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Moog Animoog Z Test

Praxis

Performance und DAW-Integration

Der Ur-Animoog gab mir seinerzeit den Impuls, mir mein erstes iPad zu kaufen. Der Grund: Die tollen Ausdrucksmöglichkeiten per Touchscreen-Tastatur. Sie ersetzen zwar keine herkömmliche Keyboardtastatur, ermöglichen aber Spielweisen, die auf eine konventionelle Weise so nicht machbar sind. 

Fotostrecke: 2 Bilder Das Audio-MIDI-Setup unter macOS.
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Diese Qualitäten besitzt erwartungsgemäß auch der Animoog Z, durch dessen MPE-Kompatibilität (MIDI Polyphonic Expression) auch das Ansteuern kompatibler Klangerzeuger möglich ist. Dies wird durch die unkomplizierte Audio-MIDI-Aktivierung im Audio-MIDI-Setup von Mac-Rechnern komfortabel gelöst. Während des mehrtägigen Testverlaufs gab es im Übrigen keinerlei Stabilitäts- oder sonstige Probleme mit der Beta-Version und v1.0. 

Sound

Und wie klingt er? Der Sound des Animoog hat mir schon immer gut gefallen, und das trifft auch auf den Nachfolger zu. Ehrlicherweise habe ich rein klanglich auch keine großen Unterschiede festgestellt. So erhöht sich eher die Vielseitigkeit durch neue Tools wie Arpeggiator und Looper. Die folgenden Audiobeispiele wurden ohne zusätzliche Plugins oder Effekte eingespielt. Lediglich im ersten Hörbeispiel kommt eine zusätzliche Percussion-Loop zum Einsatz. Das letzte Audiobeispiel basiert auf einem über das Mikrofon meines iPad gesungenes „Aah“ mit anschließender Bearbeitung im Orbs-Modul (Clean > Path > Path+Orbit). Ohne weitere Effekte klingt das nicht besonders spektakulär, vermittelt aber ein Gefühl für das Prinzip der Klangerzeugung: Ton AB!

Fotostrecke: 2 Bilder Das Orbs-Modul.
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Audio Samples
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Animoog Z – Multitrack Improvisation (+ Percussion Loop) Animoog Z – Thick-Module (Detune + Crush) Animoog Z – Arpeggio Presets Animoog Z – Looper Improvisation Animoog Z – Timbre Recording „Aah“ + Orbs-Modulationen
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Profilbild von JB

JB sagt:

#1 - 24.11.2021 um 04:55 Uhr

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Ich hatte früher Dutzende von Softsynths auf dem iPad - und bin inzwischen völlig weg davon. Es ist und bleibt eben ein schlechter Kompromiss. Das iPad taugt zum Musik produzieren nicht, im Vergleich zu einem normalen Computer ist man viel zu eingeschränkt. Das liegt nicht an den Instrumenten - Plugins sondern an den sehr rudimentären DAW’s für iOS. Es kommt keine Gefühl auf, abgesehen davon ist das Spielen auf einem Touchscreen ein Graus.Bezüglich Anymoog Z: Kein AU - keine Verwendung, zumindest für mich. Ich habe zwar den Ur - Anymoog auf dem iPad, nutze ihn aus den o.g. Gründen nie.

    Profilbild von Peter Koenemann

    Peter Koenemann sagt:

    #1.1 - 24.11.2021 um 10:35 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo JB,
    zum Teil gebe ich dir Recht. Auch mir fällt es schwer, mich von rechnerbasierten Hostprogrammen zu lösen und ein Touchscreen wird für einen Keyboarder niemals ein vollständiger Ersatz für eine Tastatur sein. Allerdings ist es eine tolle Ergänzung, weil man musikalisch ganz anders performen kann. Ich persönlich betrachte meine iOS-Klangerzeuger als externes Instrument, wie z.B. einen Hardware-Synth. Während man vor einigen Jahren noch sog. Docking-Stations benötigte, ist die aktuelle Audio- und MIDI-Einbindung per USB sehr komfortabel - zumindest am Mac. Ob und wie das auch am PC funktioniert, kann ich nicht beurteilen

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