Kayrock Ultramaster KR-106 Test

Mit dem Behringer JN-80vor der Tür wächst die Vorfreude auf die typischen Juno 60-Synth-Sounds und andere Klassiker aus der Serie. Da kommt ein Freebie als Ersatzbefriedigung natürlich gerade recht. Mal schauen, ob Kayrock Ultramaster KR-106 nur als Übergangslösung taugt, oder vielleicht sogar mehr ist.

Kayrock Ultramaster KR-106 Plugin Test Bedienoberfläche
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • Frischer Klangansatz, keine direkte Emulation
  • Umschaltbares Filter
  • Gute Presets
  • Oszilloskop
Contra
  • kein Contra

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DETAILS & PRAXIS

Verfügbar für alle Systeme

Den Synthesizer bekommst du direkt auf der Produktseite über unkomplizierte One-Click-Links. Das Plugin unterstützt Windows 10+, Linux ab Ubuntu 20.04, Raspberry Pi sowie macOS 10.15+ mit Intel- und Apple-Prozessoren. Den Ultramaster KR-106 gibt es in den Formaten VST3, AU, CLAP und LV2. Außerdem findet ihr auf der Kayrock-Webseite das ausführliche Online-Handbuch und den Source Code.

Synthesizer-Cocktail mehrerer legendärer Instrumente

Klanglich orientiert sich der Freeware-Synthesizer Kayrock Ultramaster KR-106 wohl gleich an mehreren Polysynths aus der Juno-Reihe – und ist damit keine explizite Emulation eines bestimmten Instruments. Allein optisch ist die Verwandtschaft zum Juno-6 allerdings offensichtlich. So oder so handelt es sich um ein Plugin im 106-Style. 

Besonders die Optik des KR-106 deutet auf eine Verwandtschaft zum Juno-6 hin.
Ultramaster KR 106 ist ein Synthesizer-Cocktail aus mehreren Instrumenten der legendären Juno-Reihe.

Ultramaster KR-106 basiert auf sechsstimmiger Polyphonie mit einem DCO und anschließendem High-Pass-Filter. Hieran sind die unterschiedlichen Einflüsse des Plugins gut zu erkennen, denn das Filter gibt es in den beiden Versionen 1982 (Juno-6/60) und 1984 (106). Nach dem Amp-Modul und einer Hüllkurve folgt ein LFO mit Rate, Delay und zwei Modi. 

Der Arpeggiator wurde ebenfalls vom Juno-6 übernommen, sodass natürlich auch das berühmte zweistufige Chorus-Modul nicht fehlen darf. Des Weiteren gibt es mit Mono, Poly I und Poly II drei Key-Modes. Die 128 integrierten Presets wurden laut Programmierer aus den originalen Sysex-Daten decodiert. Das durchaus praktische Oszilloskop erweitert die Möglichkeiten des Plugins gegenüber den Originalen.                            

Ist der Klang zum Verwechseln ähnlich?

Der Ultramaster KR-106 klingt zwar durchaus nach Juno, er zielt jedoch nicht darauf ab, die Originale zu kopieren. Stattdessen verfährt der KR-106 eher nach dem Motto „inspired by“. Nichtsdestotrotz lassen sich mit dem Freeware-Plugin vibende Sounds basteln. 

Das Preset „Brass“ habe ich zwar ein wenig mit Hall veredelt, doch es passt immer noch in den Juno-Klangkosmos. „High Strings“ und „Piccolo Trumpet“ gehen soundtechnisch in die gleiche Richtung und erinnern ebenfalls an die legendären Synths. Selbst „Helicopter“ und „Clock Chimes“ ähneln den elektronischen Stilikonen.                 

Audio Samples
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01 Brass 02 High Strings 03 Piccolo Trumpet 04 Helicopter 05 Clock Chimes 06 Synth Tonal Solstice

FAZIT: Kayrock Ultramaster KR-106 Test

Eine direkte und klanglich akkurate Emulation der legendären Originale stellt Kayrock Ultramaster KR-106 offensichtlich nicht dar. Das hat der Hersteller allerdings auch nie versprochen. Juno-Vibe, mit dem man durchaus arbeiten kann, gibt es hier trotzdem satt. Kayrock kündigt auf seiner Webseite außerdem Verbesserungen an. Es bleibt also abzuwarten, wie sich das Plugin in künftig noch verändern wird. Aktuell verspricht Ultramaster KR-106 zumindest ein gut klingender Zeitvertreib bis zum Release von Behringers Hardware-Clon zu sein.  

Features

  • Digital Controlled Oscillator
  • High-Pass-Filter mit zwei Modi
  • Arpeggiator und LFO mit Host-Sync
  • Amp-Modul und Hüllkurve
  • Oszilloskop
  • MIDI-Learn
  • 128 Factory Presets
  • In Stufen skalierbares Interface
  • Für Windows, Linux und macOS 
  • Erhältliche Formate: VST3, AU, LV2 und CLAP
  • PERISE: Kayrock Ultramaster KR-106 ist kostenlos
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