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Test
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15.06.2015

Yamaha PSR-E353 Test

Portable Keyboard

Die neue Mitte

Mit dem PSR-E353 Keyboard hat Yamaha einen Nachfolger für das beliebte PSR-E343 präsentiert. Das neue PSR-E353 ist nun Yamahas günstigstes Keyboard mit einer anschlagdynamischen Tastatur und Split- und Layer-Fähigkeiten. Was das Keyboard außerdem zu bieten hat, soll dieser Test ans Licht bringen.

Gerade im Bereich der Einsteiger-Keyboards sind bahnbrechende Neuentwicklungen ja eher selten. Oftmals beschränken sich die Neuerungen bei der jeweils neuesten Gerätegeneration auf leichte kosmetische Korrekturen, mit etwas Glück gibt es ein paar neue Sounds und Styles. Auch beim Yamaha PSR-E353 deutet der Blick auf die technischen Daten zunächst nicht darauf hin, dass sich im Vergleich zum Vorgänger viel geändert hätte. Wir haben das neue Keyboard getestet und herausgefunden, ob das stimmt.

Details

Gehäuse

Während Yamaha beim kleineren Modell PSR-E253 auf ein neues, abgerundetes Design setzt, präsentiert sich das PSR-E353 nach wie vor in der kantigen Optik, die sich bis hinauf in die Tyros-Klasse zieht. Es erscheint mir so, als ob das Gehäuse nahezu identisch mit dem des Vorgängermodells ist. Allerdings hat sich die Farbe geändert: Das PSR-E343 zeigte sich noch ganz in Schwarz, das neue PSR-E353 erstrahlt nun in Silber.

Das Kunststoffgehäuse macht einen ausreichend stabilen Eindruck, wenngleich sich das Plastik doch etwas verformen und verdrehen lässt. Für die typischen Einsatzgebiete eines Einsteiger-Keyboards erscheint es aber gut gerüstet. Die Lautsprecherabdeckungen sind mit schwarzem Stoff überzogen. An der Gehäuseunterseite befindet sich ein Fach für sechs AA-Batterien für den Fall, dass einmal keine Steckdose in der Nähe ist.

Im Lieferumfang findet man ein aufsteckbares Notenpult aus recht billig wirkendem Plastik, ein Netzteil und die Bedienungsanleitung. Ein Sustainpedal ist leider nicht dabei, auch auf ein Songbook für die integrierten Songs, wie es bei Casio zum Standard gehört, muss man bei Yamaha leider verzichten.

Anschlüsse

An der Rückseite hat sich nichts geändert. Wie der Vorgänger bietet das PSR-E353 einen Kopfhörerausgang, der zugleich als Stereoausgang herhalten muss, wenn man das Keyboard an eine Verstärkeranlage anschließen möchte. Außerdem gibt es einen Audioeingang (Miniklinke), dessen Signal dem Keyboard beigemischt wird und mit einer „Melody Suppressor“-Funktion bearbeitet werden kann. Damit soll man die Gesangs- bzw. Melodiestimme entfernen können, was je nach Ausgangsmaterial mehr oder weniger erfolgreich ist. Der Eingangspegel ist im Funktionsmenü einstellbar. Weiterhin verfügt das PSR-E353 über einen Anschluss für ein Sustainpedal, das man sich separat besorgen muss, sowie über eine USB-Buchse zur Verbindung mit einem Computer. Mit der Windows-Software MusicSoft Downloader, die es bei Yamaha zum kostenlosen Download gibt, lassen sich Anwenderdaten auf dem PC sichern und Songs und Styles in den Speicher des Keyboards übertragen. Außerdem kann das PSR-E353 über USB mit einem iOS-Gerät verbunden werden, wofür Yamaha verschiedene Apps anbietet – unter anderem den MusicSoft Manager mit integriertem Shop für Styles und MIDI-Files, der ebenfalls zum Laden zusätzlicher Inhalte in das Keyboard verwendet werden kann. Die App Sound Controller, mit der man beim Vorgängermodell Zugriff auf einige erweiterte Klangparameter bekam, ist im deutschen App-Store derzeit nicht erhältlich. Ich habe diesbezüglich bei Yamaha angefragt und werde euch auf dem Laufenden halten.

Lautsprecher

Unter den mit Stoff bezogenen Plastikgittern warten zwei 12 cm große Lautsprecher auf ihren Einsatz, die Verstärkungsleistung beträgt 2x 2,5 Watt. Das ist nicht viel und entspricht auf dem Papier den Daten der kleineren Modelle YPT-230 und PSR-E253, aber für mein Empfinden klingen die Speaker beim PSR-E353 sehr viel besser als bei diesen beiden Low-Cost-Keyboards. Der Sound ist recht ausgewogen, auch bei hoher Lautstärke treten keine Verzerrungen auf und für ein Keyboard in dieser Preisklasse kann man sich hier wirklich nicht beschweren. Für den Hausgebrauch sollten die Lautsprecher meiner Meinung nach in den meisten Fällen ausreichen.

Bedienfeld

Das nächste Déjà-vu durchfährt mich beim Blick auf das Bedienfeld: Hier stimmt alles exakt mit dem Vorgängermodell überein, bis hin zum letzten Knopf. Auf der linken Seite findet man den Netzschalter, den Drehregler für die Lautstärke und sechs Taster zur Steuerung der Begleitautomatik und der Song-Wiedergabe. Außerdem sind hier die Knöpfe für die Demosongs, das Funktionsmenü, Metronom, Tempo und die Übungsfunktionen zu finden.

Das mittig angeordnete, beleuchtete Display hat sich ebenfalls nicht geändert. Es gibt Auskunft über die gewählten Klänge, Rhythmen und Songs und informiert über zahlreiche weitere Funktionen des Keyboards. Kleine Noten- und Tastaturgrafiken zeigen an, was man gerade spielt, und helfen bei den Lektionen der eingebauten Übungsfunktionen.

Der rechte Bereich wird von den Tastern zur Auswahl von Klängen (Voices), Rhythmen (Styles) und Songs dominiert. Mit einem der drei hell hervorgehobenen Taster wählt man zunächst, was man einstellen möchte, und trifft dann die Auswahl mit dem Ziffernblock und den Plus/Minus-Tastern. Rechts daneben findet man Knöpfe für die „Music Database“, die Split- und Layer-Funktionen sowie die automatische Harmonisierung und den Arpeggiator. Den Abschluss bilden vier Buttons oberhalb der Tastatur, darunter der „Portable Grand“-Knopf, der das Keyboard mit einem Druck auf einen Klaviersound einstellt, Buttons für den Ultra-Wide-Stereo-Effekt und den „Melody Suppressor“ sowie ein Taster für den Registrierungsspeicher.

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