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Monacor Sound 4BT/WS Test

Praxis

Links und rechts
Dass das Set der Monacor Sound 4BT/WS aus einem „aktiven“ und einem „passiven“ Lautsprecher besteht, hat keine klanglichen, sondern schlichtweg ökonomische Gründe. Eine Sache, die man im Zweifel als kleinen Vorteil dieses Konzepts darstellen kann, fehlt den 4BT: Anders als etwa bei den Mackie CR5-X gibt es keinen Schalter, mit dem sich rechter und linker Kanal tauschen ließe. Wenn Strom- und Audioanschluss nahe bei der rechten Box liegen, muss man einfach die Kabel verlängern. Sicher, bei analoger Verbindung kann man einfach die Kanäle tauschen, bei digitaler und kabelloser entfällt diese Möglichkeit (oder würde es notwendig machen, intern nach Möglichkeiten des Umlötens zu suchen). Außerdem werden die Speaker so weit voneinander entfernt auch nicht stehen, denn es zeigt sich im Test, dass sie bei Abständen von 0,5 bis 1,5 Metern ein besseres Stereobild und einen ausgewogeneren Klang liefern als darüber hinaus. Und da bei der Aufstellung von Speakern meist auf ein gleichseitiges Dreieck geachtet werden sollte, werden die Monacors nicht sehr weit voneinander entfernt stehen. Wer plant, die Speaker direkt links und rechts neben seinem Notebook zu platzieren, kann das also problemlos tun.

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Unordentlich? Vorsicht!

Die kleine Fernbedienung ist nicht etwa eine Option. Über sie werden viele Dinge geregelt, die bei vielen Setups essentielle Dinge regelt. Die Lautstärke etwa. Verliert man dieses kleine Ding oder „verlegt“ es, gibt es an den Speakern selbst keine Möglichkeit der Regelung. Zwar wird sich ein Standardgerät finden oder eine Fernbedienung programmieren lassen, aber ärgerlich wäre das in jedem Fall. Zumindest an eine kleine Aufbewahrungstasche auf der Rückseite der Slave-Box hätte Monacor denken können, denn dann hätte das kleine Ding einen festen Platz.

Nicht ganz perfekt

Die Monacor Sound 4BT/WS wirken zunächst ordentlich verarbeitet, was sich bei genauer Betrachtung etwas relativiert. Die Lackierung auf der Portschlitz-Innenseite ist stückig-körnig, aber das ist natürlich nicht schlimm: Kaum jemand guckt dort hinein, und außerdem „dürfen“ Rückseiten etwas weniger poliert wirken. Schade ist aber, dass die Hochtöner vorne nicht ganz bündig eingelassen sind und sich die beiden Speaker diesbezüglich etwas unterscheiden. Mit einem Blick auf das Preisschild wird aber deutlich, dass es kleinlich wäre, deswegen ein „Contra“ zu vergeben. Gut ist aber beispielsweise, dass nicht die einfachen Klemmanschlüsse zum Speakeranschluss verwendet werden, sondern ein Schraubterminal, das auch bei ganz deutlich teureren HiFi-Boxen zum Einsatz kommt.

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Klang

Die Speaker spielen mit recht knackigem Brustton und durchaus substantiellem Tiefbass, wodurch beispielsweise die Bassdrum und der Bass von AC/DC-Produktionen richtig gut funktionieren. Eine wirklich gute Tonhöhenkontrolle im zweistelligen Hertzbereich ist nicht so gut möglich, auch fehlt es etwas an Detail. Die Entscheidung aber, die Boxen lieber tiefer und kontrolliert als lauter und wabernd spielen lassen zu können, ist in Anbetracht der anzuratenden geringen Hörabstände absolut richtig. Man kann die Speaker zwar schon recht laut drehen, aber dann verklumpt der Mittenbereich recht stark zu einem unangenehmen Matsch, sodass man dann schnell wieder auf ein moderates Abhörlevel herunter regelt. Auch bei diesem müssen sich die Mitten aber doch etwas Kritik gefallen lassen. Es gibt Speaker auch in dieser Preisklasse, die weniger gepresst und deutlich transparenter spielen. Schön ist zwar, dass die Monacor Sound 4BT/WS nicht scharf und spitz klingen, die Schärfen werden aber leicht schmierend übertragen. Diese Punkte sind aber wichtig, um Mischungsverhältnisse genau bestimmen zu können. In den Höhen geht es gemäßigt zu – offenbar ist bei Lautsprecherherstellern angekommen, dass Kunden vermehrt auf etwaige Glasigkeit und Kratzen in den Höhen achten. Somit lassen sich die Monacors einen ganzen Arbeitstag lang nutzen, ohne dass das Gehör ermüdet. Das gilt für Musik- wie für Sprachproduktionen. Ein Tradeoff ist allerdings hier, dass die Boxen wenig luftig sind und nicht ganz frei „atmen“ können. Die Detaildarstellung der Höhen ist aber besser als die der Mitten. Unterschiede bei den verschiedenen Inputs halten sich in Grenzen – so etwas macht sich im Regelfall erst bei höherwertigen Lautsprechern bemerkbar.

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