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Fender Super Champ XD Test

Details

Der Super Champ XD ist rein optisch ein waschechter Fender Combo – schwarzes Tolex gepaart mit silberner Frontbespannung. Die Verarbeitung ist gut, nix rappelt, die Verklebung der Oberfläche weist keinerlei Grund zur Beanstandung auf. Ein schwarzer Griff ermöglicht ein sehr komfortables Tragen, bei gerade einmal elf Kilo Lebendgewicht sollte das auch kein Problem darstellen. Der Combo steht sicher auf vier Gummifüßen und bietet dem Spieler auf abgeschrägtem Paneel eine Reihe von Bedienelementen an, ganz links beginnend mit der Eingangsbuchse für die Gitarre. Rechts daneben folgt ein Poti mit der Aufschrift Volumen 1 und beschließt auch schon sehr puristisch die Regelmöglichkeiten des Clean-Kanals. Auch der folgende Kanal 2 fällt nicht unbedingt durch üppige Regelmöglichkeiten auf. Lediglich ein Gain-, ein Volumen- und ein Voice-Regler stehen auf dem Programm. Gain und Volumen erklären sich von selbst, doch was hat es mit dem Voice-Poti auf sich? Hier finden wir die erste Besonderheit dieses Verstärkers. Mithilfe dieses Drehreglers lassen sich die schon erwähnten 16 Verstärkertypen anwählen. Fender bezeichnet sie folgendermaßen: 
Tweed (3x), Blackface (3x), British (3x), Hot Rod (3x), Metal (2x), Jazz (1x), Acoustic (1x). Die Zahlen in den Klammern geben an, wie viele verschiedene Grund-Soundeinstellungen jeweils vorhanden sind. Der Tweed Amp zum Beispiel hat im ersten Setting die Charakteristik eines Vintage Fender Tweed Champ Amps. In der zweiten Position emuliert er einen fetten Vintage Sound, basierend auf einem Fender Tweed Bassman. In der dritten Position klingt es dann wie ein stark übersteuerter Tweed. Welcher genau, ist aus der Bedienungsanleitung leider nicht in Erfahrung zu bringen. Das ist aber nicht allzu tragisch, denn letztlich sollte das Gehör entscheiden.

Ein Taster ermöglicht es, zwischen den beiden Kanälen hin- und herzuschalten.
Natürlich ist das auch mit dem Fuß realisierbar, aber leider ist der entsprechende Fußschalter nur optional erhältlich und fehlt deshalb im Lieferumfang – schade.
Die beiden Regler für Höhen und Bässe sind übrigens für beide Kanäle zuständig. Und jetzt kommen wir zum zweiten Feature dieses kleinen Combos: der F/X Select und der F/X Level Regler.
Der Super Champ XD ist mit Digitaleffekten ausgestattet. Die verschiedenen Typen werden durch Drehen am F/X Select Potis ausgewählt und bieten Vibratone schnell und langsam, ein Delay (130ms, 300ms, 450ms), ein Reverb (großer Raum, Konzerthalle, klassischer Fender Federhall, Reverb+Delay), einen Chorus (schnelles Sweep, intensives Sweep, Chorus+Delay, Chorus+Reverb) und ein Tremolo (langsame, mittlere und hohe Geschwindigkeit). Der F/X Level Poti regelt die Intensität des Effektes und eine rote Leuchte zeigt die Betriebsbereitschaft an.

Alles in allem ist der Combo sehr übersichtlich und selbsterklärend, sodass es auch ohne Blick in das verständlich geschriebene Handbuch losgehen kann. Die Rückseite ist halb offen und lässt den Blick auf den Speaker zu, laut Fender ein 10“ Spezialmodell, das an 8 Ohm seinen Dienst verrichtet. Sämtliche Röhren (1x 12AX7 und 2x 6V6) sind hinter einer Abdeckung verborgen, die sich aber leicht durch Lösen von vier Holzschrauben entfernen lässt. Auf der Rückseite findet man die traditionellen Anschlüsse, ganz links Netzanschluss und Power On/Off-Schalter, daneben der Lautsprecheranschluss mit der Aufschrift 8 Ohm, 15 Watt. Anstelle des eingebauten kann auch ein externer Lautsprecher angeschlossen werden, der auf jeden Fall mit mindestens 25 Watt bei 8 Ohm aufwarten kann. Auch die gut erreichbare Sicherung findet man hier. Den Abschluss bilden die beiden Klinkenbuchsen auf der rechten Seite, die als Line-Out und zum Anschluss des Fußschalters dienen. Hat man diesen erworben, so lässt sich mit ihm neben der Kanalwahl auch der Effekt ein- oder ausschalten.

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Profilbild von Anonymous

Anonymous sagt:

#1 - 14.09.2013 um 21:19 Uhr

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Profilbild von BonedoMalte

BonedoMalte sagt:

#2 - 23.09.2013 um 14:15 Uhr

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Arzt sagt:

#3 - 26.10.2013 um 22:45 Uhr

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Vollröhre kanns aber nicht sein, da bei einer Vollröhre ja Vor- und Endstufe mit Röhren betrieben werden, hier arbeitet aber eines davon mit einem Klangprozessor, um (auf Channel 2) die verscheidenen Sounds zu simulieren.

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Olly sagt:

#4 - 12.08.2017 um 14:15 Uhr

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ich benutze nur den CH1,weil der so dermaßen gut und autenthisch klingt ,auch ohne Röhre (die 12ax7 ist nur Phase Inverter)...keine Ahnung wie Fender das gemacht hat!?
Er reagiert wunderbar auf Pedals wie TS und Booster und macht mir den geplanten Kauf eines Princeton echt schwer!

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