Anzeige

Heavyocity Intimate Textures & Rhythmic Textures Test

Heavyocitys Streicher-Synthie NOVO ist eine hybride Kampfmaschine. Sowohl, was die Anzahl der Presets als auch der Bearbeitungsmöglichkeiten angeht, steht NOVO  an der Streicher-Hybrid-Front ganz weit vorne. Nun erweitert Heavyocity das Angebot um zwei weitere Libraries – die Intimate Textures und die Rhythmic Textures. Was die können und ob die Erweiterungen lohnenswert sind, soll der folgende Kurztest klären. 

Heavyocity_01_Intimate_und_Rhythmic_Textures_Aufmacher

Details & Praxis

Download und Installation

Heavyocity hat eine eigene App zum Download seiner Produkte. Die Expansions sind zwischen 14 und 17 GB groß. Heavyocitys Server sind schnell und das Material daher entsprechend zügig auf der Festplatte. Anschließend muss nur noch die Library per Native Access aktiviert werden und schon kann’s losgehen.

Instrumente und GUI

Intimate und Rhythmic Textures sind individuelle Libraries – sie stellen also keine neuen Patches innerhalb von NOVO dar. Beide Libraries enthalten je zwei Texture-Patches für Violine, Viola und Celli sowie ein Texture-Designer-Patch – eine messerscharfe Schlussfolgerung meinerseits: keine Bässe in dieser Library.   
Ich lade ein Instrument, da mich das GUI interessiert. Ob das irgendwelche Unterschiede zu NOVO aufweist? Tut es nicht – das GUI ist exakt dasselbe. Das heißt: Alle Bearbeitungsoptionen von NOVO sind in diesen beiden Libraries ebenfalls vorhanden.
Da die beiden Texture-Pakete vermutlich in erster Linie von denjenigen angeschafft werden, die mit NOVO bereits vertraut sind, setze ich in diesem Test Vorwissen über die Funktionen des Interface voraus. Wer gerade zum ersten Mal darüber nachdenkt, sich NOVO und/oder die Texture-Pakete zu besorgen, dem sei dieser NOVO TEST ans Herz gelegt, in dem alle Funktionen des Interface ausgiebig behandelt werden.

Alles beim Alten, das GUI von NOVO
Alles beim Alten, das GUI von NOVO

Artikulationen der Texture-Patches

Die Texture-Patches bieten bis zu fünf Mix-Presets und haben viele neue Artikulationen im Angebot, darunter teils ungewöhnliche wie Pulses, Waves, Swells, Sliders, Droplets, Shrudders, Overtones. Da geht also eine ganze Menge. Anhand der drei Mikrofonsignale und den Bearbeitungsmöglichkeiten lässt sich damit schon einiges anstellen.  

Der Texture-Designer

Der Texture-Designer bietet die Stack-Funktion. Hier kann man bis zu drei Artikulationen kombinieren und nach Belieben auf der Tastatur mappen. Dadurch können sich ungehörte Welten ergeben. Da man im Tagesgeschäft nicht immer die Zeit hat, selber Soundwelten zu bauen, ist eine solide Preset-Auswahl immer gerne gesehen, und davon bietet der Designer eine ganze Menge. Eingeteilt in insgesamt sechs Kategorien (Organic, Ambient, Evolving, Rhythms, Arps, Pads), die sich jeweils wiederum in bis zu drei Unterkategorien aufsplitten, werden Presets ohne Ende geboten. Da ist vor allem deshalb eine gute Sache, weil man sich dadurch schnell einen Überblick über die Möglichkeiten der Libraries verschaffen und zügig finden kann, wonach man sucht.

Reichlich Presets: der Texture-Designer
Reichlich Presets: der Texture-Designer

Sound

Klanglich stehen die beiden Libraries NOVO in nichts nach. Das würde auch keinen Sinn ergeben, denn es handelt sich ja um Erweiterungen. Toll ist vor allem das Ausgangsmaterial. Die Artikulationen sind teilweise schon so speziell, dass es gar keine Bearbeitung mehr braucht, um neue Welten zu kreieren. Gerade die Wellen und Pulses klingen sehr lebendig.
Mehrere Töne mit verschiedenen Startpunkten in einem der Presets und man bekommt eine interessant morphende Welt, ohne irgendwelche Effekte angeworfen zu haben. In den Soundbeispielen gehe ich sämtliche Artikulationen einmal durch, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt.  
Die FX tun dann ihr Übriges, um die analoge Welt auf ein anderes Plateau zu hieven. Dort ergeben sich dann Soundwelten, deren Ursprung zwar noch erkennbar ist, die aber auf natürlichem Wege unmöglich herzustellen sind. Rein klanglich ist das alles oberste Liga, da bleiben keine Wünsche offen.

