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Test: Ibanez MDM1000-PW – Kann der günstigste Bass der Mode-Serie überzeugen?

Mit der Mode-Serie hat Ibanez Anfang 2026 eine neue Bassreihe vorgestellt, die das klassische Jazz-Bass-Konzept mit modernen Features und zeitgemäßer Ergonomie kombinieren soll. Im ersten Test konnte der MDM1305 bereits einen sehr guten Eindruck hinterlassen und zeigte, dass die Japaner das Thema offenbar ausgesprochen ernst nehmen. Neben einer modernen Korpusform gibt es bei allen Mode-Bässen unter anderem 24 Edelstahlbünde, die neue Delta-S-Pickup-Serie, den flexiblen Sonitech-S-Preamp mit Hexa-Mid-System sowie ultraleichte Aero-Light-Mechaniken. Diesmal schauen wir uns mit dem MDM1000 das günstigste Modell der Serie genauer an. 

Test: Ibanez MDM1000 PW
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • überzeugende Jazzbass-Sounds von klassisch bis modern
  • sehr hoher Spielkomfort und gelungene Ergonomie
  • extrem flexibler Preamp mit 6 wählbaren Mittenfrequnezen
  • Tonblende im aktiven Betrieb
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • Bundierungsprobleme bei unserem Testinstrument

Ibanez MDM1000 PW – das Wichtigste in Kürze

  • moderner J-Style-Viersaiter der Ibanez Mode-Serie
  • 34“ Mensur
  • Erlekorpus mit Pearl White Lackierung
  • geschraubter Hals aus geröstetem Ahorn mit Palisandergriffbrett
  • 24 Edelstahlbünde und fluoreszierende Side-Dots
  • neu entwickelte brummfreie Delta S5J-Pickups im J-Style-Format
  • Sonitech-S-Preamp mit Dreiband-EQ und Hexa-Mid-System
  • sechs anwählbare Mittenfrequenzen (250 Hz – 1000 Hz)
  • Push/Pull-Funktion für Aktiv-/Passivbetrieb
  • MR5S Mono-Rail-Brücke und Aero-Light-Mechaniken
  • Lieferung inklusive Gigbag
  • gefertigt in Indonesien

Der Viersaiter bildet zusammen mit dem fünfsaitigen MDM1005 und dem sechssaitigen MDM1006 die Einstiegsklasse innerhalb der Mode-Familie. Im Gegensatz zu den höher positionierten 1300er-Modellen mit Eschekorpus, geröstetem Ahorngriffbrett und transparenter Lackierung setzt der MDM1000 auf einen Erlekorpus, ein Palisandergriffbrett und deckende Finishes. Erhältlich ist die Baureihe wahlweise in „Pearl White“ oder „Midnight Arctic Ocean Matte“ – zum Test trat die weiße Version an. Ob der günstigste Mode-Bass klanglich und spieltechnisch mit seinen teureren Geschwistern mithalten kann?

Jazz Bass mit modernem Touch

Der offensichtlichste Unterschied des MDM1000 beziehungsweise der gesamten 1000er-Serie zu den übrigen Mode-Bässen ist die deckende Lackierung. Alle drei Modelle sind wahlweise in „Pearl White“ oder „Midnight Arctic Ocean Matte“ erhältlich. Beide Finishes besitzen einen dezenten Metallic-Effekt und verleihen den Instrumenten einen frischen, modernen Look. Mir liegt der Viersaiter in Pearl White zum Test vor. In Kombination mit der schwarzen Hardware, der dunklen Kopfplatte und dem durchsichtigen Pickguard ergibt sich ein stimmiger, sehr cleaner Look, der mir persönlich ausgesprochen gut gefällt. 

Trotz aller Modernisierungen bleibt die Verwandtschaft zum klassischen Jazz Bass auf den ersten Blick klar erkennbar.
Trotz aller Modernisierungen bleibt die Verwandtschaft zum klassischen Jazz Bass auf den ersten Blick klar erkennbar.

