ANZEIGE

Mixing #2 – Richtig abhören

Die letzte Folge unseres Crash-Kurses hat euch im Grunde nur zur Ordnung angehalten. Und jetzt, bevor es den Kopfsprung in das Becken mit Bearbeitungen gibt, geht es noch schnell um das wichtigste, aber leider auch komplizierteste Werkzeug: Das Monitoring.

>
“>
</html>
<!DOCTYPE html>
<!DOCTYPE html>
<html><figure class=Foto: ellisia, fotolia.de
Foto: ellisia, fotolia.de

Monitoring: Schnell noch Geld zählen?

Ihr kauft schnell noch ein Paar der besten Aktivmonitore, die ihr euch leisten könnt, stellt sie hin und legt los.
Nein, bloß nicht! Wichtig ist, dass ihr eure Abhörsituation kennt – je besser, desto sicherer seid ihr unterwegs. Natürlich solltet ihr euch auf einem ordentlichen Niveau bewegen, aber Hörerfahrung auf einem System kann man nicht kaufen. Wenn ihr irgendwas an eurem Monitoring verändert haben solltet, dann hört zunächst wieder viel Musik. Idealerweise sind dies Produktionen, die der, die ihr mischen wollt, ziemlich ähnlich sind. Diese sind zwar schon gemastert, aber zeigen euch schon sehr gut, wie eine Produktion bei euch klingen kann. 

Die Abhöre sollte man gut kennen!
Die Abhöre sollte man gut kennen!

Mischt nicht im Vorführraum eines HiFi-Fachgeschäfts

Es mag imposant wirken, wenn ihr alles, was eine Lautsprechermembran hat, vor euch aufbaut und mit einer ausgefuchsten Matrix immer wieder hin und herschaltet. Mehr als ein paar Monitore werden wirklich selten gebraucht, den Genuss, mit Near-, Midfield- und Main-Monitoren arbeiten zu können, hat man oft sowieso nur in großen Studios. Ich wiederhole mich: Schießt euch auf ein paar Monitore gut ein, deren Ausgabe ihr wirklich gut deuten könnt. Für absolute Details halte ich gute Kopfhörer für eine gute Lösung (für das eigentlicheMixing aber nicht).

Lauter klingt besser…

Eure Mischung gefällt euch nicht? Dann macht sie ein bisschen lauter, denn dann wird sie besser… Allerdings ist das bestimmt nicht der Königsweg. Zwingt euch dazu, mit immer gleichen Pegeln zu arbeiten. Vor allem dann, wenn ihr die Arbeit unterbrecht, solltet ihr das tun. Das hat auch weitere Gründe, zum Beispiel den, dass das menschliche Gehör alles andere als pegellinear arbeitet, also die Wahrnehmung in bestimmten Frequenzbereichen von der Lautstärke abhängig ist („Robinson-Dadson-Kurven“). Macht ihr etwas lauter oder leiser, ist das, als hättet ihr die gesamte Mischung mit dem EQ bearbeitet. Also versucht, mit maximal drei verschiedenen Lautstärken auszukommen: Standard, Flüsterleise und „Abfeiern“.
Monitoring/Abhörlautsärke kalibrieren

Über das Abhörlevel sollte man sich ein paar Gedanken machen!
Über das Abhörlevel sollte man sich ein paar Gedanken machen!

Bloß nicht zu viel arbeiten!

Ha, was für eine Aussage! Zeigt die bitte nicht euren Chefs/Lehrern/Eltern, denn es ist natürlich die Arbeit an einer Mischung gemeint… Man mischt erfahrungsgemäß irgendwann im Kreis. Es gibt eine Art Scheitelpunkt bei der Arbeit, nach dessen Überschreiten ein Mix nicht mehr signifikant besser wird – eher schlechter. Macht genügend Hörpausen und lasst öfters mal einen Mix über Nacht stehen, am nächsten Tag könnt ihr ihn mit frischen Ohren hören. Ganz normal: Es kann gut sein, dass ihr euphorisch aufhört und tags darauf geradezu entsetzt seid. Die Zeit, in der ihr nicht mischt, könnt ihr natürlich hervorragend dafür nutzen, schon mal den nächsten Song zu editieren, das Arrangement aufzuräumen oder eben doch mal die Kaffeetassen und Bierflaschen zu entsorgen. 
Hier geht es zur Serien-Startseite des Mixing-Crashkurses

