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Numark CDMix Bluetooth Test

Numark CDMix Bluetooth im bonedo.de-Test: Obwohl DJ-Programme und MIDI-Controller in der letzten Zeit das tonangebende Thema in den einschlägigen Medien sind, haben „klassische“ CD-Workstations mit Doppellaufwerken und Mixer noch lange nicht ausgedient, bieten die kompakten Gerätschaften doch bei wenig Gewicht und auf kleinstem Raum das nötige Rüstzeug für die Musikdarbietung. Schließlich ist jedes Kilo, dass der mobile Scheibenreiter nicht umherschleppen muss, ein echter Segen. Doch die fortschreitende Digitalisierung und der einhergehende Online-Vertrieb der Musikstücke macht auch vor Klassikern nicht halt und so stellt die Gemeinde der beschallenden Zunft mittlerweile auch an diese Abspielzentralen erweiterte Anforderungen.

Numark_CDMix_Bluetooth_1_Teaser

 
Mein heutiger Testkandidat Numark CDMix Bluetooth ist so ein Allrounder und kombiniert einen Mixer und einen MP3-fähigen Doppel-CD-Player mit einem Bluetooth-Modul, um Musikstücke über eine drahtlose Direktverbindung von beispielsweise einem Computer, iPhone, Androiden oder Tablet-PC abzuspielen. Der Proband verfügt über insgesamt drei Kanäle und einen zusätzlichen Mikrofonkanal sowie getrennt regelbare Master- und Zonenausgabe und kostet 479 Euro im gut sortierten Fachhandel. Die Workstation fokussiert – nicht zuletzt wegen der fest integrierten Rack-Blenden, den Einbau in ein 19-Zoll-Case, um dem mobilen Musikdienstleister auf seinen Reisen, wo bekanntlich besonders harte Anforderungen an das Equipment gestellt werden, als kompetentes Werkzeug zur Seite zu stehen. Zudem ist natürlich ein Festeinbau in Lokalitäten möglich, die beispielsweise über einen großen Bestand an CDs verfügen, sich aber ebenfalls kompatibel zu Bluetooth-Gerätschaften aller Art geben wollen. Ein Fall für den Bonedo-Testparcours.

Details

Ein- und Ausgänge

Werfen wir also zuerst einen Blick auf das Backpanel: Kontakt mit der PA-Anlage oder sonstigem professionellen Beschallungs-Equipment nimmt der Numark über die symmetrischen XLR-Master-Outputs auf. Für Gerätschaften, die mit Consumer-Pegel angefahren werden wollen, liegt das Hauptsignal auch am Cinch-Ausgang an. Ebenso vorhanden ist ein getrennt regelbarer Zone-Out gleichen Formates, allerdings ist es nicht möglich, diesen mit einem zweiten Musiksignal zu beschicken wie beim DJM-5000, sodass beispielsweise der Tanzflur anders bespielt wird, als der Personenkreis, der sich noch zum „Aufwärmen“ im Tresen Bereich einer Lokalität befindet oder die (Hochzeits-) Gäste, im Nebenraum. Hätte Numark hier die Möglichkeit eines getrennten Ausgabe-Routings geschaffen, um die Musik optional zum geklonten Playout entweder auf den Zone oder den Master zu jagen, gäbe es jetzt stehende Ovationen von mir.  
Ist aber nicht so, daher schauen wir uns nun einmal an, was sich so in den Mixer einspeisen lässt. Und das wären zum Ersten zwei alternative Phono/Line-Zuspieler (umschaltbar) für Kanal 1 und 2, anzuschließen via Cinch. Zum Zweiten ein ebenfalls über Cinch eingespeister Aux-Eingang, dem ein vollausgestatteter Kanal auf der Bedienoberfläche zuteil wurde, den er sich allerdings mit der Bluetooth-Quelle und Mic 2 teilen muss. Drittens sehe ich noch die beiden Mikrofoneingänge, ausgeführt als 6,3-Millimeter-Klinke und XLR/Klinke-Kombibuchse. Standesgemäß hält der CDMix zwei Kopfhöreranschlüsse bereit, vorzufinden in der Cuemix-Abteilung rechts am Gerät.

