Anzeige
ANZEIGE

4 Tipps zum Thema Tom-Felle

Sicherlich, die Snaredrum ist das Herzstücks des Drumsets, sie definiert den Sound des Schlagzeug und sorgt für den Puls, nach dem sich alle richten. Aber wie steht es um die Toms, die oft noch nicht einmal gesondert mikrofoniert werden? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Toms sollten beim Draufhauen genauso viel Spaß machen wie die anderen Instrumente des Drumsets. Ihr Klang sollte dazu inspirieren, sich interessante Grooves und Fills zu überlegen und natürlich auch zu üben. Das richtige Tuning ist dabei selbstverständlich wichtig, der Auswahl der Tom-Felle kommt allerdings eine fast ebenso große Bedeutung zu.

4 Tipps zum Thema Tom-Felle

Anders als es bei bei den meisten Snare- und Bassdrumsounds üblich ist, klingen Toms nämlich normalerweise länger aus. Man möchte von ihnen einen „Ton“ hören, und während eine leichte Dämpfung zum Ausbügeln kleiner Stimmfehler auf der Snare kaum ins Gewicht fällt, kann das Stückchen Gaffa-Tape einem Tom schonmal einen Großteil der Fülle und Power rauben.

Wie ihr Sound-Probleme eurer Toms lösen könnt, lest ihr auf den folgenden Zeilen. 

Inhalte
  1. Tipp 1: Einlagige Felle bieten die meisten Sound-Optionen
  2. Tipp 2: Dickere Felle begrenzen die Obertöne und halten länger
  3. Tipp 3: Es müssen nicht immer die gleichen Felle auf allen Toms montiert sein
  4. Tipp 4: Langweiliger Tomsound? Experimentiert mit Fellen!
  5. Fazit

Tipp 1: Einlagige Felle bieten die meisten Sound-Optionen

Was für die Snaredrum gilt, trifft auch zu, wenn es um Tom-Sounds geht: Einlagige Tom-Felle ohne Schnickschnack schwingen am längsten aus und lassen ein Maximum an Dynamik zu, weil die Folie durch nichts an der Bewegung gehindert wird. Ihr Einsatzgebiet ist damit extrem weit gefasst, Modelle wie das Remo Ambassador coated, das Evans G1 sowie das Aquarian Texture coated Fell sind daher sowohl auf den Toms von Jazzern zu finden als auch auf jenen von Extreme Metal Drummern.

Wer den Klangcharakter seiner Toms möglichst unverfälscht hören möchte, ist mit einlagigen Modellen jedenfalls am besten bedient. Ein Vorteil der dünneren Folien ist außerdem, dass Obertöne beim Stimmen besser hörbar und tonal klarer artikuliert wirken als bei dickeren, zweilagigen Fellen. Wem sie dann im Einsatz zu viel des Guten sind, der kann – je nach Geschmack – mit Dämpfung arbeiten.

Remo PP-0932-BA Ambassador Coated

Remo PP-0932-BA Ambassador Coated

Kundenbewertung:
(55)
Evans G1 Fusion 2 Set Coated

Evans G1 Fusion 2 Set Coated

Kundenbewertung:
(14)
Aquarian CC-A Drum Head Set Studio

Aquarian CC-A Drum Head Set Studio

Kundenbewertung:
(13)

Tipp 2: Dickere Felle begrenzen die Obertöne und halten länger

Obwohl mit einlagigen Tom-Fellen fast alles geht, nutzen mindestens genauso viele Drummer doppellagige Versionen auf ihren Toms. Dafür gibt es gute Gründe. Durch das erhöhte Membrangewicht schwingen die Felle etwas kürzer aus und begrenzen auf natürliche Weise die entstehenden Obertöne. Dies kann in vielen Situationen von Vorteil sein, so bevorzugen nicht nur Rockdrummer einen subjektiv bassigeren und kürzeren Ton.

Remo Emperor Tom Head
Fotostrecke: 4 Bilder Zweilagiger Klassiker: das Remo Emperor ist vor allem bei Rock Drummern ein weit verbreiteter Standard.
Fotostrecke

Typen wie das Remo Emperor, Evans G2 oder Aquarian Super 2 empfehlen sich auch im Studio- oder Live-Einsatz, also dort, wo Tontechniker viele Schallquellen zusammen mischen müssen und langes Ausklingen der Trommeln daher eher stören würde. Ein weiterer netter Nebeneffekt dickerer Tom-Felle ist ihre erhöhte Haltbarkeit. Laute Drummer, Vielspieler und Freunde schwerer Sticks können mit der Investition in haltbarere Felle mittelfristig bares Geld sparen.