Hot or Not
?
Foto: ellisia, fotolia.de

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

Kommentieren
Profilbild von Marek

Marek sagt:

#1 - 12.07.2015 um 08:05 Uhr

0

Ich habe erst gedacht Mixing wäre anderer Worshop wie Abhören. Aber vertan. Für Anfänger gut. Für mich nichts neues.

Profilbild von Guido bonedo

Guido bonedo sagt:

#2 - 13.07.2015 um 06:45 Uhr

0

Hallo Marek,
keine Sorge, es geht auch noch ans Mixing. Da sich dieser Workshop aber an Einsteiger richtet, gehen wir es von Grund auf an, und da gehören eben einige Vorbereitungen dazu (wie z.B. Abhörsituation). Vielleicht gibt es ja für dich in einem der nächsten Teile auch etwas neues (wäre ja schön). Ansonsten wünsche ich dir weiterhin viel Spaß auf bonedo.
Viele Grüße,
Guido

    Profilbild von Marek

    Marek sagt:

    #2.1 - 13.07.2015 um 07:57 Uhr

    0

    Hatte nur Mixing und Abhören gesehen und wusste nicht das das zusammen gehört. Dacht nur das wären zwei verschiedene Sachen. Inhalt für Anfänger super!

    Antwort auf #2 von Guido bonedo

    Antworten Melden Empfehlen
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
Mixing-Tricks: Alternativen zum Reverb!
Recording / Workshop

Es gibt viele spannende und sinnvolle Alternativen zum Nachhall – und zwar mehr als nur das Delay! Mit vielen Audiobeispielen.

Mixing-Tricks: Alternativen zum Reverb! Artikelbild

Alternativen zum Reverb zu finden, kann eine Song-Mischung deutlich verbessern. Aber zu schnell ist man dabei, ein Hall-Plug-in aufzurufen, um ein Signal schön einzubetten. Ob die Lead Vocals, den Background-Gesang, die Drums oder auch die cleane Gitarre, mit Reverb werden gerne verschiedene Audiosignale im Mix verschönert.

Dolby Atmos Mixing Workshop mit Bob Clearmountain
News

In Zusammenarbeit mit Apogee Electronics findet in den Urbiks Music Studio in Berlin am 4.Mai 2023 ein Workshop mit Mixing-Legenden Bob Clearmounten statt. Die Teilnahme ist kostenlos

Dolby Atmos Mixing Workshop mit Bob Clearmountain Artikelbild

In Zusammenarbeit mit Apogee Electronics findet in den Urbiks Music Studio in Berlin am 4.Mai 2023 ein Workshop mit Mixing-Legenden Bob Clearmounten statt. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch die Teilnahmeliste begrenzt. Um teilzunehmen, reicht eine kurze Mail mit Angabe deines Namens und Backgrounds an: info@urbiks-music.com. Einsendeschluss ist der 1.5.23.

Mikrofon einstellen ᐅ Schalter richtig verwenden
Recording / Workshop

Was haben die vielen Funktionen eines Mikros zu bedeuten – und wie müssen sie eingestellt werden? Hier alle Infos.

Mikrofon einstellen ᐅ Schalter richtig verwenden Artikelbild

Ein Mikrofon ist zwar fast nie übersät mit Schaltern und Reglern, und oftmals gibt es sogar gar nichts einzustellen. Doch sind die wenigen Einstellungen sehr wichtig für den richtigen Einsatz von Mikrofonen im Studio- und Livebetrieb sowie im Proberaum und zuhause. Mikrofon-Einstellungen und Schalter richtig verwenden – hier in diesem Artikel erklärt.

Bonedo YouTube
  • How good is the new Shure Nexadyne Series?
  • Apple Logic Pro 11 Overview (no talking)
  • LD Systems Mon15A G3 Review