Anzeige

Novation Launchkey Mini Mk3 Test

Es muss nicht immer gleich das große Besteck sein. Manchmal reicht ein kleiner, mobiler Controller – alle wichtige Funktionen sollte er aber dennoch mitbringen. Man will ja nicht noch ein Gerät mit sich rumtragen. Das Novation Launchkey Mini Mk3 ist ein ultra-portables USB/MIDI-Controller-Keyboard inklusive Drehreglern, Drumpads und umfangreicher Ableton Live Kontrolle – aber nicht nicht nur das!

Novation Launchkey Mini Mk3 Test
Novation Launchkey Mini Mk3 Test

Details

Kleines Controller-Keyboard mit allen Schikanen

Das Novation Launchkey Mini mk3 ist das neueste Mini-Keyboard aus dem Hause Novation und mit seinen Maßen von 330 x 41 x 172 mm und einem Gewicht von rund 700 g ideal für alle Laptop-Musikanten. 
Das Launchkey Mini wird per USB mit einem Computer verbunden oder stand-alone mit einem entsprechenden USB-Strom-Adapter verwendet. Launchkey lässt sich mit einem Camera-Connection-Kit aber auch mit iOS sowie Android Gerätschaften verbinden, da es Class-Compliant ist. Auf der Rückseite findet sich eine 3,5 mm Klinkenbuchse für den MIDI-Ausgang sowie ein 6,35 mm Buchse für ein Sustain-Pedal zum Anschließen ein – das USB-Kabel ist dabei, Adapter oder Netzteil sind nicht Teil des Lieferumfangs.

Fotostrecke: 2 Bilder Alles drin für unterwegs: Novation Launchkey Mini Mk3
Fotostrecke

Launchkey Mini mk3 verfügt über acht Drehregler, einen umfangreichen Arpeggiator sowie 16 bunt-beleuchtete und anschlagdynamische Drumpads, die auch als Launchpad dienen. Das bedeutet, es gibt dank bidirektionaler Kommunikation und intelligenter Skripte eine ziemlich gute Integration in Ableton Live sowie Logic Pro X und andere. Aber der Reihe nach.

Professionelle Mini-Klaviatur

Die Klaviatur des Launchkey umfasst 25 Minitasten und spielt sich solide. Ebenfalls anschlagempfindlich bietet sie aber keinen Aftertouch. Außerdem gibt es Taster für Oktavwahl, Program-Change und MIDI-Channel sowie zwei berührungsempfindliche Touch-Strips, von denen einer für die Modulation und der andere für Pitch-Bend gedacht ist.

Umfangreicher Arpeggiator mit vielen Modes

Ein Highlight des kleinen Controller-Keyboards ist der umfangreiche Arpeggiator. Er kennt die Modes Up, Down, Up/Down, Played, Random, Chord und Mutate und spielt in den Rates 1/4, 1/8, 1/16, 1/32 sowie Triplets. Außerdem bedient er eine Octave-Range von 1 bis 4 sowie verschiedene Rhythmen. Zusätzlich gibt es eine Latch- und auch eine Akkord-Halte-Funktion.
Aber das ist noch nicht alles, denn Tempo, Swing und Gate lassen sich ebenfalls ändern sowie die Parameter Mutate und Deviate. Die Letztgenannten sind Zufallsgeneratoren und agieren mit der Tonhöhe bzw. dem Rhythmus. Das Ganze kann bei gehaltener Arp-Taste über die Klaviatur bedient werden, die eine entsprechende Sekundärbeschriftung besitzt, oder mit den Drumpads ausgewählt werden. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Kleines 2 x 8 Launchpad (Session, Drum & Custom)

Mit dem Cursor rechts, den man per Shift erhält, navigiert man in Ableton Live und dessen Session Ansicht ein Viereck, die Clip Auswahl. Die ist zwei mal acht Clips groß und wie die Anordnung der Drumpads geformt. Im Session-Mode des Launchkey lassen sich nun die entsprechenden Clips mit den Drumpads starten, stoppen, oder auch aufnehmen sowie ganze Szenen abspielen. Hinzu kommt die Möglichkeit dazugehörige Ableton Tracks zu selektieren, zu aktivieren (muten) und gar Solo zu schalten, alles schön farbkodiert. Selektierte Tracks sind automatisch rec-armed. So ausgestattet lassen sich eine Menge Overdubs direkt am Gerät erstellen!

