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Tama 14“ x 5“ Star Reserve Solid Maple Snare Test

Mit der Star Serie hat Tama seit ein paar Jahren ein Steckenpferd in der Oberklasse am Start. Die Trommeln dieser Serie werden im kleinen Tama-Werk in Japan gefertigt, wobei der Fokus zu gleichen Teilen auf edler Optik und höchsten Sound-Ansprüchen liegt. In puncto Hardware-Lösungen musste Tama sich mit seinen zahlreichen Innovationen nie verstecken, womit klar ist, dass auch diesbezüglich die Messlatte für die zum Test vorliegende Edel-Snare sehr hoch angelegt ist. Auch in unseren bisherigen Tests der Tama Oberklasse-Drumkits und -Snares konnten wir uns immer wieder von der durchgängig guten Qualität überzeugen.

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Die Star Reserve Snares sind die neueste Ergänzung im weiterhin nur aus Holztrommeln bestehenden Snare-Sortiment der Serie. Insgesamt drei Modelle wurden vorgestellt, wir haben das 14“ x 5“ große Maple-Modell mit einteiligem Kessel zum Test bekommen.

Details

Bei dampfgebogenen Kesseln fallen mir unweigerlich die weltberühmten Radio King Snares von Slingerland aus den 30er Jahren ein. Nach dem Aufkommen der günstiger zu produzierenden Schichtholzkessel geriet dieses Konzept allerdings einige Jahrzehnte lang aus der Mode. Die Firma Noble & Cooley hauchte dem Konzept der Solid Shells ab den frühen 80er Jahren mit ihren noch heute äußerst begehrten Massivholz-Snares neues Leben ein, und viele Boutique-Bauer sprangen nach und nach auf den Zug auf. Aber auch die eine oder andere „Stangenfirma“ hat sich im Laufe der Zeit mit Erfolg an diesem Konzept versucht, wie die Custom Classic Modelle der Firma Pearl aus den späten 80er Jahren beweisen.

Fotostrecke: 5 Bilder Sieht edel aus: das Star Badge über dem mittig verlaufende Inlay
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Gediegene Optik trifft auf güldene Reifen

Bei der Konzeption unseres Star Reserve Modells hatten die Ingenieure die traditionsreichen Vorbilder fest im Blick, zumindest deutet auf den ersten Blick so einiges darauf hin. Der acht Millimeter starke, einteilige Maple-Kessel wird um zwei dreilagige, ebenfalls jeweils acht Millimeter starke Verstärkungsreifen aus dem selben Holz ergänzt. Auf der Außenseite lassen acht imposant wirkende Brass Tubelugs genug Platz, um das edel aussehende Inlay in der Kesselmitte und das verschraubte Metall-Badge im Edelstahl-Look ausreichend zur Geltung zu bringen. Gleich drei mittig platzierte Luftausgleichslöcher sollen für genug Durchzug im Kessel sorgen. Dieser ist mit einem schlichten, aber makellosen Öl-Finish versehen. Die Fellauflage verläuft nach einem leicht verrundeten Gegenschnitt relativ weit außen, was auf einen eher offenen Klangcharakter schließen lässt.

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Für den auffälligsten Kontrast und somit auch größten Hingucker an der Trommel sind die Sound Arc Hoops aus Messing zuständig, 2,3 Millimeter sind sie stark und in einem matten Goldton lackiert. Neben Material und Farbe unterscheidet sich auch die Konstruktion von gewöhnlichen Stahlspannreifen, denn der Flansch der Sound Arc Hoops zeigt nicht nach außen, sondern nach innen – ein Konzept, das Slingerland seinerzeit mit den Stick Saver Hoops auf den Markt gebracht hat. Ansonsten ist die Neuzeit natürlich nicht an der Star Reserve Snare vorüber gegangen. Sämtliche Kessel-Hardware ist gummiunterlegt, und auch die Abhebung, das Linear Drive Strainer Modell mit beidseitiger Teppichregulierung, ist kein hakeliges Vintage-Konstrukt, sondern eine weich laufende und präzise arbeitende Teppichabhebung. 

Fotostrecke: 5 Bilder Die Sound Arc Hoops sind nach innen geflanscht und aus Messing gefertigt.
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