Remo PP-1422-BE Emperor Clear

Remo PP-1422-BE Emperor Clear

Kundenbewertung:
(89)
Evans G2 Fusion / Rock 2 Set Coated

Evans G2 Fusion / Rock 2 Set Coated

Kundenbewertung:
(54)
Aquarian PF-A Drum Head Set Studio

Aquarian PF-A Drum Head Set Studio

Kundenbewertung:
(53)

Tipp 3: Es müssen nicht immer die gleichen Felle auf allen Toms montiert sein

Aus irgend einem Grund ist es ein gängiger Standard, alle Toms mit der gleichen Fellkombination auszustatten. Warum eigentlich? Es spricht absolut nichts dagegen, auf kleineren Trommeln beispielsweise einlagige Felle aufzuziehen, während auf größeren doppellagige oder dickere Modelle zum Einsatz kommen. Aber auch bei den Resonanzfellen kann sich ein bisschen Experimentierfreude lohnen, so lassen dünne, einlagige Resonanzfelle kleinere Toms mehr „singen“, während doppellagige oder beschichtete Modelle gerade auf Standtoms etwas kontrollierter und bassiger klingen, ohne dass sich der Attacksound verändert.

Tipp 4: Langweiliger Tomsound? Experimentiert mit Fellen!

Es gibt unendlich viele Kombinationen aus Toms und Fellen, und niemand hat schon alle gehört, geschweige denn selber ausprobiert. Wenn ihr euer Set gut kennt und euch auch beim Stimmen recht sicher fühlt, kann es sich lohnen, die eingetretenen Pfade der Fellwahl zu verlassen und auf klangliche Entdeckungsreise zu gehen.

Alle Hersteller bieten interessante Alternativen in ihrem Tomfell-Programm, welche sich eignen, bestimmte Soundvorstellungen umzusetzen, die mit den „Normalos“ nicht so ohne Weiteres umsetzbar sind. Remo Suede oder Renaissance Modelle verwenden beispielsweise andere Folienmaterialien, welche auch die Soundtextur der Trommel deutlich verändern. Bei Evans wird der Soundfreund bei den EC oder Frosted Modellen fündig, Aquarian stellt Vintage-Fans mit den Modern Vintage Typen zufrieden. 

Evans EC2S Fusion 2 Set Frosted

Evans EC2S Fusion 2 Set Frosted

Kundenbewertung:
(25)
Aquarian 14

Aquarian 14″” Modern Vintage Coated

Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Fazit

Wenn es um die Auswahl von Equipment geht, gibt euch eure eigene Art zu spielen oft schon die entscheidenden Hinweise, was am besten passen könnte. Wenn ihr beispielsweise viele schnelle Fill Ins spielt, könnte es empfehlenswert sein, einen Tomsound zu wählen, der einerseits einen klaren Attack liefert und andererseits nicht zu lange ausklingt. Das gilt besonders, wenn euer Drumset in unbehandelten, stark nachhallenden Räumen steht. Felle wie das Remo Powerstroke 3 reduzieren den Ausklang der Toms deutlich und machen ihren Ton insgesamt kompakter und besser ortbar. Das ist übrigens auch dann von Vorteil, wenn ihr euer Spiel hinsichtlich Dynamik und Präzision analysieren möchtet. Ein großer, offener Tomsound hingegen klingt immer dann am besten, wenn er Raum hat, sich zu entfalten. John Bonham’s Tomsound ist hier nur ein Beispiel, das weite Feld nicht zu schneller Rockmusik bietet euch aber insgesamt viele Möglichkeiten, den Klang eurer Toms eher länger ausklingend zu gestalten. Deutlich höher gestimmt, gilt dies natürlich auch für eine leichte, jazzige Spielweise.

Wer die gängigen Produkte ausprobiert hat und mal was Neues checken möchte, findet im Sortiment der Hersteller unzählige spezielle Tom-Felle, mit denen sich der Tomsound noch stärker in bestimmte Richtungen modellieren lässt.

Weitere interessante Inhalte:
8 Möglichkeiten für kreative Tomsounds – So holt ihr völlig unterschiedliche Sounds aus einer einzigen Trommel heraus
Drum Tuning Basics – Wir zeigen dir, wie du beim Stimmen deines Schlagzeugs vorgehen solltest
Drum Recording Basics und Tipps – So bereitest du dich und dein Drumset für die Aufnahme vor 

Hinweis: Dieser Artikel enthält *AFFILIATE LINKS:

Ein Teil des Umsatzes, der über diese Links generiert wird, wird je nach messbarem Erfolg an uns als Provision ausgezahlt. Ihr könnt die Produkte gerne woanders kaufen. Der Link dient lediglich als Vorschlag zum Anschauen der Produkte.

Hot or Not
?
Tomfelle Tipps und Kaufempfehlung

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Max Gebhardt

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
4 Tipps zum Thema Snare-Felle
Feature

In unserer „Vier Tipps“ Reihe geht es dieses mal um Snaredrum-Felle. Hier erfahrt ihr, wie ihr die richtigen Modelle für eure Soundvorstellung und Spielweise wählt.