Der Arpeggiator kennt viele Optionen.
Der Arpeggiator kennt viele Optionen.

Einen dedizierten Play- und Aufnahme-Taster gibt es auch. Via Shift-Rec aktiviert man sogar direkt die Ableton Live Capture-MIDI Funktion. Diese ist praktisch und ermöglicht gerade gespielte Sequenzen direkt in einen Clip zu konvertieren – ohne dass man die Aufnahmebereitschaft aktiviert hat! Ideal also, wenn Blitzideen schnell festgehalten werden sollen.
Den Session Mode aktiviert man per Shift und dem obersten linken Drumpad. Das Pad daneben aktiviert den Drum-Mode. Obendrein kann man die Pads dann auch als Drumpads nutzen, verrückt! Etwas sonderbar ist nur die Organisation in zwei 2 x 4 Blöcke, aber man gewöhnt sich dran. Ein Custom-Mode für eigene Belegungen gibt es ebenfalls. All das ist als Beschriftung über der obersten Reihe vermerkt.  

Acht Drehregler mit Mehrfach-Funktion ( Device, Volume, Pan, Sends & Custom)

Die Beschriftung über den Drumpads geht rechts weiter: Device, Volume, Pan, Send und noch einmal Custom. Es gilt auch hier: Hält man Shift und drückt die darunter liegenden Drumpad-Taster wechselt man in den entsprechenden Mode, ändert nun aber damit die Funktion der Drehregler.

Die Sekundär-Beschriftung verrät es: Volume, Pan, Send A/B und auch Device-Controll von Ableton Live lässt sich regulieren.
Die Sekundär-Beschriftung verrät es: Volume, Pan, Send A/B und auch Device-Controll von Ableton Live lässt sich regulieren.

In Ableton Live lassen sich so Volume, Panorama, Send A und B der ausgewählten acht Tracks steuern sowie die Device-Control-Funktion nutzen. Beim Send gibt es eine Unterseite, um zwischen Send A und B zu wechseln, Device-Control kennt allerdings nur eine Page und damit maximal acht Parameter – das reicht in den meisten Fällen, zumal man jederzeit den Umweg über ein Rack und dessen acht Macros gehen kann.

„Components“ – Der Online Editor

Jetzt habe ich bereits zwei Custom-Modes angesprochen, den für die Pads und den anderen für die Potis. Die sollten wir jetzt auch genauer beleuchten. Besucht man Components Website mit einem Chrome Browser, kann man sich seinen Launchkey nämlich ganz unkompliziert personalisieren. Das kennt ihr vielleicht schon vom Test des Launchpad Minis. Die Möglichkeiten sind hier zwar nicht so „komplex“ dafür aber recht umfangreich. Und so gibt es fertige Mappings für aktuelle Hardware-Geräte wie Volcas, Circuit, Electribe, Model:Samples sowie fertige Scales für die Pads. Das alles funktioniert sehr unkompliziert und intuitiv. Generell ist der Online-Auftritt von Novation mit all seinen Ressourcen inklusive Videos und Einrichtungshilfen sehr zu loben. Das ist vorbildlich – da kann sich Behringer mit seinen kryptischen Beipackzetteln aber mal eine ganze fette Scheibe von abschneiden.

Fotostrecke: 6 Bilder Components Konfigurator: Pads
Fotostrecke

Ebenfalls erwähnenswert: Nicht nur Live lässt sich gut bedienen auch eine Unterstützung für Logic ist dabei, welche ebenfalls gut verzahnt ist, inklusive Select, Arm, Smart-Controls und mehr. Selbst Cubase, Pro Tools und FL Studio werden unterstützt, allerdings fällt der Funktionsumfang deutlich geringer aus, weswegen ich an dieser Stelle auch nicht weiter darauf eingehen werde. Hier das Novation Video zum Logic Script, was alle Funktionen anspricht, die Einrichtung hab ich für euch übersprungen. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Fazit

Das Novation Launchkey Mini mk3 ist komplexer als es aussieht und trotz seiner mobilen Maße ein „ausgewachsenes“ Controller-Keyboard, insbesondere für Ableton Live und auch für Logic Pro X. Die Verzahnung ist vorbildlich gelöst und lässt viele Bedienschritte komfortabel am Gerät erledigen. So umfangreich wie ein Push 2 ist es natürlich nicht, aber es kostet auch nur ein Sechstel davon – insofern ist das Preis-Leistung-Verhältnis hier mehr als stimmig. Die beiden Taster Shift und Arp braucht man auf Grund der vielen Doppelbelegungen häufig, weswegen ich sie mir größer gewünscht hätte. Schlimm ist das aber nicht. Nach kurzer Eingewöhnung ist man jedenfalls ziemlich flott mit dem Launchkey unterwegs. Ich hatte lange Zeit das APC Key 25 in Verwendung, das Novation Launchkey Mini mk3 ist für mich in allen Belangen aber besser und wird dieses nun ersetzen. 5 Sterne.

