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Focal Alpha 65 Test

Focal Professional Alpha 65 im Praxistest bei bonedo – Mit der neuen Alpha-Serie präsentiert Focal Professional eine neue Serie äußerst interessanter Nahfeldmonitore im Budget-Segment.

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Hierzu zählt die 5-Zoll-Variante Alpha 50, die Alpha 80 mit einem 8-Zoll-Treiber sowie natürlich auch die Alpha 65, die einen 6,5-Zoll Tieftontreiber besitzt. Wir haben uns die goldene Mitte geschnappt und ihr ordentlich auf den Zahn gefühlt!

Detail

Allgemeines

Die Focal Alpha 65 ist ein aktiver Nahfeldmonitor mit zwei Wegen. Wie es sich für einen ordentlichen aktiven Speaker gehört, werden beide Treiberwege von unabhängigen Endstufen (Class A/B) versorgt und natürlich auch vor der Verstärkung getrennt. 

Die Focal Alpha 65 ist nüchtern und solide verarbeitet.
Die Focal Alpha 65 ist nüchtern und solide verarbeitet.

Das Gehäuse der Speaker besteht aus 15 mm MDF und bietet Deko-Seitenteile aus schwarzen Kunststoff, welche ein üppiges Focal-Logo tragen. Das restliche Gehäuse wurde hingegen mit schwarzen Vinyl foliert und hinterlässt einen robusten Eindruck. Die Treiber-Chassis wurden weiterhin mit dem Gehäuse verschraubt. Eine Box wiegt bei den Maßen von 348x252x309mm (HxBxT) immerhin rund 10 kg und ist damit verhältnismäßig schwer, was bei Lautsprechern allerdings durchaus als Pluspunkt zu zählen ist.

Richtungs-optimierte Tweeter

Im Hochtonbereich kommt übrigens, wohl um eine besonders schmale Bündelung zu erzielen, ein invertierter 1“-Kalottenhochtöner aus Aluminum zum Einsatz, welcher mit 35 Watt befeuert wird. Schmale Bündelung bedeutet dabei, dass relativ wenige Höhen zur Seite hin abgestrahlt werden, damit der Regieraum weniger angeregt wird und somit weniger Verfärbungen durch Reflexionen entstehen.

Der Hochtöner ist aus Alu und für eine schmale Bündelung optimiert
Der Hochtöner ist aus Alu und für eine schmale Bündelung optimiert

Bassreflex-Prinzip und Konus-Woofer

Im Tief-/Mitteltonbereich hingegen steht ein 6,5“-Konuswoofer aus Polyglas bereit, welcher von einer 70W-Endstufe betrieben wird. Als Bauform kommt natürlich auch hier das Bassreflex-Prinzip zum Einsatz, wobei der Bassport in Form zweier ovaler Kunstoff-Öffnungen auf der Vorderseite ausgeführt wurde. Dadurch ist eine wandnahe Aufstellung weniger kritisch.
Insgesamt soll eine Box dadurch einen maximalen Schalldruck von 106 dB SPL (Peak@1m) und einen Übertragungsverlauf von 40 Hz bis 22 kHz realisieren können. Das sind realistische Werte, wobei hier außerdem zu loben ist, dass sogar die Eckpunkte (+/-3dB) der Übertragungsverlauf-Messung angegeben wurden. 
Zwischen den Bassreflex-Öffnungen befindet sich außerdem ein weiteres, kleines und weiß hintergrundbeleuchtetes Focal-Logo, welches den aktiven Schaltzustand symbolisiert. In diesem Zusammenhang besonders lobenswert ist der Umstand, dass eine Auto-Abschaltautomatik verbaut wurde, die nach 30 Minuten Signalinaktivität auf der Audioleitung die Speaker in einen Energiesparzustand versetzen (

Der Bassport der Focal ist äußerst verzerrungsfrei.
Der Bassport der Focal ist äußerst verzerrungsfrei.

Anschlüsse

Kommen wir zur Rückseite: Hier findet sich zunächst der Hauptschalter nebst einer roten LED, welche die Aktivität der eben besprochenen Abschaltautomatik signalisiert. Hinzukommen zwei Eingänge, welche erfreulicherweise beide gleichzeitig genutzt werden können. Der symmetrische XLR-Anschluss ist dabei auf +4 dBu geeicht, der unsymmetrische Cinch natürlich auf -10 dBV. 
Einen Lautstärkeregler gibt es in dem Sinne nicht, was ich sehr gut finde, da die (meist nicht gerasterten) Potis ohnehin schwierig zwischen Links und Rechts abzugleichen sind. Natürlich muss man aber auch hier nicht auf etwas Pegelanhebung verzichten, und so gibt es hier einen Schiebeschalter, welcher für einen “Extra-Boost” Lautstärke sorgen kann (+6 dB / 0 dB). Eine IEC Kaltgerätebuchse darf aber auch nicht fehlen, denn so wird die Box schließlich ans 220-240V-Netz angeschlossen.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Rückseite der Focal.
Fotostrecke