Trotz aller Modernisierungen bleibt die Verwandtschaft zum klassischen Jazz Bass auf den ersten Blick klar erkennbar. Es ist allerdings ziemlich offensichtlich, dass Ibanez die Form an vielen Stellen überarbeitet hat. Besonders auffällig ist das tief ausgeschnittene, untere Cutaway, das einen ungehinderten Zugang bis zum 24. Bund ermöglicht. Dazu kommt ein sehr schlank ausgeführter Hals-Korpus-Übergang für ein angenehmes Greifgefühl in den höchsten Lagen. Zusammen mit den deutlichen Konturen für Arm und Bauch ergibt sich ein Korpus, der sich angenehm an den Körper schmiegt und den MDM1000 ausgesprochen komfortabel wirken lässt. Ergonomie ist bei Ibanez ein wichtiges Thema, und das merkt man auch der Mode-Serie an. 

Sinnvolle Features für leichtes Handling

Der Hals wird aus geröstetem Ahorn gefertigt und klassisch mit vier Schrauben am Korpus befestigt. Beim MDM1000 kombiniert Ibanez ihn mit einem Palisandergriffbrett, das 24 Edelstahlbünde sowie schlichte Dot-Inlays trägt. Ebenfalls an Bord sind die fluoreszierenden Side-Dots an der Griffbrettkante, die auf dunklen Bühnen für zusätzliche Orientierung sorgen. Manche halten die leuchtenden Dots vielleicht für Schnickschnack, wer schon einmal auf einer dunklen Bühne einen Song starten musste, weiß das Feature allerdings zu schätzen. Die Einstellung der Halskrümmung erfolgt über das Trussrod-Wheel am Griffbrettende. Das funktioniert schnell und unkompliziert, ohne dass man erst nach dem passenden Werkzeug suchen muss. Ein kleiner Metallstift zum Verstellen liegt dem Bass selbstverständlich bei.

Auch die Kopfplatte geht einen gelungenen Mittelweg zwischen Tradition und Moderne. Sie wirkt deutlich klassischer als viele andere Ibanez-Designs, besitzt aber genug Eigenständigkeit, um nicht beliebig auszusehen. Mir gefällt die Form jedenfalls gut und sie harmoniert hervorragend mit dem Gesamtbild des MDM1000. Ein ähnliches Headstock-Design kennt man bereits von den AZ-Gitarren der Japaner.

Auch die Kopfplatte geht einen gelungenen Mittelweg zwischen Tradition und Moderne.
Auch die Kopfplatte geht einen gelungenen Mittelweg zwischen Tradition und Moderne.

Solide, nutzerfreundliche Hardware

Werfen wir als Nächstes einen Blick auf die Hardware. Bei den Stimmmechaniken kommen die von Ibanez entwickelten AeroLight-Tuner zum Einsatz, die ihrem Namen alle Ehre machen. Die Dinger sind erstaunlich leicht und wirken sich damit sicherlich positiv auf die Balance des Basses aus – mehr dazu im Praxisteil. Konstruktiv erinnern sie durchaus an die bekannten Hipshot Ultralites, wirken durch ihre etwas filigraneren Flügel aber zunächst weniger massiv.

In der Praxis gibt es dafür allerdings keinen Grund zur Sorge. Die Mechaniken sind stabil, laufen angenehm leichtgängig, arbeiten präzise und hielten bei meinem Testbass die Stimmung jederzeit zuverlässig. Für ausreichend Anpressdruck auf die Saiten sorgt zudem ein runder Saitenniederhalter für D- und G-Saite.

Statt einer durchgehenden Konstruktion verwendet Ibanez bei der hauseigenen MR5S Mono-Rail-Brücke einzelne Brückenelemente.
Statt einer durchgehenden Konstruktion verwendet Ibanez bei der hauseigenen MR5S Mono-Rail-Brücke einzelne Brückenelemente.

