Die RST-Modelle gehören zur in Tschechien gefertigten Euro-Serie und sind seit 2022 Teil des Spector-Portfolios. „RST“ steht dabei für den sogenannten Roasting-Prozess – Hals und Griffbrett bestehen also aus thermisch veredeltem Ahorn. Zudem setzt Spector bei diesen Bässen auf ein möglichst geringes Gewicht. Die RST-Bässe werden mit zwei Humbuckern und dem beliebten OBP-2-Preamp von Aguilar ausgestattet – komfortables Handling und klangliche Vielseitigkeit stehen hier also klar im Mittelpunkt. Die Spector Euro RST Zebrawood Limited Edition ist nun eine sehr exklusive Sonderform der RST-Serie. Sie führt die bekannten Stärken der Modelle fort und ergänzt diese um eine besonders außergewöhnliche Optik: Sowohl die Decke als auch die Kopfplattenaufleimer bestehen aus markant gemasertem Zebrawood. Ein cooler Boutique-Bass-Look ist also garantiert!

- elegante Optik
- sehr niedriges Gewicht
- gute Ergonomie/Spielkomfort
- hochwertige Pickup/Preamp-Ausstattung
- detailreiche Sounds in vielen Variationen
- 1a Verarbeitung
- inklusive Gigbag
- -/-
Aus welchen Hölzern wird dies Spector Euro 4 RST Zebrawood Ltd-Serie gebaut?
Als ich den Spector Euro 4 RST Zebrawood Ltd. aus der Gigbag nahm, fühlte ich mich augenblicklich in meine Jugend in den 1980er-Jahren zurückversetzt. Damals setzten die angesagten Boutique-Schmieden wie Tobias, Fodera und natürlich auch Spector häufig auf Zebrawood – für mich ist dieses Holz daher bis heute der Inbegriff des Boutique-Bass-Designs jener Zeit.
Die Mode der 1980er-Jahre ist ja momentan auch wieder schwer angesagt, insofern passt auch Spectors Zebrawood-Edition hervorragend ins aktuelle Bild. Möglicherweise steckt hinter der Wahl des Holzes aber nicht nur Nostalgie, sondern auch eine klangliche Überlegung, denn die Zebrawood-Decke ist immerhin fast so massiv wie das Holz der Korpusbasis.
Was die Verarbeitung betrifft, so verdient der Testbass die volle Punktzahl: Selbst bei genauer und kritischer Begutachtung gibt es keinen Anlass zur Beanstandung – alles wirkt hochwertig, passgenau und perfekt verarbeitet.
Natürlich zeigt der Spector Euro 4 RST Zebrawood die für die Company typische kompakte Korpusform mit sanfter Wölbung und ausgeprägten Shapings rundum – ein Design, das bereits in den späten 70er-Jahren von Ned Steinberger entwickelt wurde und bis heute als Markenzeichen gilt. Spector setzt bei der RST-Serie auf Paulownia (Empresswood) – ein besonders leichtes Tonholz, das in den letzten Jahren immer häufiger Verwendung findet.
Der Grund liegt auf der Hand: Die Nachfrage nach ultraleichten Bässen ist stark gestiegen, und Paulownia überzeugt durch sein geringes Gewicht. Das Holz gilt allerdings auch als relativ weich und damit empfindlich gegenüber Stößen oder Druckstellen – mit dem Fingernagel lassen sich problemlos kleine Rillen eindrücken. Wer also Wert auf eine dauerhaft makellose Optik legt, sollte hier besser Vorsicht walten lassen!
Wie werden die Hälse der Spector Euro 4 RST Zebrawood Ltd-Serie gestaltet?
Das Kürzel „RST“ bezieht sich – wie bereits in der Einleitung erwähnt – auf die gerösteten Hölzer, die beim durchgehenden Hals der RST-Modelle zum Einsatz kommen. Der Hals besteht aus drei Streifen gerösteten Ahorns, die zusätzlich mit Graphitstäben verstärkt wurden, um maximale Stabilität zu gewährleisten.
Auch beim Griffbrett setzt Spector auf gerösteten Ahorn und stattet es mit 24 Bünden sowie den typischen Perlmutt-Crown-Inlays aus – ebenfalls ein Detail, das seit Jahrzehnten als unverwechselbares Erkennungszeichen der Marke gilt. Am Übergang zur Kopfplatte sitzt ein Messingsattel; der Headstock selbst ist „matched“, wurde also mit einem Zebrawood-Aufleimer versehen, was für einen stimmigen und durchgehenden Look sorgt.
Auf der Kopfplatte prangt zudem ein Perlmutt-Spector-Logo, und unter einer Abdeckung befindet sich der Zugang zum Halsspannstab. Zuletzt wurde der Viersaiter mit einem matten Transparentlack versehen, der die markante Zebrawood-Maserung hervorhebt und gleichzeitig als Schutz für das Holz dient.
Welche Hardware findet sich auf dem Spector Euro 4 RST Zebrawood Ltd?
Bei einem leichten Bass darf logischerweise die Hardware gewichtsmäßig nicht allzu sehr auftragen und es muss einer eventuell auftretenden Kopflastigkeit entgegengewirkt werden. Spector begegnet diesem Thema mit den ultraleichten Gotoh GB-350-Stimmmechaniken, die qualitativ zur absoluten Oberklasse zählen: Sie laufen butterweich und halten die Stimmung absolut stabil.
Doch nicht nur die Mechaniken sind leicht, auch die Brücke am anderen Ende des Basses folgt diesem Prinzip: Die massive Teil der Spector Locking Bridge besteht beim Euro 4 RST Zebrawood aus Aluminium, während die Saitenreiter aus Messing gefertigt sind. Diese lassen sich in zwei Richtungen – für Intonation und Saitenlage – präzise einjustieren und anschließend mithilfe von Inbusschrauben fixieren. Der Saitenwechsel gestaltet sich angenehm unkompliziert: Die Saiten werden einfach von hinten eingehängt.
Mit welchen Tonabnehmern und welcher Elektronik ist der Spector Euro 4 RST Zebrawood Ltd ausgestattet?
Seit Spector unter der Flagge von Korg segelt, kommen immer häufiger Produkte aus dem Hause Aguilar zum Einsatz. Beim Spector Euro 4 RST Zebrawood Ltd sind es zwei Aguilar Super Double Humbucker in Kombination mit dem beliebten Aguilar OBP-2-Preamp, der den Viersaiter mit einem Zweiband-EQ für Bässe und Höhen ausstattet.
Geregelt wird am Bass mit jeweils einem Lautstärkeregler pro Tonabnehmer und den beiden EQ-Reglern für Bässe und Höhen. Ohne Strom geht bei den Spector-Bässen bekanntermaßen nichts – die 9V-Batterie, die eine Laufzeit von rund 300 Spielstunden bietet, sitzt in einem praktischen Klappfach auf der Rückseite des Basses und lässt sich schnell und werkzeuglos wechseln.
















