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Tama Superstar Hyperdrive Test

War das Tama Superstar in den Siebzigern und Achtzigern noch das Top-Drumset der Marke, bewegt es sich inzwischen – zumindest laut Preisliste – eher im Mittelfeld. Damals war Flexibilität nicht unbedingt das Produktionsziel beim Bau eines Schlagzeuges – wer Jazz spielte, der brauchte ein Jazz-Set, und wer es etwas härter mochte, der griff zu einem Rock oder Heavy Metal Set. Universelle Drumkits, mit denen man sich in den verschiedenen Welten bewegen konnte, waren eher dünn gesät. Und so haftete an den Tama Superstars der damaligen Zeit eindeutig das Label Heavy Metal und Rock. Dass die neuen Sets der Serie mit der Zeit gehen und sich nicht mehr strikt in irgendwelche Kategorien stecken lassen, das versteht sich von selbst. Aber für Schlagzeuger, die damals bereits aktiv waren, klingt der Name bis heute nach XXL Trommeln, XXL Drumsticks, XXL Lautstärke ohne Gehörschutz, nach langen Haaren, Schweiß und engen Hosen.

2005 erlebte das Superstar als Mittelklasse-Set seine Wiedergeburt in die Tama Produktfamilie. Gefertigt aus Birkenholz und veredelt mit einer Innenschicht aus Linde (Basswood), sollte das Set dem Drummer mit der richtigen „Attitude“, aber kleinem Geldbeutel, ein hochklassiges Allroundset an die Hand geben, ohne dass der dafür den Musikalienhändler seines Vertrauens um einen Kredit anbetteln müsste. Und drei Jahre später spricht der Erfolg der Serie für sich, die inzwischen die Wahl zwischen 16 Finishes bietet: sieben herkömmliche mit Folie, drei Hingucker-Effektfolien-Finishes und sechs Lackierungen. Die Auswahl an Kesselgrößen kennt außer einer 16“ x 18“ Stand Tom und der 18“ langen Bassdrum keine großen Überraschungen – letztere ist bei Tama inzwischen schon fast Standard.

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Profilbild von Fabian

Fabian sagt:

#1 - 10.11.2012 um 18:45 Uhr

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Hallo, ich habe das gleiche Set in einer anderen Zusammenstellung und habe einfach unglaubliche Stimmprobleme. Schicken Sie mir doch mal Ihre Mailadresse an meine, dann können wir uns ein wenig über das Set unterhalten. Lg Fabian

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Daniel Schultz sagt:

#2 - 08.02.2016 um 15:22 Uhr

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Ich hab genau oben gezeigtes Set und setze es im Bereich Alternative Metal, Percussive Prog und Djent ein.
Nach etwas Eingewöhnung bzw Umerziehung der Ohren(Hyperdrive Kessel - habe frühe ausschliesslich tiefe Kessel bevorzugt) muss ich sagen - ein wirklich gut gelungenes Set.
Super schnelle Ansprache der Kessel, stimmiges Tuning zwischen den Einzelkesseln und das beste: seit neuestem sind Live und Studiomischer meine besten Freunde. Nie war ich live so schnell fertig mit dem Soundchek und nie hat sich das rough einspielen (ohne gates etc) so bezahlt gemacht wie mit dem Baby hier.

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Markus sagt:

#3 - 30.04.2022 um 08:34 Uhr

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Guten Tag, ich wollte nur mal kurz was loswerden. Sie schreiben. „Wie auch bei der Ur-Superstar Serie ist bei den Custom-Versionen des Hyperdrive zusätzlich auch die Außenschicht aus Lindenholz, um die vorteilhaften Eigenschaften wie die attraktive Maserung für die Lackierung nutzen zu können“. So ein Blödsinn. Deshalb gibt es ja auch nur lackierte Schlagzeuge mit Lindenfunier. Vor allem in dieser Preisklasse. Das hat wohl eher was mit Kosten für den Hersteller zu tun. Oder warum sonst wird Linde nur in Einsteiger-Sets verbaut. Dennoch ein tolles Set.

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