Am anderen Ende der Saiten sitzt die hauseigene MR5S Mono-Rail-Brücke. Statt einer durchgehenden Konstruktion verwendet Ibanez also einzelne Brückenelemente, die eine möglichst saubere Schwingungsübertragung und Entkopplung der Saiten gewährleisten sollen. Einstellen lassen sich natürlich Saitenlage und Intonation, darüber hinaus kann auch der Saitenabstand geringfügig angepasst werden. Ab Werk kommt der MDM1000 mit einem String-Spacing von 19 mm. Sehr praktisch: Die Ball-Ends werden einfach von hinten in die einzelnen Elemente eingehängt, was den Saitenwechsel angenehm unkompliziert macht.

Der MDM1000 bietet eine flexible Klangregelung

Für die Tonabnahme setzt Ibanez beim MDM1000 auf zwei Delta-S4J-Pickups aus eigener Entwicklung. Optisch wirken die Pickups wie klassische Jazzbass-Single-Coils, tatsächlich arbeitet unter den Kappen jedoch ein brummfreies Humcancelling-Design. Ibanez verspricht den typischen J-Bass-Charakter, allerdings ohne die lästigen Nebengeräusche und mit einer leicht aggressiven Note – ob das stimmt, werden wir im Praxisteil sehen und hören. Auch optisch wurden die Tonabnehmer auf die Mode-Bässe abgestimmt: Die geschwärzten Polepieces fügen sich nahtlos in die schwarze Hardware-Ausstattung ein und unterstreichen den modernen Look der Bässe. 

Optisch wirken die zwei Delta-S4J-Pickups wie klassische Jazzbass-Single-Coils, tatsächlich arbeitet unter den Kappen jedoch ein brummfreies Humcancelling-Design.
Optisch wirken die zwei Delta-S4J-Pickups wie klassische Jazzbass-Single-Coils, tatsächlich arbeitet unter den Kappen jedoch ein brummfreies Humcancelling-Design.

Spätestens beim Blick auf die Regler wird klar, dass der MDM1000 deutlich mehr sein möchte als ein gewöhnlicher Jazz Bass. Zur Grundausstattung gehören ein Volume-Regler, ein Balance-Poti sowie eine passive Tonblende, die erfreulicherweise auch im Aktivbetrieb zur Verfügung steht. Dazu gesellen sich drei weitere Regler für den aktiven Dreiband-EQ.

Gezielte Bearbeitung dank Hexa-Mid-System 

Besonders interessant und flexibel ausgelegt ist dabei die Mittensektion. Über einen kleinen Dreiwegeschalter auf der Decke lassen sich zunächst Tiefmitten, Mitten oder Hochmitten anwählen. Wer noch gezielter eingreifen möchte, findet auf der Rückseite des Basses einen zusätzlichen Minischalter, der sämtliche Frequenzen in einen tieferen Bereich verschiebt. Dadurch stehen insgesamt sechs verschiedene Mittenfrequenzen zur Verfügung: 250 Hz, 450 Hz und 850 Hz in der einen sowie 350 Hz, 600 Hz und 1 kHz in der anderen Schalterstellung. Ibanez bezeichnet dieses Konzept passenderweise als „Hexa-Mid-System“. Ob sich die vielen Eingriffsmöglichkeiten im Alltag tatsächlich bewähren, klären wir ebenfalls später im Praxisteil.

Spätestens beim Blick auf die Regler wird klar, dass der MDM1000 deutlich mehr sein möchte als ein gewöhnlicher Jazz Bass
Spätestens beim Blick auf die Regler wird klar, dass der MDM1000 deutlich mehr sein möchte als ein gewöhnlicher Jazz Bass

Die Stromversorgung übernimmt eine einzelne 9-Volt-Batterie, die in einem separaten Batteriefach auf der Rückseite untergebracht ist. Sollte die Batterie einmal leer sein oder man den Bass bewusst passiv betreiben wollen, genügt ein Zug am Tonpoti. Der MDM1000 funktioniert dann wie ein klassischer passiver Jazz Bass – auf die Eingriffsmöglichkeiten des aktiven EQs muss man dann allerdings verzichten.