Fotostrecke: 3 Bilder Numark CDMix Bluetooth: Flache und kompakte DJ-Workstation für den mobilen Einsatz.
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Bedienoberfläche

Zunächst möchte ich einmal festhalten, dass mir, gerade auch vor dem Hintergrund, dass ich eine Vorliebe für komplexere Setups habe, das einsteigerfreundliche Layout ziemlich gut gefällt. CDMix bietet schnell zugängliche, intuitive Arbeitsabläufe von der Verkabelung bis hin zum eigentlichen Mix-Geschehen, so dass aufgrund der eindeutigen Funktionsbeschriftungen auch Greenhorns nicht überfordern werden sollten. Dem tragen auch die gummierten, teilweise beleuchteten „Triff-mich-wo-du-willst-Tasten“ mit ihrem optischen Feedback und das hintergrundbeleuchtete Display Rechnung, das aus praxisrelevanten Blickwinkeln eine recht gute Figur macht.   Der zentrale Mixer bietet zwei Hauptkanäle mit Aufholverstärkung und 12-dB-Klangregelung in den drei Bändern Hi, Mid und Low, dem obligatorischen Up-Fader und der Headphone-Taste, die das Audiosignal zur näheren Begutachtung auf den Kopfhörer schickt. Die „Cue“-Schalter rasten bei Betätigung richtig ein, was ich praxisdienlich finde, da auch Mehrfachselektionen somit kein Problem darstellen.  
Die Equalizer sind ziemlich schwergängig und aus diesem Grunde für schnelle Effekt-Cuts und Boosts weniger zu gebrauchen. Sie sitzen auf Plastikstiften und es macht eher den Anschein als hätten sie diesen Drehwiderstand mitbekommen um versehentliches Verstellen zu vermeiden, als intensives, filigranes Frequenzmixing zu betreiben. Die Drehwiderstände differieren auch ein wenig, doch erfahrungsgemäß sollte sich das über den Nutzungszeitraum ausgleichen. Im Mikrofonkanal konnte ich am Poti gar ein leichtes Knacksen in der Rechts- und Linksdrehung vernehmen. Die Kanäle 1 und 2 gehören den internen Laufwerken sowie optional den externen Soundlieferanten (Plattenspieler oder CD-Player). Deren Pegelstände lassen sich leider nur summiert auf dem Stereo-Display ablesen, somit ist das Abstimmen der Kanalpegel per Gehör vorzunehmen. Im Club-Musik-Sektor fast schon ein k.o.-Kriterium. Am Aux-Kanal liegen wie bereits erwähnt der „Blauzahn“, Aux oder Mic 2 an.

Fotostrecke: 2 Bilder Der Mikrofonkanal auf der linken Seite.
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Display, Decks und Dial

Zentrales Element der Decksektionen sind neben dem gummierten, griffigen Handrad und den Transport-Tasten die Displays, die einen mit allen möglichen Informationen zum Titel, die man während einer Mixsession gebrauchen könnte, ausstatten. Dazu gehören je nach Format Ordner, Track- und Titelinfos samt scrollenden ID3-Tags, Geschwindigkeit in BPM, Laufzeiten (vergangen, verbleibend) und Pitch-Werte – angezeigt in schwarzer Schrift auf hellblauem Hintergrund.
Obwohl für die Navigation in der Musikbibliothek mehr und mehr der Push-Encoder ins Rampenlicht rückt, setzt Numark beim CDMix auf ein Tastenquartett, bestehend aus den Tasten „Vor“ und „Zurück“, einem Ordnertaster und dem „+10“-Button zum Überspringen von 10 Titeln. Auf der anderen Seite des Displays sind „Eject“ und „Relay-Play“ untergebracht. Zwischen Jogwheel und Pitch bevölkern die Tasten für die Abspielmodi, der ID3-Tag-Umschalter, „Pitch“ und „Keylock“ sowie die Wheel-Mode-Selektoren „Scratch“ und „Search“ die Bedienoberfläche. Ihnen stehen zwei besonders groß ausfallende Tasten  „Cue“ und „Play“ zur Seite sowie die Buttons „Loop In“, „Loop Out“ und „Reloop“ für das Einfangen von manuellen nahtlosen Schleifen.  Schön wäre in diesem Zusammenhang eine Smart-Loop-Funktion auf Basis der Auto-BPM gewesen und persönlich sehe ich auch immer gern einen Loop-Cutter oder die Möglichkeit, Schleifenflanken mithilfe des Jogwheels anzugleichen, aber vielleicht würde Numark hier in Anbetracht der primären Zielgruppe „über das Ziel hinausschießen“. Das Halbieren des Zyklus ist auf jeden Fall über die Taste „In“ möglich.

Fotostrecke: 3 Bilder Der Numark CDMix Bluetooth in seiner ganzen Pracht mit zwei Deck-Sektionen und Mischpult.
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