation, Phrasierung und theoretische Grundlagen im Vordergrund, um meine persönliche Klang- und Kompositionsästhetik zu entwickeln. Mittlerweile hat mein tägliches Üben eine ganz besondere Qualität bekommen: Es ist eine Art Spiegel, in dem ich mich als Musiker und Mensch reflektiere.

Neben der Arbeit an der Musik ist für mich eine der größten Antriebsfedern die Reflektion der gesellschaftlichen und politischen Situation. Die bei mir dadurch entstehenden Emotionen fließen direkt als Energie in die Musik ein. Auch wenn es schon häufig gesagt wurde und vielleicht etwas platt klingt: Letztendlich gibt es für mich nur gute oder schlechte Musik, völlig unabhängig vom Genre. Neugierig bleiben und sich mit allen möglichen Musikstilen auseinanderzusetzen, hilft und erweitert den Horizont.

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Ein thematischer Schwerpunkt bei Bonedo ist ja „Equipment“. Wie sieht dein aktuelles Live-Setup aus? Benutzt du noch Verstärker und Boxen oder setzt du auch auf In-Ear-Monitoring? Was steht heute bei dir auf der Bühne?

Peter Sonntag: Ich spiele schon seit vielen Jahren live EBS-Equipment – je nach Größe der Bühne mit unterschiedlichen Boxen. Mein bevorzugter Verstärker ist der Reidmar 502, der jede kleinste Nuance in Phrasierung und Artikulation explosiv wiedergibt. Es ist tatsächlich der „schnellste“ Amp, den ich je gespielt habe. Als ich den Prototypen vom Entwickler Mats Kristoffersson bekam, war mein erster Gedanke: „Dieses Teil ist ein Jahrhundertwurf“.

Eine außergewöhnlich gute Bassbox ist übrigens auch die TiefTöner-Box von Frank Behrend. Hier ist die Besonderheit ein nach oben abstrahlender Speaker, der besonders auf kleinen Bühnen hilfreich ist, wo keine umfangreiche Monitoranlage zur Verfügung steht.

Peter Sonntag Mats Kristoffersson
Peter (rechts) mit EBS-Entwickler Mats Kristoffersson auf der seligen Frankfurter Musikesse

Außerdem benutze ich die EBS-Pedale MultiComp, UniChorus, OctaBass, BassIQ sowie auf großen Bühnen den MicroBass 3, um mein Basssignal zu splitten. Darüber hinaus liebe ich gelegentlich alle möglichen verrückten Effektpedale, wie den C4 Synth von Source Audio, den Moogerfooger Low-Pass-Filter oder das Electro Harmonix Orgelpedal B9.

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Und wie sieht es im Studio aus? Hast du eine bevorzugte Signalkette beziehungsweise bevorzugtes Equipment, um deinen Bass aufzunehmen?

Peter Sonntag: Im Studio ist die legendäre Avalon DI-Box meine erste Wahl. Im Moment werden die aktuellen Plug-Ins ja immer besser, so dass ich hier nach wie vor auch abhängig von der Komposition gerne herumexperimentiere.

Lieber Peter, vielen Dank für deine Zeit! Es war uns wie immer eine Freude, mit dir zu reden. Viel Spaß mit deinem neuen Esh-Bass und alles Gute für die Zukunft – bleib bitte noch lange so gesund und kreativ wie jetzt!

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