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Fulltone 70-BC Fuzz Test

Beim Fulltone 70-BC Fuzz, einem Pedal aus der amerikanischen Boutique-Pedalmanufaktur von Michael Fuller, handelt es sich um einen Nachbau des legendären Dallas Arbiter Fuzz Face, das es in zwei Versionen gab. Es wurde mit Germanium- und, wie unser heutiges Testpedal, mit Siliziumtransistoren des Typs BC-108C bestückt.

Fulltone 70-BC Fuzz Test

Die Fertigung des Fulltone 70 Fuzz wurde 2009 nach 15 Jahren mangels fehlender Siliziumtransistoren eingestellt. Mit dem Erschließen neuer Quellen für die begehrten Halbleiter konnte die Produktion wieder aufgenommen werden, natürlich nicht ohne ein paar Änderungen vorzunehmen. Wie flexibel sich das Pedal klanglich nutzen lässt, soll dieser Test herausfinden.

Auf das im Vergleich zur Vorgängerserie etwas kleinere Pedal trifft die Bezeichnung „wertig“ durchweg zu. Dem Fuzz mit seinen 70 x 50 x 110 mm und 386 Gramm sollte dank seiner äußerst robusten Bauweise ein langes Leben “on the road“ beschert sein. Im Lieferkarton befindet sich neben dem obligatorischen Firmensticker auch eine Bedienungsanleitung, die auch auf der Herstellerwebsite zum Download bereitsteht. Das Pedal wird mit bereits aufgeklebten Gummifüßchen ausgeliefert, sehr schön!

Fulltone 70-BC Fuzz Verarbeitung
Fotostrecke: 3 Bilder Das Fulltone 70-BC Fuzz steht ganz in der Tradition des legendären Dallas Arbiter Fuzz Face.
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Das in den USA handgefertigte 70-BC Fuzz zeigt sich in Sachen Bedienung gewohnt übersichtlich. Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich rechts und links an den Gehäuseseiten, die Netzteilbuchse beim Output links. Dort sind zwar 9 Volt als Standardspannung angesagt, aber die Bedienungsanleitung weist explizit darauf hin, dass zwischen 5 und 18 Volt alles möglich ist. Ein Stromspender ist jedoch nicht Teil des Lieferumfangs. Möchte man das Pedal lieber mit einer 9-Volt-Batterie betreiben, ist das möglich, und das sogar ohne Hilfe eines Werkzeugs, denn die beiden Gehäuseseiten lassen sich mithilfe von Rändelschrauben einfach lösen, eine tolle Idee!

Der Blick in das Innere zeigt auch ein BIAS-Trimmpoti, mit dem sich das Ansprechverhalten des Pedals einstellen lässt und das von Fulltone bereits voreingestellt wurde. Nach rechts gedreht soll dies für einen weichen, komprimierten Klang sorgen, gegen den Uhrzeiger erhöhen sich Lautstärke und Ansprechverhalten und auch die tiefen Frequenzen treten weiter hervor. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das im Klang widerspiegelt, dazu aber später mehr im Praxisteil.

Fulltone 70-BC Fuzz Klinkenbuchse
Fotostrecke: 4 Bilder An der rechten Gehäuseseite befindet sich der Input, mit dem die Gitarre verbunden wird.
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Die neu gestaltete Bedienfläche beherbergt neben den bekannten Volume- und Fuzz-Regler zur Bestimmung der Lautstärke und des Zerrgrades auch ein mit Mids beschriftetes Poti, das im Uhrzeigersinn Mitten und auch Verzerrung hinzuaddieren soll. Eine Funktion, die das ursprüngliche Fuzzface aus Ermangelung eines solchen Reglers nicht beherrschte und die dem Musiker ein Feinjustieren des Sounds erlaubt – sehr gut! Erwähnenswert ist auch der An-/Aus-Schalter, der das Pedal geräuschlos aktiviert, was von einer blauen LED angezeigt wird. Und wo wir gerade dabei sind: Das Fulltone 70-BC Fuzz besitzt einen True-Bypass, somit wird im deaktivierten Zustand das einkommende Signal direkt an den Ausgang weiterleitet.

Fulltone 70-BC Fuzz Bedienelemente
Fotostrecke: 3 Bilder Die Bedienelemente auf der Oberseite setzen sich aus drei Potis und einem Fußschalter nebst Staus-LED zusammen.
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