Gigbag und Werkzeug inklusive

Zum Lieferumfang des MDM1000 gehört ein passendes Gigbag, in dem Ibanez auch gleich das notwendige Einstellwerkzeug unterbringt. Neben den Inbusschlüsseln für die Brücke findet man hier auch den bereits erwähnten Metallstift für das Trussrod-Wheel. Das Gigbag selbst macht einen ordentlichen Eindruck und bietet in seinen beiden Außentaschen reichlich Platz für Kabel, Noten oder sonstiges Zubehör. Die Polsterung fällt allerdings eher sparsam aus. Für den Transport zur Probe, zum Unterricht oder zum Gig reicht das völlig aus, wer mit dem Bass auf Tour geht, dürfte mit einem stabileren Case oder hochwertigeren Gigbag jedoch besser beraten sein.

Zum Lieferumfang gehört auch ein Gigbag.
Zum Lieferumfang gehört auch ein Gigbag.
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In der Praxis: angenehme Haptik und optimale Bespielbarkeit

Ein moderner Jazz Bass sollte nicht nur gut klingen, sondern seinem Spieler auch möglichst wenig Steine in den Weg legen. Das beginnt bei Gewicht und Balance – und genau hier macht der MDM1000 einen ausgezeichneten Job. Mein Testbass bringt angenehme 3,9 kg auf die Waage und hängt perfekt ausbalanciert am Gurt. Auch im Sitzen gibt es nichts zu meckern: Der Bass steht stabil auf dem Oberschenkel und bleibt nahezu wie von Geisterhand in Position. 

Der Hals besitzt die klassische Jazzbass-Sattelbreite von 38 mm und ein angenehm flaches C-Profil. Das Spielgefühl erinnert deshalb durchaus an einen klassischen Sechzigerjahre-Jazzbass. Gleichzeitig ist der MDM1000 aber alles andere als ein Vintage-Instrument. Die 24 Bünde und der moderne 12-Zoll-Radius machen Lust darauf, auch mal oberhalb der üblichen Regionen unterwegs zu sein. Das klappt dank des extrem flachen Halsansatzes und des tief ausgeschnittenen unteren Korpushorns ausgesprochen gut – selbst die höchsten Lagen sind problemlos erreichbar und lassen sich erstaunlich entspannt spielen. Sehr gut gefällt mir außerdem die Haptik des gerösteten Ahornhalses. In Verbindung mit dem dünnen Satin-Finish fühlt sich die Oberfläche angenehm natürlich und ausgesprochen geschmeidig an. So muss das sein.

Der Hals besitzt die klassische Jazzbass-Sattelbreite von 38 mm und ein angenehm flaches C-Profil.
Der Hals besitzt die klassische Jazzbass-Sattelbreite von 38 mm und ein angenehm flaches C-Profil.

Bundierung mit leichten Problemen

Zu einem guten Spielgefühl gehört natürlich auch ein ordentliches Setup. Hier liefern Ibanez-Bässe erfahrungsgemäß meist solide Arbeit ab: Die Saitenlage ist ab Werk in der Regel so eingestellt, dass sich sämtliche Spieltechniken komfortabel umsetzen lassen, ohne dass es zu störendem Schnarren kommt. Auch mein Testbass kam grundsätzlich mit einer vernünftigen Einstellung. Leider zeigte sich bei genauerem Hinsehen ein Problem im oberen Griffbrettbereich. Vor allem auf der D- und G-Saite scheppern die Töne um den 11. und 12. Bund deutlich hörbar, auf der D-Saite wird der Ton bei kräftigerem Anschlag teilweise sogar regelrecht abgewürgt. Hier scheint also mit der Bundierung etwas nicht ganz in Ordnung zu sein.