Eigebaute Raumentzerrung

Und so bleiben für unsere Betrachtung nur noch zwei Potis übrig, welche erfreulicherweise für die Raumentzerrung gedacht sind. Ersteres ermöglicht ein Bassanhebung und -absenkung im Bereich von +/- 6 dB unterhalb von 250 Hz, was für eine optimale und umfangreiche Anpassung an den Aufstellort sorgt. Ecke, wandnah, auf dem Schreibtisch – alles kein Problem also! Das Poti daneben ist für die Anpassung der Höhen gedacht und reguliert in einem Bereich von +/- 3 dB ab etwa 4,5 kHz.

Kommentieren
Profilbild von Chris

Chris sagt:

#1 - 02.02.2016 um 09:29 Uhr

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Hallo Nick,würdest du mit den Focal Alpha 65 Klassik-Aufnahmen mischen?Vielen Dank für deine schnellen Antworten jedesmal:-)LG
Chris

    Profilbild von Nick (Redaktion Recording)

    Nick (Redaktion Recording) sagt:

    #1.1 - 02.02.2016 um 18:03 Uhr

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    Hallo Chris,na, dann will ich mal meinen Schnitt bei der Antwortzeit nicht verschlechtern. :-) Ich muss gestehen, die 65 kenne ich nicht "persönlich". Ich vertraue aber sehr dem Urteil des Testers Felix und dem, was ich von Focal bislang von anderen Personen und was ich selbst gehört habe (v.a. natürlich mit den wirklich coolen Beryllium-Hochtönern).
    Sagen wir: "Natürlich würde ich, vor allem, wenn keine deutlich besseren da wären." Aber du willst wahrscheinlich wissen, ob sie in dieser Preisklasse ausreichend sind. Ganz im Ernst, ich denke, bei gutem Raum, nicht allzu tieffrequenten Signalen, genügend Möglichkeiten zum Gegenhören und etwas Erfahrung/Eingewöhnungszeit sollte das sicher gehen.
    Man kann ja anhand Deiner Fußspuren in den bonedo-Kommentaren zuschauen, was Du so machst. Hauptmikros hast Du, Stützen (z.B. für Xylophon), jetzt wird gemischt. Sehr schön! Weiterhin viel Erfolg und Spaß damit!Beste Grüße,
    Nick

    +1
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Chris sagt:

#2 - 04.02.2016 um 12:01 Uhr

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Hi Nick,ich will dich nicht nerven, aber wie du jetzt weißt bin ich auf der Suche nach einem guten Aktivmonitor mit dem man gut Klassik-Aufnahmen mischen kann. D.h. ich brauche Monitore, die analytisch, klar und präzise sind. Das ganze sollte sich in einem Preisbereich von 400.- pro St. abspielen. Wie bereits von dir beschrieben wären die Focal hier ja nicht schlecht, mir wurde allerdings ein EVE SC205 ans Herz gelegt, der halt eben n 100er mehr pro St. kostet. Hast du die Möglichkeit die Dinger mal zu testen? Die verwandten Adam A5x hab ich schön gehört...die haben mich nicht vom Hocker gehauen...eine Alternative wäre noch der von euch getestete Dynaudio BM5, der aber auch wieder mehr kostet..LGChris

    Profilbild von Nick (Redaktion Recording)

    Nick (Redaktion Recording) sagt:

    #2.1 - 04.02.2016 um 16:06 Uhr

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    Hi Chris,im Grunde kannst Du Dir ja eine engere Auswahl einfach mal anhören gehen – oder welche bestellen und die, die Dir nicht gefallen, wieder zurücksenden. Da gibt es einfach zu viele Faktoren, um das aus der Ferne zu beurteilen. Ich habe sehr lange Monitore mit ETON-Hochtönern gehabt, ich weiß noch, dass das eine sehr lange Kennenlernphase war und ich nur ungern einen ganzen Arbeitstag damit gearbeitet habe, sie wurden dann doch sehr anstrengend. Übrigens: Zur wirklichen Analyse, zur Darstellung der kleinsten Feinheiten benutze ich meist auch Kopfhörer…Beste Grüße,
    Nick

Profilbild von Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann sagt:

#3 - 19.09.2017 um 20:08 Uhr

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Nach etlichem Lesen von Testberichten (auch hier in Bonedo) habe ich mir die Focal Alpha 65 im September 17 gekauft und den Kauf nicht bereut. Klares, analytisches Klangbild mit tiefen Bässen. Schnell konnte ich Fehler in meinen eigenen Mixen erkennen, die ich vorher nicht bzw. nicht so deutlich gehört hatte.
Ich bin sehr zufrieden!
LG Ralf (Mr.Arp)

Profilbild von Louis Westermann

Louis Westermann sagt:

#4 - 10.12.2018 um 12:46 Uhr

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Hey,gibt's es für diesen Lautsprecher einen passenden Subwoofer ?
Ich produziere hauptsächlich Techno, habe angst dass die Monitore untenrum zu wenig Dampf haben...Danke!

