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Harley Benton GP-100 Test

Details

Gehäuse/Optik
Der GP-100 hat ein rotes Kunststoffgehäuse (82 x 114 x 36 mm), leicht abgerundet mit einer hellgrauen Bedienoberfläche. Mit vier Gummifüßen auf der Unterseite hat das Teil stabilen Halt auf allen Oberflächen. Wer beim Spielen auch gleich das Posing einstudieren möchte, der kann auch das mit dem GP-100 tun, denn ebenfalls auf der Unterseite gibt es einen Metallclip, mit dem man das Gerät an den Gürtel oder den Gitarrengurt schnallen kann. Alle Anschlüsse findet man auf den Flanken des Gitarren-Walkmans, während das Bedienfeld mit vier Reglern, drei 3-fach Schaltern für die Anwahl von Amp-Style und Effekten und sechs Tastern auf der Oberseite wartet. Den Mittelpunkt bildet ein hintergrundbeleuchtetes LC-Display (36 x 20 mm), dessen Beleuchtung man zur Schonung der Batterien selbstverständlich abschalten kann. Es gibt zwei Möglichkeiten, den Headphone-Amp mit Strom zu versorgen: Entweder mit zwei AA-Batterien, deren Lebensdauer vom Hersteller mit ca. acht Stunden angegeben wird (Alkaline Batterien), oder mit einem 3 V Netzteil, dann läuft es, solange man die Stromrechnung bezahlt…

Anschlüsse
Auf der Stirnseite lauern die Ein- und Ausgänge. Je eine 6,3 mm Monoklinke für die Gitarre (Input)  und den Anschluss an den Amp (Output). Zwischen diesen Buchsen befindet sich noch der Miniklinke-Stereo-Anschluss für den Kopfhörer. Das Netzteil kann auf der rechten Seite eingestöpselt werden, darunter parkt der 3-fach-Schiebeschalter, mit dem man das Gerät einschaltet. In der dritten Position lässt sich zusätzlich die Display-Beleuchtung aktivieren. Wer einen externen MP3-Player an den GP-100 anschließen möchte, der kann das über die Aux-In-Buchse (Miniklinke-Stereo) an der linken Seite machen. Darunter befindet sich ein Schalter mit der Bezeichnung ´Air´, der einen „raumähnlichen“ Sound erzeugt, wie er bei der Abnahme eines Amps mit Mikrofon entsteht.

Bedienung
Die Bedienung des GP-100 ist sehr einfach, denn die komplette Amp- und Effekt-Sektion ist quasi analog und ihre Justierung findet über vier Regler und drei Schiebeschalter statt. Mit Amp-Select wird einer der drei Amps (Clean, Blues, Rock) angewählt und mit Gain (Verzerrungsgrad) und Level (Lautstärke) eingestellt. Eine Klangregelung gibt es nicht, man muss nehmen, was man bekommt, Ende! Die Modulations-Effekte werden über den Mod-Schalter angewählt. Hier hat man die Möglichkeit, zwischen Chorus, Flanger und Tremolo hin- und herzuschalten. Mit dem Mod-Regler werden Effektanteil und Geschwindigkeit in einem eingestellt. Wenn man den Regler ganz nach links gedreht hat, ist der Effekt ausgeschaltet. Nach dem gleichen Prinzip werden die Raum-Effekte justiert. Hier sind Echo (kurzes Echo), Delay (langes Echo) und Reverb (Hall) verfügbar. Mit dem Amp-Regler wird die Intensität geregelt, und die Verzögerungszeit kann über den Tap-Taster eingestellt werden. Die Möglichkeiten sind zwar sehr rudimentär, aber zum Üben oder Warmspielen vor dem Gig reicht das völlig aus. Man will ja keine großen Programmieraktionen starten, sondern so schnell wie möglich spielen und Spaß haben.

Das Display dient lediglich zur Anzeige von Tuner und Metronom. Angewählt werden die einzelnen Funktionen über die Taster unterhalb des Displays:

Tuner – Das Stimmgerät wird angezeigt
Metro – Das Metronom wird angezeigt
Sound – Der Stimmton klingt

Mit der Taste ´Select´ und den ´Up/Down´-Tastern daneben können noch unterschiedliche Modi aufgerufen werden. So kann beim Tuner der Stimm-Modus zwischen normal (Guitar), einem Halbton tiefer (b) und zwei Halbtönen tiefer (bb) geschaltet werden. Das Metronom hat acht verschiedene Rhythm-Styles (Achtel, Sechzehntel, etc.) und man kann Takte von 1/4 bis 9/4 einstellen. Das Tempo wird entweder manuell oder mit der Tap-Funktion eingegeben.  

Es gibt hier keine doppelte Tastenbelegung, alles ist ganz simpel gestaltet. Wer eine Telefonnummer in seinem Handy abspeichern kann, der wird mit diesem Teil auch ohne Bedienungsanleitung (die selbstverständlich dabei ist  – auf einem Blatt…) aus dem Stand spielen können.

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