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Elektron Analog Rytm Test

Wer macht die Werkzeuge, die all unsere Lieblingsproduzenten verwenden? Richtig, das sind die Schweden von Elektron. Mit einem unverwechselbaren Sound und einem edlen und kompakten Auftreten überzeugt der Hersteller seit Machinedrum, Monomachine, Octatrack und Analog Four mit Top-Produkten, die zwar nicht immer günstig, dafür aber auf jeden Fall immer ihren Preis wert sind. Mit der Elektron Analog Rytm gesellt sich ein weiterer Drumcomputer in die exklusive Produktriege.

Elektron_AnalogRytm_01_Aufmacher


Analog Rytm positioniert sich in Elektrons Portfolio neben der schon etwas betagten Machinedrum und bringt zusätzlich zur analogen Drum-Klangerzeugern auch die Fähigkeit mit, Samples zu laden. Ob die Analog Rytm damit wirklich die neue Allzwecklösung für Drumsounds darstellt? Uns musste sie sich beweisen.

Details

Allgemeines

Mit analoger Klangerzeugung und Sampling vereint die Elektron Analog Rytm beide Welten miteinander. Somit gehen die Anwendungsmöglichkeiten weit über jene eines herkömmlichen, starren Klangerzeugers hinaus. Die Bedienung ist auf Echtzeit ausgelegt, wodurch die Bezeichnung „Performance-Instrument“ sehr gut gewählt ist. 
Insgesamt stehen acht eigenständige Klangerzeuger – die sogenannten „Machines –, zur Verfügung, welche auf insgesamt zwölf einzeln spielbaren Instrumentenslots ihr Werk verrichten. Während Kick, Bass-Tom, Low-Tom und Snare jeweils einen eigenständigen analogen Soundgenerator besitzen, teilen sich die Instrumente Open- und Closed-HiHat, Mid- und Hi-Tom, Rimshot und Clap,sowie Cymbal und Cowbell jeweils eine „Machine“. Programmiert werden diese dabei entweder über das direkte Einspielen der Patterns oder aber über den internen Step-Sequencer, der bei einer waschechten Elektron natürlich nicht fehlen darf.

Die Bedienoberfläche bietet sehr viele Möglichkeiten, reichlich Shift-Funktionen inklusive.
Die Bedienoberfläche bietet sehr viele Möglichkeiten, reichlich Shift-Funktionen inklusive.

Äußerlichkeiten

Passend zum Rest der zuletzt erschienenen Produktpalette kommt auch bei der Analog Rytm ein schwarzes Stahlgehäuse zum Einsatz, welches mit Abmessungen von 340 x 176 x 63 mm (B x T x H) und einem Gewicht von 2,5 kg auch auf kleinen Arbeitsplätzen im Studio oder auf der Bühne eine gute Figur macht. Die Hardwareoberfläche bietet einen bunten Mix an unterschiedlichen Bedienelementen, die bis auf die MPC-ähnlichen Hartgummi-Triggerpads allesamt aus mattem Kunststoff bestehen. 
Die Push-Encoder verfügen darüber hinaus noch über eine aufgetragene Gummierung, die für mehr Griffigkeit sorgt. Im Zentrum des Panels sitzt die Steuersektion in Form eines 122 x 32 Pixel großen Displays mit Hintergrundbeleuchtung. Die Verarbeitung aller Bauteile ist prinzipiell hochwertig, jedoch wackeln einige Drucktaster in ihrer Fassung. An dieser Stelle darf zukünftig gerne noch etwas nachgebessert werden.
Auf der Rückseite befindet sich neben dem Hauptschalter und dem zugehörigen 12V-Stromanschluss die komplette Anschlusssektion. Trotz der lediglich vier verfügbaren Einzelausgängen im 6,3mm-Klinkenformat kann jede der acht Spuren separat abgegriffen werden. Dafür wird allerdings ein Insert-Kabel benötigt, das auf Tip und Ring des Klinkenkabels unterschiedliche Signale führ („Y-Kabel“)t. Da die einzelnen Ausgänge nur für den jeweiligen Klangerzeuger gelten, ist es jedoch nicht möglich, zusammengehörende Instrumente wie beispielsweise Closed- und Open-Hi-Hat separat voneinander auszugeben.

Die Audio-Anschlüsse v.r.n.l.: Kopfhörerausgang, Stereo-Out (2*TRS), Stereo-In (1*TRS) sowie die vier unsymmetrischen Einzelausgänge (4*TRS).
Die Audio-Anschlüsse v.r.n.l.: Kopfhörerausgang, Stereo-Out (2*TRS), Stereo-In (1*TRS) sowie die vier unsymmetrischen Einzelausgänge (4*TRS).

