Fender G-DEC3 Thirty Test

Details

Konzept
Gleich zu Beginn unseres Test wollen wir das Geheimnis um das Entertainment Center lüften. Der G-DEC ist in erster Linie ein reiner Gitarrenamp mit Effekten auf DSP Basis und Modeling-Technologie. Mit den vielen unterschiedlichen Amp-Models lässt sich eine große Bandbreite von Gitarrensounds erzeugen. Einstellen kann man die Sounds über das Display, oder, viel komfortabler, mithilfe der Fender Fuse Software am Computer. Das Ganze funktioniert via USB, und so lässt sich der Amp auch als Audio Interface einsetzen: Gitarre in den Verstärker stöpseln und direkt mit dem Computer aufnehmen. Eine entsprechende Version von Ableton (Live Lite 8 Fender Edition) gibt es gratis dazu. Nicht schlecht! Aber das ist noch nicht alles: Damit man auch zu Hause mit der Band jammen kann, hat Fender keine Kosten und Mühen gescheut und eine stattliche Anzahl hochkarätiger Musiker (u.a. Eric Johnson, John 5, Dweezil Zappa) ins Studio gebeten, um Backing-Tracks aufzunehmen, die zum Line-Up des G-DEC gehören und zu denen man endlos jammen kann. Selbstverständlich lassen sich auch andere MP3- oder WAV-Files in den Amp laden. Sollte der interne Speicher nicht ausreichen, wird auf SD Karten gesichert Und last, but not least, steht auch noch eine Anzahl Midi-Playbacks zur Verfügung. Schon jetzt lässt sich sagen, dass das Konzept einen überzeugenden Eindruck hinterlässt und auf jeden Fall nichts vermissen lässt, was das Üben zu Hause angenehm und effektiv macht. Sounds und passende Backingtracks gibt es hier zuhauf.

Gehäuse/Optik
Von Weitem sieht der G-DEC3 aus wie ein typischer kleiner Fender-Amp. Grauer Boxenbespannstoff an der Front, darauf blinkt das silberne Fender-Logo. Dann das leicht angeschrägte schwarze Bedienfeld mit den typischen Fender Potiknöpfen, alles eingerahmt von einem schwarzen Gehäuse mit Tragegriff auf der Oberseite. Kommt man näher, erkennt man allerdings, dass im Vergleich zu den typischen Amps wie Twin Reverb oder Deluxe Reverb das Ganze etwas nach Plastik aussieht – vom Griff über das Logo, den Reglern bis hin zum schwarzen Überzug. Das ist ehrlich gesagt nicht ganz mein Fall. Ich stehe doch eher auf das klassische Design mit den etwas wertiger wirkenden Materialien, die zum Teil natürlich auch aus Kunststoff sind, aber eben besser angefertigt. An der weiteren Verarbeitung und Stabilität gibt es aber nichts zu bemängeln. Der Amp steht rutschfest auf vier Gummifüßen und an sechs Ecken hat man Schoner aus schwarz lackiertem Metall angebracht, die den Verstärker vor Transportstößen schützen. Der Amp ist komplett mit Transistortechnik aufgebaut und leistet 30 Watt. Er ist somit der Stärkste in der G-DEC Serie. Die beiden anderen, der G-DEC Junior und der G-DEC Fifteen, haben beide eine Ausgangsleistung von 15 Watt. Bestückt ist der Combo mit einem 10“ Speaker und einem Tweeter für eine optimierte Wiedergabe der Playbacks.

Bedienfeld
Die modernen Zeiten halten Einzug, das Zentrum des Bedienfelds bildet ein Display, umrahmt von diversen weißen Tastern und einem Jog-Wheel auf der rechten Seite, der der Feineinstellung der Gitarrensounds und der Backingtracks dient. Wer jedoch auf die Schnelle etwas verändern möchte, der kann das mit den „normalen“ Reglern tun, von denen es drei im altbewährten Fender-Design gibt. Neben der Eingangsbuchse auf der linken Seite parkt einer, der für die Klangfarbe des Gitarrensounds zuständig ist – ein Master-Tonregler sozusagen, rechts ein Volume-Controler (Master Volume, Endlautstärke des Amps) und ein Regler für die Lautstärke des Playbacks (Band Level). Man stellt also zuerst mit Volume die Lautstärke des Gitarrensounds ein und mischt dann mit Band-Level das Playback hinzu. Rechts neben diesen beiden Reglern finden wir dann außer der Kopfhörerbuchse noch die Anschlüsse, die für das Computerzeitalter stehen: ein Slot für SD-Karten und die USB-Buchse.

Rückseite/Anschlüsse
Weitere Anschlussmöglichkeiten bietet die Rückseite. Unter anderem zwei Ausgangsbuchsen, über die sich ein Mixer ansteuern lässt. Hat man einen Kumpel zu Besuch, der mitjammen möchte, dann wartet auf ihn ein zweiter (parallelen) Eingang, und über den Aux-In (Miniklinke Stereo) lässt sich ein MP3-oder CD-Player einbinden. Vorgesehen ist auch die Möglichkeit, einen Fußschalter anzuschließen. Der gehört zwar nicht zum Lieferumfang, aber eine Anschaffung ist auf jeden Fall empfehlenswert, denn mit seiner Hilfe lassen sich diverse Funktionen per Fuß fernsteuern, so beispielsweise der Phrase-Sampler zum schnellen Aufnehmen von Loops und Backing-Tracks.

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