Profilbild von Lave DaHour

Lave DaHour sagt:

#5 - 31.10.2019 um 23:01 Uhr

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Würdest du die Focal Alpha 65 auch für Arbeiten im (näheren) Midfield empfehlen?
So etwas im Bereich von 2-3m
Ich schwanke noch zwischen diesen & den KRK RP10 G3
vllt würde ich auch auf die Focal Alpha 80 umschwenken
vorausgesetzt es kommt noch ein Review von deiner Seite zu denen Raus :DPS:lese deine Beiträge seit Jahren und muss dir echt sagen:
alle Achtung an dich & danke !!
es gibt im ganzen Netz niemanden der, diese Vergleiche so detailliert und verständlich macht wie du !!
LG LDH

    Profilbild von Felix Klostermann

    Felix Klostermann sagt:

    #5.1 - 01.11.2019 um 16:17 Uhr

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    Hey Lave DaHour,
    danke dir! Es freut mich immer, wenn ich helfen kann :-)
    Also die 2-3 Meter sind schon ein Strecke, egal ob Alpha oder KRK. Zum Musikhören ist das durchaus okay, aber ob du damit Monitormäßig in der Klasse was anfangen kannst, bezweifle ich. Warum müssen die Speaker denn so weit weg? LG; Felix

    Antwort auf #5 von Lave DaHour

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Profilbild von Johanna Erzsebeth

Johanna Erzsebeth sagt:

#6 - 04.12.2019 um 08:54 Uhr

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Hallo Felix, hallo alle Anderen :-)
Ich bin - zum ersten Mal - auf der suche nach 2 Nahfeldmonitoren für meine Workstation(Yamaha MoxF8) zu hause und bin dabei über diesen Test "gestolpert". Eigentlich würden die Focal Alpha 65 das mir selbst gesetzte Budget von max. 200€/Monitor überschreiten, Dein sehr gutes Testergebnis lässt mich allerdings zögern, sie einfach außer Acht zu lassen. Ich schwanke daher jetzt ein wenig zwischen den Yamaha HS 7, den JBL 308P MKII, den KRK Rokit RP5 G4 und nun auch noch den Focal Alpha 65.
Vielleicht kannst Du mir als absoluter Laie im Bereich Monitore einen Tipp geben, welche Monitore für mich das beste Preis- Leistungsverhältnis bieten würden? Dazu eventuell noch folgende Infos:
Ich möchte - erstmal - nicht viel mischen, sondern eigentlich erstmal den guten Sound meiner Workstation genießen in einem Raum zu hause - kein Studio - von ca. 15qm. Wichtig ist mir hierbei ein gutes Verhältnis von Wiedergabe von Klavierstimmen des Mox - ich komme aus der klassischen Klavierrichtung - als auch dem "Sound der 80er", den ich mit der Workstation gern nachspiele/arrangiere.
Ich hoffe, Du konntest mit den Infos etwas anfangen und lässt Dich zu einem Tipp hinreißen - ich weiß, dass das Tipp-geben für Andere immer schwierig ist!
An dieser Stelle schon einmal vielen Dank und liebe Grüße,
Johanna

    Profilbild von Felix Klostermann

    Felix Klostermann sagt:

    #6.1 - 04.12.2019 um 22:56 Uhr

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    Hey Johanna, wenn du "nur" hören willst, sind die Yamaha HS7 vollkommen ausreichend und du machst nichts verkehrt. Lieber das übrige Budget in etwas in Akustik investieren, das macht sich beim Gesamtsound mehr bemerkbar. LG; Felix

    Antwort auf #6 von Johanna Erzsebeth

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Profilbild von Blue Thorborg

Blue Thorborg sagt:

#7 - 06.09.2022 um 21:29 Uhr

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Hallo Felix, Ich bin z. Zt. auf dem Sprung vom klassischen Röhrenamp zum Line 6 Helix LT und auf der Suche nach geeigneten Monitoren. Mein Übe raumhat ca. 24 m² und ist akustisch unbehandelt, was er auch bleiben wird, da der Raum gleichzeit als Büro genutzt wird. Meine Frage: sind die Focal Aplha 65 für einen Raum mit der angegebenen Größe ausreichend dimensioniert? Vielen Dank für die freundliche Antwort im Voraus Blue

    Profilbild von Felix Klostermann

    Felix Klostermann sagt:

    #7.1 - 06.09.2022 um 23:18 Uhr

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    Ich denke scho. Es ist natürlich auch immer eine Frage, wie nah du davor sitzt. Und bei einem unbehandelten Raum solltest du besser näher als weiter weg sitzen. hoffe das hilft! LG; Felix

    Antwort auf #7 von Blue Thorborg

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