Daneben befindet sich der Stereo-Input (6,35 mm TRS), welcher jedoch nicht zum direkten Aufnehmen von Samples vorgesehen ist, sondern dem Durchschleifen von Audiomaterial durch die Master-Effektsektion dient. Weiterhin stehen ein symmetrischer Stereo-Output (6,35 mm TRS)) sowie ein Stereo-Kopfhörerausgang zur Verfügung, letzterer lässt sich mit einem Poti separat in der Lautstärke regeln.
Selbstverständlich hat die Analog Rytm auch eine MIDI-Schnittstelle mit an Bord. Auch diese kann in mehreren Szenarien verwendet werden. Über den MIDI-In lassen sich externe Controller oder auch DAWs einfach an die Maschine anstöpseln, während sich via MIDI-Out weitere Geräte an die Elektron anschließen lassen. Der Sequencer sendet allerdings leider keine MIDI-Daten – dieses Feature wollte man wohl dem hauseigenen Octatrack vorbehalten. Die Buchsen MIDI Out und MIDI Thru können auf DIN-Sync umgeschaltet werden, um angeschlossene Geräte über Rolands alten Sync-Standard in Tempo und Abspielverhalten zu synchronisieren. Abgerundet wird die Belegung der Rückseite von einem USB 2.0 Port, der zum Empfangen von MIDI-Daten und zur Übertragung von Sample-Daten oder Updates dient.

Fotostrecke: 2 Bilder Der Hauptschalter, Netzteilanschluss sowie USB und MIDI-Trio finden sich auf der linken Seite der Maschine.
Fotostrecke

Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres präsentierte Elektron seine neuartige „Overbridge-Technologie”, welche die Synthesizer Analog Four und Analog Keys und nun eben auch die Analog Rytm via USB nahtlos in die DAW integrieren soll. Nach einigen Verzögerungen bei der Veröffentlichung liegt nun endlich die Version 1.0 vor, die kostenfrei über die Webseite des Herstellers bezogen werden kann.

Der Lieferumfang inklusive Netzteil, USB- Kabel, Handbuch und Schlüsselanhänger.
Der Lieferumfang inklusive Netzteil, USB- Kabel, Handbuch und Schlüsselanhänger.

Zum Lieferumfang der Analog Rytm gehört neben dem passenden 12V-Netzteil ein USB 2.0 Kabel sowie eine sehr umfangreiche, gedruckte Bedienungsanleitung. Letztere dürfte vor allem von Elektron-Neulingen häufiger konsultiert werden, da die Bedienung der Drummachine wie bei allen Elektron-Instrumenten kein Selbstläufer ist. Aber mehr dazu in unserem Praxisteil.

Kommentieren
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Henry sagt:

#1 - 29.09.2015 um 20:28 Uhr

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Die Rytm hat genau das, was der Tempest immer gefehlt hat und auch trotz OS 1.4 immer noch fehlt: Eine ordentliche Kick. Ich jedenfalls tausche gerade die eine gegen die andere, auch wenn die Tempest natürlich 100 mal schicker aussieht, und der Swing des Herrn Linn weiterhin unerreicht ist.

Profilbild von Henry

Henry sagt:

#2 - 29.09.2015 um 20:31 Uhr

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Übrigens: UVP laut Elektrons Website (und Thomann) ist 1599,- Euro.

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Sepp sagt:

#3 - 23.04.2017 um 07:12 Uhr

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Wie kann man der Kiste 5 Sterne geben?
-richtigen Druck bekomme ich ohne Kompressor nicht hin. O.K. der legt dann auch richtig zu.
-Samples in den Speicher laden geht nur über Sysex. Totaler murks und völlig unübersichtlich. Die Kiste hat doch USB!
-Die Pads sind viel zu hart und zu unsensibel. Machine oder Arturia lassen sich da im Vergleich bedienen wie Violinensaiten.
-Durch die Verwendung von Overbridge lassen sich zahlreiche Bedienhürden einfach umschiffen. Wird nicht immer von Euch dieses "Umschiffen von Hürden mittels Computer" als Hürde gesehen?
-die Effekte sind gut aber auch nicht sooo gutAlso: was bekomm ich hier für meine 1600 Kröten?Wenn die Kiste nur mit einem durchschnitts Sequencer kommen würde dreht sich keiner nach um. Aber genau dieser ist leider Geil...

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