Das überrascht durchaus, denn der zuvor getestete MDM1305 überzeugte mit einer Bundierung auf nahezu Boutique-Niveau. Offenbar gibt es innerhalb der Serie doch gewisse Fertigungstoleranzen, die in diesem Fall der Qualitätskontrolle entgangen sind. Auch insgesamt wirkt mein MDM1000 nicht ganz so akribisch verarbeitet wie der größere Bruder. Der Hals sitzt etwas lockerer in der Halstasche und auch bei der Lackierung finden sich hier und da kleinere Ungenauigkeiten. Abgesehen von der beschriebenen Bundierungsproblematik bewegt sich das aber alles noch im absolut vertretbaren Rahmen und gibt keinen Anlass zu ernsthafter Kritik.

So viel zu Handling und Verarbeitung – schauen wir nun, wie sich der MDM1000 klanglich schlägt. 

Sehr gute klangliche Abstimmung

Wir beginnen im Passivbetrieb und hören uns zunächst den Grundsound sowie die typischen Jazzbass-Varianten mit den Tonabnehmern im Solobetrieb an. Mir gefällt, was ich hier höre: Mit dem Balance-Regler in Mittelstellung liefert der MDM1000 einen tollen Jazzbass-Sound mit solidem Fundament, den typischen leicht gescoopten Mitten und einer insgesamt sehr stimmigen Abstimmung. Im oberen Frequenzbereich klingt er nicht ganz so luftig und glasig wie ein Jazz Bass mit traditionellen Single-Coils, was bei brummfreien Pickups allerdings nicht wirklich überrascht.

Die Holzauswahl mit Erlekorpus und Palisandergriffbrett scheint tatsächlich einen gewissen Einfluss auf den Charakter zu haben. Der MDM1000 klingt für meine Ohren noch etwas stärker nach klassischem Sechzigerjahre-Jazzbass als die 1300er-Modelle mit Eschekorpus und Ahorngriffbrett, obwohl bei beiden Varianten das identische Pickup-Spacing zum Einsatz kommt.

Die Delta-S-Pickups gefallen mir wirklich gut. Sie klingen ausgewogen, liefern reichlich Details und machen über den gesamten Frequenzbereich einen sehr guten Job. Die von Ibanez beworbene Aggressivität höre ich ehrlich gesagt nicht heraus, vermisse sie aber auch überhaupt nicht. Positiv fällt außerdem auf, dass mein Testbass keinerlei Deadspots zeigt. Er schwingt sehr gleichmäßig und klingt über den gesamten Tonumfang angenehm ausgewogen.

Brummfrei und fein dosierbar

Der Balance-Regler wird seinem Namen übrigens tatsächlich gerecht. Über den gesamten Regelweg findet man viele brauchbare Klangabstufungen – bei manchen Bässen fühlt sich der Regler ja eher wie ein Pickup-Wahlschalter an. Das ist hier definitiv nicht der Fall.

Dank der brummfreien Konstruktion lassen sich außerdem beide Pickups problemlos solo betreiben. Und auch hier liefert der MDM1000 genau die Jazzbass-Sounds, die man erwartet – und zwar in wirklich überzeugender Qualität.

Ein Lob verdient außerdem die Tonblende. Die Höhen lassen sich sehr feinfühlig dosieren und über den gesamten Regelweg zunehmend aus dem Sound nehmen. Dreht man sie komplett zu, gesellt sich zusätzlich ein leichter Mittenschub dazu, der dem Bridge-Pickup-Sound sehr gut steht, wie ihr im letzen Beispiel hören könnt.

