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Omnitronic XDP-3002 und XDP-1502 Test

Praxis

CD und MP3CD

Sind die Probanden verkabelt und unter Strom gesetzt, heißt es Power-on. Zunächst landet eine Audio-CD im Laufwerk, das richtig flott ausfährt. Omnitronic verbaut eine Schublade statt eines Slot-in Mechanismus. Kann man machen. 

XDP-3002 und XDP-1502 spielen Audio-CDs, CD-R(W)s und MP3-CDs ab. Die Ladezeit im Test beträgt etwa 10 Sekunden. Der Antischockpuffer der Player liegt bei 15 Sekunden.

Mittels Source-Taste erfolgt die Quellenanwahl, ein Encoder mit Push-Funktion übernimmt die Datenauswahl und das Browsing durch den Root-Level oder Ordnerstrukturen.

Per Push-Bestätigung macht sich der Titel startklar und kann mittels der gut beleuchteten Cue- und Play/Pause-Tasten gesteuert werden. Ein Cue-Schutz ist praktischerweise vorhanden, Spulen realisiert man via Jogdial. Bei MP3-CDs werden ID3-Informationen angezeigt.

Die Navigation auf dem Datenträger via Encoder ist eine nützliche Sache, mancher DJ könnte allerdings durchaus Tasten präferieren. Doch vor dem Hintergrund Dutzender Ordner und möglicher Hundertschaften an Tracks auf Gigabyte großen Wechseldatenträgern ist der Encoder die bessere Wahl. Hier gleichvorweg: Eine numerisch Direktanwahl via Fernbedienung (nur XDP-1502) ist auch möglich.

Omnitronic XDP-3002 und XDP-1502: USB-Sticks und SD-Cards

XDP-3002 und XDP-1502 stellen dem Käufer USB-2.0-Schnittstellen für USB-Sticks sowie Einschübe für SD(HC)-Datenträger zur Verfügung, deren Größe bis 64 GB betragen darf. Je nach Modell und Füllstand komme ich im Test auf Lesegeschwindigkeiten von 5 Sek. bis 30 Sek.

Leider gibt der Hersteller auf der Website und im Handbuch keine Kompatibilitäts-Informationen zu Dateisystemen preis. So erwiesen sich in meinem Test nur FAT-Medien als kompatibel, keine Mac-Dateisysteme. SSDs werden nicht unterstützt. Und auch bei der Partitionstabelle konnte ich keine GUID-Sticks nutzen, sondern nur MBR, was notfalls über das Windows Tool Disk Part erledigt werden kann.

Hinzu kommt, dass weder WAVE noch AIFF oder andere Formate als MP3 unterstützt werden, wobei es für letztgenannte keine ID3-Tag-Selektionsmöglichkeiten gibt.  Ebenfalls fehlen im Handbuch Hinweise auf die maximale Anzahl von Tracks, Ordner-Ebenen usw. Hier ist also noch Luft nach oben.

Display

Das  Punktmatrix-VFD-Display mit ID3-Tag-Unterstützung darf man als durchaus hell und kontrastreich bezeichnen. Es fällt mit 30 x 90 mm recht komfortabel aus und entspricht dem, was man in dieser Produktklasse erwartet. Der Screen zeigt Titel, Tracks, Funktionen und Modi an. Ebenso Titelabspielzeit oder Titelrestspielzeit, eine Bar-Graph-Anzeige, den Pitchwert und die eingeklopften BPM.

Loos, Pitch und Co.

Zur Tempoanpassung dient eine  dreifach umschaltbare und deaktivierbare Pitch-Regelung (4, 8,16 %) . Einen Keylock respektive Master-Tempo sucht man vergebens.

Außerdem verfügt das Gerät über eine nahtlose Loop-Funktion mit manuell setzbaren In- und Outpoints nebst Reloop-Option. Die Seamless-Loops sind mit Fingerspitzengefühl zu treffen. Diverse Status-LEDs und das Display geben Auskunft über die aktivierten Funktionen.

Jogdial

Das angenehm und nicht zu leicht drehende, seitlich mit Fingermulden versehene Jogdial kennt drei unterschiedliche Betriebsmodi. Search, Scratch und Bend. Schnelles Spulen bei laufendem Titel und framegenaues Suchen bei Cue-Aktivierung sind möglich, das Anschieben und Abbremsen von Tracks gelingt ordentlich. Die Scratch-Funktion ist für mich nicht wirklich überzeugend.

Beatmatching

Besonders auch für den Dual-Player XDP-3002 interessant: Um einen Track mit einem weiteren beatzumatchen, kann man den manuellen Beatcounter nutzen respektive das Tempo einklopfen. Allerdings ist das nur fürs Grobe gedacht. Das Gehör ist hier gefragter denn je. Ein automatisches Zählwerk oder ein Auslesen des BPM-Tags hätte den Playern trotzdem gut getan.

Zum Temposchubsen gibt’s nicht nur das Jogdial, sondern auch in beide Richtungen gut funktionierende Pitchbends. Vorhanden sind zudem die Abspielfunktion Repeat (All, Single), Single und eine Zeitumschaltung.

Audio Samples
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XDP-3002 Pitch-Bend XDP-3002 Jog-Bend XDP-1502 Scratch Spin Mode XDP-1502 Seamless Loop XDP-3002 Pitch-Down-UP

Fernbedienung Omnitronic XDP-1502

Die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung offeriert sämtliche Funktionen, die man auch am Gerät steuern kann. Dazu kommt ein simpel zu bedienende  Programmiermodus für eigene Wiedergabelisten. Platz aussuchen, Track eingeben – fertig.

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