Audio Samples
0:00
Intimate Textures Violin Intimate Textures Violin II Intimate Texture-Designer, Organic, Violins Combo 04 Intimate Texture-Designer, Ambient, Everlasting Intimate Texture-Designer, Evolving, Emergence Rhythmic Textures Celli Rhythmic Textures Celli II Rhythmic Texture-Designer, Pad, Celli Rhythmic Texture-Designer, Rhythmic, Heed the Sleet Rhythmic Texture-Designer, Arp, Plucking Eigths

Fazit

Heavyocitys Intimate Textures und Rhythmic Textures sind eine hervorragende Erweiterung von NOVO. Vor allem, dass beide Libraries mit vielen neuen Artikulationen und nicht nur mit neuen Presets ausgestattet wurden, macht sie interessant. Dass es sich um individuelle Libraries handelt, in denen alle Funktionen von NOVO beibehalten bleiben, ist ebenfalls ein feiner Zug. Denn dadurch kann man genau die Sounds auswählen, die man braucht, und sich gezielt die dementsprechende Software anschaffen, was finanziell durchaus einen Unterschied macht. Zum Vergleich: NOVO liegt bei 549 Euro und bietet 38 GB Content, die beiden Erweiterungen liegen zusammen bei 298 Euro und bieten knapp 32 GB Content. Es lohnt sich also, genau zu prüfen, was man will, und was nicht. Was die Tools und den Klang angeht, ist alles spitze und wie eben demonstriert, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ebenfalls erstklassig. 

Pro
  • Integriert sich klanglich super
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Viele zielführende Presets
  • Einfache Handhabung
  • Sehr viele Bearbeitungsmöglichkeiten durch das NOVO Interface
  • Übersichtliche Einzel-Libraries
Contra
  • Nichts
Features
  • 32 GB Content
  • 17 NKIs
  • 413 Presets
  • 14 bzw. 16 teils ungewöhnliche Artikulationen
  • Sämtliche Bearbeitungsmöglichkeiten von NOVO
  • Systemanforderungen
  • Kontakt 5.6.8 (Player) oder später
  • Mac: OS X 10.10, 10.11 oder macOS 10.12 (letztes Update), Intel Core 2 Duo, 4 GB RAM
  • PC: Windows 7, Windows 8, oder Windows 10 (letzte Service Pack, 32/64-bit) Intel Core 2 Duo oder AMD Athlon 64 X2, 4GB RAM
Preis
  • pro Expansion: 149,-. Euro (Straßenpreis am 3.7.2020)
Unser Fazit:
Sternbewertung 5,0 / 5
Pro
  • Integriert sich klanglich super
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Viele zielführende Presets
  • Einfache Handhabung
  • Sehr viele Bearbeitungsmöglichkeiten durch das NOVO Interface
  • Übersichtliche Einzel-Libraries
Contra
  • kein Contra
Artikelbild
Heavyocity Intimate Textures & Rhythmic Textures Test
Hot or Not
?
Heavyocity_01_Intimate_und_Rhythmic_Textures_Aufmacher Bild

Wie heiß findest Du dieses Produkt?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Sebastian Oswald

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
Heavyocity Mosaic Pluck Test
Software / Test

Heavyocity bietet mit der Mosaic-Serie hochwertige cinematische Sounds. Mit „Mosaic Pluck“ erscheint das fünfte Produkt, dessen Fokus auf instrumentalen „gezupften“ Sounds liegt!

Heavyocity Mosaic Pluck Test Artikelbild

Die Mosaic-Reihe von Heavyocity wendet sich vor allem an Komponisten, Filmmusik-Produzenten und Keyboarder, die traditionelle Klänge ein wenig innovativer spielen möchten. Sie enthält musikalisch funktionierende Sounds auf hohem Level zum eher budgetfreundlichen Preis. Es sind jeweils bis zu dreifache Layer-Sounds, die per Arpeggiator und Sequencer lebendig wie organisch wirken und dabei immer diese besondere Soundästhetik der Heavyocity-Designer vermitteln.

Heavyocity Symphonic Destruction Test
Software / Test

Heavyocity zeigt mit Symphonic Destruction eine grandiose Kontakt-Library für das virtuelle Scoring. Mixfertige Presets ereinfachen die Arbeit moderner Filmkomponisten.

Heavyocity Symphonic Destruction Test Artikelbild

Über Jahrhunderte hinweg hat sich das klassische Orchester durch verschiedene Stilepochen zu einem genialen Klangkörper westlicher Musikkultur entwickelt. Nun soll es digital zerstört werden? Die Kontakt-Library „Symphonic Destruction“ von Heavyocity steckt voller Zeitgeist und wer den Softwarehersteller aus New York City kennt, freut sich bereits auf ein neues spannendes Kapitel über „cineastisches Sounddesign der Superlative“.

Bonedo YouTube
  • Red Panda Raster V2 Sound Demo (no talking) with Waldorf M
  • Meris LVX Modular Delay System Sound demo (no talking) with Waldorf M
  • Black Corporation Deckard's Dream MK II Sound Demo (no talking)