Audio Samples
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Passiv, beide PU, Tone: offen Passiv, Neck-PU, Tone: offen Passiv, Bridge-PU, Tone: offen Passiv, Bridge-PU, Tone: geschlossen

Außer den klassischen Sounds geht noch viel mehr

Bei den klassischen Sounds ist allerdings noch lange nicht Schluss, denn der MDM1000 hat ja die üppige Ibanez-Sonitech-S-Elektronik an Bord, deren größte Stärke die extrem flexiblen Mitten sind. Für den Slap-Sound habe ich diese bei 850 Hz deutlich abgesenkt, um den Scoop-Charakter zu verstärken. Dazu kam ein dezenter Boost bei Bässen und Höhen. Das Ergebnis kann sich, wie ich finde, absolut hören lassen.

Im zweiten Beispiel geht es in eine andere Richtung: Eine deutliche Mittenanhebung sorgt für mehr Durchsetzungskraft, während der Höhenboost die Anschlaggeräusche etwas stärker in den Vordergrund rückt. Das Resultat ist ein sehr präsenter und voller Sound, mit dem man im Bandmix sicher nicht so schnell untergeht.

Audio Samples
0:00
Beide PU, Bass-Boost: 70%, HiMid-Cut: 850Hz, 20%, Treble-Boost: 80%, Slapping Beide PU, Bass-Boost: 20%, Mid-Boost: 600Hz, 50%, Treble-Boost: 20%

Die Elektronik ermöglicht maximale klangliche Flexibilität

Wie unterschiedlich sich der Sound des MDM1000 mit der sehr gelungen abgestimmten Elektronik formen lässt, zeigen die folgenden beiden Beispiele mit dem Halstonabnehmer im Solobetrieb. Zunächst hört ihr einen warmen Vintage-Sound, den ich ganz einfach mit einem satten Tiefmitten-Boost bei 250 Hz und einer komplett zugedrehten Tonblende erzeugt habe. Dass die Tonblende auch im aktiven Betrieb funktioniert, ist für mich wirklich Gold wert!

Nummer zwei geht dann in eine ganz andere Richtung: Für diesen attackstarken Rock-Sound habe ich die Hochmitten bei 1 kHz deutlich angehoben, während ein dezenter Bass-Boost für etwas mehr Fundament sorgt. Die Ibanez-Elektronik klingt wirklich hervorragend und lässt in Sachen Flexibilität kaum Wünsche offen.

Audio Samples
0:00
Neck-PU, Mid-Boost: 250Hz, 40%, Tone: geschlossen Neck-PU, Bass-Boost: 30%, HiMid-Boost: 1kHz, 60%

Zum Abschluss gibt es noch einen optimierten Stegtonabnehmer-Sound, der sich sicherlich gut in einer Fusion-Band machen würde. Bässe und Mitten bei 450 Hz sind hier um etwa 40 % angehoben, während ich das Top-End mit der Tonblende leicht abgemildert habe. Viel Spaß damit!

Audio Samples
0:00
Bridge-PU, Bass-Boost: 40%, Mid-Boost: 450Hz, 40%, Tone: 70%

Ibanez MDM1000 PW – das sind die Alternativen

Features Ibanez MDM1000 PW Fender Player II Mod J Bass RW DSK Sadowsky MetroExp21 Vint JJ4 Morado SIL
Mensur 34″ 34″ 34″
Elektronik Ibanez Sonitech S Preamp, 3-Band EQ mit Bypass Switch (Push/Pull), Hexa Mid System (6 Mittenfrequenzen), passive Tonblende, aktiv/passiv Fender 3-Band-Preamp, aktiv/passiv aktive Sadowsky 2-Band Elektronik, aktiv/passiv
Tonabnehmer Delta S4J Pickups (Humbucker) Zwei Player II Noiseless Jazz Bass Singlecoils Passive Sadowsky J-Style Singlecoils
Korpus Erle Erle Okoume
Hals Geschraubter Hals aus geröstetem Ahorn,
Palisandergriffbrett,
24 Edelstahlbünde,
fluoreszierende Side-Dots
Geschraubter Hals aus Ahorn,
Palisandergriffbrett,
20 Bünde
Geschraubter Hals aus geröstetem Ahorn,
Moradogriffbrett,
21 Neusilberbünde
inklusive Gigbag Ja Ja Ja, Sadowsky Portabag
Preis 1099,- € 1087,- € 929,- €
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Ibanez MDM1000-PW
Ibanez MDM1000-PW Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Fender Player II Mod J Bass RW DSK
Fender Player II Mod J Bass RW DSK
Kundenbewertung:
(2)
Sadowsky MetroExp21 Vint JJ4 Morado SIL
Sadowsky MetroExp21 Vint JJ4 Morado SIL Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
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Fazit

