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Nigel Kennedy sagte Performance für klassischen Musiksender ab: Er wollte lieber Hendrix statt Vivaldi spielen

“Die vier Jahreszeiten” von Vivaldi gehören schon lange zum Repertoire des klassischen Geigers Nigel Kennedy. Für eine Performance, die vom britischen Radiosender Classic FM veranstaltet wurde, wollte der Musiker aber lieber eine klassische Interpretation von Jimi Hendrix’ “Little Wing” mit dem Orchester zum Besten geben. Aufgrund von Uneinigkeiten sagte der Violinist den Auftritt schließlich ab und sah in den Vorgaben des Senders ein großes Unrecht.

(Bildquelle: (c) DW Classical Music / Screenshot aus unten verlinkten Video (https://www.youtube.com/watch?v=eg_uEQdtn9U))
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Oft entstehen schöne neue Versionen von Liedern, wenn diese durch Musiker mithilfe einiger Abwandlungen und der Verwendung anderer Instrumente in ein ganz anderes Genre überführt werden. Geiger Nigel Kennedy, der in der Vergangenheit mit vielen großen Orchestern zusammengearbeitet hat, bearbeitete auf diese Art beispielsweise Lieder der Gitarrenlegende Jimi Hendrix. Kennedy – selbst bekennender Hendrix-Fan – brachte in diesem Zusammenhang 1999 sogar ein Album namens “The Kennedy Experience” heraus: eine Sammlung von acht Neuinterpretationen von Hendrix-Werken wie “Purple Haze” und “Third Stone from the Sun”.

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Für den britischen Radiosender Classic FM hatte der Violinist vor Kurzem eine ähnliche Performance geplant, in der er Jimi Hendrix’ “Little Wing” zusammen mit dem Orchester Chineke! spielen wollte. Das Ganze hätte in der schönen Royal Albert Hall in London stattfinden sollen und geplant war eine musikalische Darbietung im Stil des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams. Das berichtete die britische Tageszeitung The Guardian.
Zu dem Konzert kam es aber leider nicht. Classic FM war von der Song-Auswahl weniger begeistert und bat für ihre Hörerschaft stattdessen um Vivaldi’s “Vier Jahreszeiten”. Das Stück befindet sich seit langer Zeit in Kennedys Repertoire. Anstatt umzuplanen, sagte Kennedy das Ganze daraufhin aber ab. Gegenüber dem Guardian tat er seinen Unmut kund, der vor allem darin begründet war, dass Kennedy die Vorgabe des Senders von Vorurteilen hervorgerufen sah.
Er bezeichnete das Ganze als musikalische Segregation.“If that type of mentality is rampant in the arts, then we still haven’t fixed the problem of prejudice. (…) Prejudice in music is completely dreadful. They’re effectively saying that Hendrix is all right in the Marquee Club, but not in the Albert Hall.” Außerdem sei den Musikern nicht ausreichend Zeit zum Proben eingeräumt worden.
Das Orchester, das von Chi-chi Nwanoku gegründet wurde und versucht Diversität in der klassischen Musik voranzubringen, distanzierte sich von der Entscheidung Kennedys und sah in der Entscheidung des Senders kein Problem.

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(Bildquelle: (c) DW Classical Music / Screenshot aus unten verlinkten Video (https://www.youtube.com/watch?v=eg_uEQdtn9U))

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von Celia Woitas

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