Pro
  • All-In-One Controller-Keyboard
  • Umfangreicher Arpeggiator
  • Kompakter Formfaktor
  • Preis/Leistung
Contra
  • Keine
Features
  • USB-MIDI-Controller-Keyboard
  • 25-Mini-Tasten, Toucstrips für Pitch-Bend und Mod, 8 Potis, 16 RGB-Pads
  • Anschlagsdynamik für Keys und Pads
  • Tasten für Wiedergabe und Aufnahme, MIDI-Kanalauswahl und Programm-Change
  • Tasten für Arp und Fixed-Chord, umfangreicher Arpeggiator
  • Optimiert für Ableton Live: Stop/Solo/Mute-Taste, Szenenstart, Szenen-Aufwärts/abwärts, Spurenwechselfunktion, MIDI-Capture-Funktion, Device-Control, etc.
  • MIDI-Ausgang: 3.5 mm Miniklinke
  • Sustainpedal-Eingang
  • Inkl. USB-Kabel und Software Bundle
  • Abmessungen (B x H x T): 330 x 41 x 172 mm
  • Gewicht: 689 g
Preis
  • Novation Launchpad Mini mk3: Ca. 99 € (Straßenpreis, Stand: 26.10.2019)

Weitere Informationen zu diesem Produkt gibt es auf der Webseite des Herstellers.

Unser Fazit:

Sternbewertung 5,0 / 5

Pro

  • All-In-One Controller-Keyboard
  • Umfangreicher Arpeggiator
  • Kompakter Formfaktor
  • Preis/Leistung

Contra

  • Keine
Artikelbild
Novation Launchkey Mini Mk3 Test
Für 86,00€ bei
Hot or Not
?
Novation Launchkey Mini Mk3 Test

Wie heiß findest Du dieses Produkt?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Felix Klostermann

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht

AKAI Professional MPK Mini MK3 Test

Test

AKAI Professional MPK Mini MK3 kommt mit einer modernisierten Bedienoberfläche, OLED-Display, neuer Tastatur und neuen Pads. Wir hatten den Mini-Controller im Test.

AKAI Professional MPK Mini MK3 Test Artikelbild

AKAI Professional schickt deren kleinen USB/MIDI Keyboard Controller in die dritte Runde. Der MPK Mini MK3 kommt mit einer modernisierten Bedienoberfläche, OLED-Display, einer neu entwickelten Tastatur, neuen Pads im aktuellen MPC-One-Style und lässt sich ohne Treiber-Installation direkt ins Setup einbinden.

Akai Professional MPK Mini Play MK3 Test

Keyboard / Test

Das Akai Professional MPK Mini Play MK3 ist da! Für wen sich der USB/MIDI Keyboard Controller mit integriertem Soundmodul eignet, zeigt der Test.

Akai Professional MPK Mini Play MK3 Test Artikelbild

Als MIDI Controller mit integrierten Soundmodul möchte sich die Neuauflage des MPK Mini Play ihren Platz im Marktangebot sichern. Die MPK Mini Serie geniest bereits einen guten Ruf als mobiler Keyboard Controller mit reichlich Bedienelementen auf engem Raum. Mit dem Zusatz „Play“ hat Akai Professional eine erweiterte Variante im Sortiment, die mit integriertem Soundmodul aufwartet. Mit erhältlich in der neuen Version ist die Software MPC Beats sowie ein großzügiges Softwarepaket. Ist die Neuauflage gelungen?

Bonedo YouTube
  • Strymon Deco V2 Sound Demo (no talking) with ASM Hydrasynth
  • Cosmotronic Modules Demo
  • Analog FX SER-2020 semi-modular Synthesizer Sound Demo (no talking) with Empress Reverb