4 Tipps zum Thema Snare-Felle Artikelbild

Immer wenn das alte Snare-Fell ausgenudelt, eingedellt oder gar gerissen ist, stellt sich die Frage, welches Modell denn dieses Mal am besten gekauft werden sollte. Einerseits klang das alte doch ganz gut, als es neu war, andererseits versprechen die Werbung und Erfahrungsberichte von Kollegen, dass das neue Superfell X der Marke Y doch exakt das sein könnte, wonach man schon lange gesucht hat. Aber was genau ist das eigentlich? Und lohnt sich der Aufpreis für den Dot und den Dämpfungsring, oder kann man mit Gaffa-Tape die gleichen Ergebnisse erzielen? Geht die Beschichtung so schnell ab wie beim letzten Fell? 

NY-Drummer Daniel Glass lädt zum Intensive Jazz Workshop ein
Drums / News

Der New Yorker Drummer Daniel Glass bringt seinen Intensive Jazz Workshop erstmals nach Europa. Der Workshop findet vom 21. bis 25. Oktober an verschiedenen Orten an der Mosel statt und wird ausgerichtet von der Schlagzeugschule Groovekiste.

NY-Drummer Daniel Glass lädt zum Intensive Jazz Workshop ein Artikelbild

Der vielfach ausgezeichnete New Yorker Jazzdrummer und Autor Daniel Glass bringt seinen Intensive Jazz Workshop in der Zeit vom 21. bis 25. Oktober 2021 erstmals nach Europa. Populär wurde Glass unter anderem durch seine regelmäßigen Auftritte im legendären „Birdland“ sowie durch seine Zusammenarbeit mit Brian Setzer, Liza Minelli, Bette Middler und vielen anderen. Glass veröffentlichte zudem zahlreiche Lehrbücher und DVDs. Der Daniel Glass European Intensive Jazz Workshop wird ausgerichtet von der Schlagzeugschule GROOVEKISTE in Osthofen im Rheinland. Glass bringt zwei Kollegen seines Trios mit und beschäftigt sich im Workshop mit den Kernelementen des Jazz: Hand Technique, The Jazz Ride Pattern, Four-Way Coordination, Comping, Shuffles, Brushwork, Push-Pull-Technique, Soloing. Ein weiteres Thema ist die Entwicklung des Jazzdrumming, und selbstverständlich wird es viele Gelegenheiten geben, das Gelernte im Zusammenspiel mit einer professionellen Rhythm Section direkt umzusetzen. Außerdem gehört ein Besuch bei MIDMILL DRUMS zum Programm. Firmeninhaber Boris Ritscher stellt seine Trommeln ausschließlich in traditioneller Fassbauweise her und gehört definitiv zu den Besten seiner Zunft.   Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch wenige Restplätze für den Workshop. Weitere Infos und Anmeldung auf Daniels Website.

Neue Serie zum 40. Jubiläum: Sabian veröffentlicht die HHX Anthology Becken
News

Der Beckenhersteller Sabian feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wurde jetzt die HHX Anthology Serie vorgestellt, an deren Entwicklung die Schlagzeugikone Jojo Mayer maßgeblich beteiligt war.

Neue Serie zum 40. Jubiläum: Sabian veröffentlicht die HHX Anthology Becken Artikelbild

In Anlehnung an die traditionellen Becken der 50er- und 60er-Jahre, die noch keine Bezeichnungen wie Crash oder Ride trugen, entwickelte die Firma Sabian zusammen mit Jojo Mayer die HHX Anthology Cymbals. Dabei handelt es sich um eine Miniserie, die aus einer 14“ Hi-Hat, einem 18“ und einem 22“ Becken mit jeweils zwei verschiedenen Kuppengrößen besteht.

6 Tipps zur Einstellung der Fußmaschine am Schlagzeug
Feature

Wie ihr euer Bassdrum-Pedal schnell passend einstellt und auf welche Dinge ihr dabei achten solltet, verraten wir euch in dieser Folge.

6 Tipps zur Einstellung der Fußmaschine am Schlagzeug Artikelbild

Die Fußmaschine richtig einstellen - Anfang des 20. Jahrhunderts hatten es Drummer vergleichsweise leicht: Die Schlagzeuge waren klein, und stimmbar waren zunächst nur Bassdrum und Snare. Die Fußpedale hatten die simple Aufgabe, einen Leder- oder Tierfellschlägel gegen das Trommelfell zu befördern. Im Winkel verstellbare Beater mit unterschiedlichen Schlagflächen, austauschbare Umlenk-Cams, Kevlarband- und Kettenantriebe oder zwischen Long- und Shortboard konvertierbare Trittplatten waren noch in weiter Ferne. Vermisst hat all diese Features damals aber vermutlich niemand, denn es gab wohl kaum das Bedürfnis, schnelle 32stel-Doppelschläge, geschweige denn Blastbeats auf den teilweise über 30 Zoll durchmessenden Basstrommeln zu spielen. Heute ist das anders, und jeder Drummer sollte wissen, wie man eine Fußmaschine schnell an die persönlichen Vorlieben anpassen kann, ohne gleich Physik studiert haben zu müssen. 

Bonedo YouTube
  • Ludwig | Universal Walnut Beech Mahogany Cherry | Wood Snares | Comparison (no talking)
  • Millenium | Rookie E-Drum Set | Sound Demo (no talking)
  • Zultan | Aja Cymbals | Sound Demo (no talking)