Auch das günstigste Modell der MDM-Baureihe überzeugt mit einem durchdachten Gesamtkonzept, hohem Spielkomfort und einer Ausstattung, die man in dieser Preisklasse keineswegs als selbstverständlich betrachten kann. Edelstahlbünde, leuchtende Side-Dots, ultraleichte Mechaniken, die flexible Sonitech-S-Elektronik oder die praktische Halsjustierung sind alles Features, die ohne Frage einen echten Mehrwert bieten.

Klanglich präsentiert sich der MDM1000 als gelungene Interpretation des klassischen Sixties-Jazzbass-Konzepts. Die Delta-S-Pickups liefern einen ausgewogenen, detailreichen Grundsound, während die hervorragend abgestimmte Elektronik bei Bedarf enorme klangliche Variationsmöglichkeiten erschließt. Vom traditionellen Vintage-Sound bis hin zu modernen, durchsetzungsstarken Sounds deckt der Bass ein erstaunlich breites Spektrum ab und empfiehlt sich damit als echter Allrounder.

Ganz ohne Kritik kommt mein Testbass allerdings nicht davon. Die Bundierung konnte nicht das hohe Niveau des zuvor getesteten MDM1305 erreichen und sorgte in den höheren Lagen für deutliche Probleme auf der D- und G-Saite. Auch bei der allgemeinen Verarbeitung wirkte dieses Exemplar hier und da etwas weniger präzise als sein größerer Bruder. Mit gewissen Qualitätsschwankungen innerhalb der Serie scheint also durchaus zu rechnen zu sein.

Angesichts der umfangreichen Ausstattung, der hohen klanglichen Flexibilität und des gelungenen Grundsounds halte ich den aktuellen Preis von rund 1.099 Euro insgesamt für absolut fair. Wer einen leicht zu spielenden, modernen Jazz Bass mit klassischem Klangfundament und außergewöhnlich flexibler Elektronik sucht, sollte den MDM1000 definitiv auf die Anspielliste setzen.

Trotz kleinerer Verarbeitungsmängel bietet der MDM1000 ein starkes Gesamtpaket in seiner Preisklasse.
Trotz kleinerer Verarbeitungsmängel bietet der MDM1000 ein starkes Gesamtpaket in seiner Preisklasse.
  • Hersteller: Ibanez
  • Modell: MDM1000 PW
  • Land: Indonesien
  • Mensur: 34“
  • Korpus: Erle, Pearl White Lackierung,
  • Hals: geschraubt, gerösteter Ahorn, Griffbrett aus Palisander, 24 Stainless-Steel Bünde, fluoreszierende Side-Dots
  • Hardware: MR5S Mono-Rail Brücke, 19mm, Aero-Light Stimmmechaniken
  • Tonabnhemer: Zwei Delta S4J Pickups
  • Elektronik: Ibanez Sonitech S Preamp, 3-Band EQ mit Bypass Switch (Push/Pull), Hexa Mid System mit sechs anwählbaren Mittenfrequenzen, passive Tonblende
  • Saiten: D’Addario® EXL165
  • Gewicht: 3,9 kg
  • Zubehör: Gigbag, Einstellwerkzeug,
  • Ladenpreis: 1099€ Juli 2026
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Ibanez MDM1000-PW
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Ibanez MDM1000-MAM
Ibanez MDM1000-MAM Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Herstellerseite: https://www.ibanez.com/eu

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