Warwick Rockboard Power LT XL Test

Praxis

Es hat ja wirklich unumstößliche Vorteile, bei der Stromversorgung von Pedalen auf einen Akku zu setzen. Man ist mit der mobilen Versorgung völlig unabhängig von Steckdosen und (damit verbunden) langen Kabelwegen, nervige Nebengeräusche durch Netzstrom haben kein Chance, und man muss sich auch nicht ständig um das Nachladen von “schon wieder” leeren 9V-Batterien kümmern. Und gerade z.B. Straßenmusiker oder Walk-Act-Musiker werden dieses nützliche Tool verständlicherweise besonders dankbar zur Kenntnis nehmen!

Nie mehr on stage Steckdosen suchen oder sich über lange Kabelwege ärgern - klingt eigentlich zu schön, um wahr zu sein, oder?
Nie mehr on stage Steckdosen suchen oder sich über lange Kabelwege ärgern – klingt eigentlich zu schön, um wahr zu sein, oder?

Ich selbst verwende für die meisten Gigs ein kleines Pedalboard mit nur vier Pedalen, die insgesamt 315mA Strom saugen. Diese sollten demzufolge mühelos mit dem Power LT XL zu versorgen sein. In der Praxis hat das auch problemlos funktioniert und der Warwick-“Stromlieferant” hat bei mehreren Testdurchgängen, bei denen ich die Pedale (wie beim Gig üblich) mehrfach ein- und ausgeschaltet habe, durchschnittlich acht Stunden durchgehalten. Die Angabe in der Bedienungsanleitung von bis zu 50 Betriebstunden ist folglich eher etwas optimistisch und nur mit sehr sparsamen oder wenigen Pedalen zu erreichen. Dennoch finde ich die Leistung des Rockboard Akkus völlig Ordnung, denn ich könnte mit meinem perösnlichen Setup locker zwei längere Shows oder diverse Proben bestreiten, ohne auch nur einmal nachzuladen.

Mit einem Druck auf den Prüftaster kann man außerdem jederzeit die Kapazität des Akkus prüfen. Falls der Strom doch einmal ernsthaft knapp wird, hängt man das Rockboard Power LT XL einfach via Netzgerät an die nächste Steckdose. Während des Ladevorganges muss man übrigens keineswegs auf den Effektspaß verzichten, denn der Akku wird selbst bei “voller Fahrt” aufgeladen!
Nach einer kompletten Entladung hing das Warwick Rockboard Power LT XL bei mir etwas über acht Stunden an der Steckdose, bis es wieder voll aufgeladen war – die Bedienungsanleitung spricht allerdings nur von sieben Stunden, und im laufenden Betrieb wird es verständlicherweise entsprechend noch etwas länger dauern, bis der Akku wieder seinen vollen Ladestatus erreicht hat.

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Magman sagt:

#1 - 09.03.2016 um 19:06 Uhr

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Rainer wie sieht das in der Praxis aus, reicht es wenn alle Pedale ausgeschaltet sind, oder muss man wirklich die Kabel ziehen? Dann wäre das zumindest für mich nicht praxistauglich! Ich überlege, mir diesen kleinen Akku zu kaufen um ihn "unter" dem kleinen HB SpaceShip 50C zu montieren. Ansonsten kommt meine Pedal Juice aufs Board ;)

    Profilbild von Andre Noack

    Andre Noack sagt:

    #1.1 - 20.03.2016 um 14:31 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    du musst wirklich die Kabel abziehen. Aus dem Grund und weil es hochfrequente Störgeräusche mit meinem Boost und Overdrive machte war es leider völlig untauglich für mich.

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