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15.08.2014

Yamaha Arius YDP-S51 Test

Digitalpiano

Platzsparendes Designerstück

Das YDP-S51 aus Yamahas Arius-Serie besticht vor allem durch seine schlanke Optik und die Reduktion auf das Wesentliche: gute Tastatur und guter Sound. Der japanische Hersteller hat offenbar Puristen mit einem Sinn für Design im Visier. Denn neben dem YDP-S51 wirken die anderen Arius-Modelle fast ein wenig altbacken.

Details

Gehäuse

Das YDP-S51 ist ein Blickfang. Im Gegensatz zu den übrigen Arius Pianos mit ihrer eher konservativen Formgebung verzichtet es weitestgehend auf überflüssigen Ballast. Das Ergebnis ist ein schmales Gehäuse mit dezenten Außenmaßen, das bei verschlossenem Deckel fast wie ein Sideboard wirkt, würden die Pedale nicht die wahre Identität dieses „Möbelstücks“ verraten. Erhältlich ist das Instrument in den Farbvarianten „Black Walnut“ und „White“.

Das mit 36 kg vergleichsweise leichte Instrument ist, wie alle Modelle aus der Arius-Serie, tadellos verarbeitet und macht einen soliden, hochwertigen Eindruck. Das Zusammenschrauben von Spieltisch, Pedaleinheit und Seitenteilen geht schnell von der Hand und erfordert keine handwerkliche Meisterleistung.

Der Deckel verbirgt nicht nur die Tastatur und sämtliche Bedienelemente, sondern dient nach dem Öffnen gleichzeitig als Notenablage. Die eigentliche Besonderheit tritt allerdings erst beim Schließen des Deckels zutage: Eine Dämpfung sorgt dafür, dass er vor dem Aufsetzen abgefedert wird und sich nahezu geräuschlos über die Tasten legt. Das kennt man so nur von teuren, modernen Konzertflügeln oder von Küchenschränken. Eingeklemmte Finger sollten dank dieser technischen Errungenschaft jedenfalls der Vergangenheit angehören.

Die Pedaleinheit beherbergt drei silbern glänzende Pedale für Soft, Sostenuto und Sustain sowie eine Distanzschraube, die den Abstand zum Fußboden wahrt, wenn man all zu kräftig zutritt.

Bedienfeld

Unter der Haube sind die wenigen Bedienelemente in den Seitenblöcken neben der Tastatur eingelassen. Dem schlichten Design folgend hat man sie auf das Wesentliche reduziert. Rechts befinden sich der Power-Knopf und ein Drehregler für die Lautstärke Auf der linken Seite findet man sieben Taster mit der Aufschrift Demo/Song, Piano/Voice, Metronome, +L und -R sowie Rec und Play. Damit muss man wohl oder übel auskommen. Da das Instrument über eine ganze Reihe von Funktionen verfügt, für die es keinen dedizierten Button gibt, sind einige mitunter umständliche Tastenkombinationen die unliebsame Folge. Ein gewissenhaftes Studium der Bedienungsanleitung ist daher unumgänglich. Die Taster an sich machen einen soliden Eindruck, der Lautstärkeregler allerdings weckt in mir nicht das größte Vertrauen und sollte eher behutsam angefasst werden.

Anschlüsse

Das Erscheinungsbild des YDP-S51 deutet darauf hin, dass das Instrument eher für den Hausgebrauch als für den Bühneneinsatz konzipiert ist. Es muss also in erster Linie über gut klingende Lautsprecher und Kopfhöreranschlüsse verfügen. Demnach sind die Anschlussmöglichkeiten recht begrenzt. Vorn links an der Unterseite verbergen sich zwei Kopfhörerausgänge, die als 6,3-mm-Klinke ausgeführt sind und bei Benutzung die internen Lautsprecher stumm schalten. Darüber hinaus gibt es neben dem Anschluss für das externe Netzteil lediglich eine USB-Buchse, mit der man eine Verbindung zum Computer oder zum Tablet herstellen kann.

Lautsprecher

Unterhalb des schlanken Spieltisches hängt ein länglicher Kunststoffbalken, der die Lautsprecher beherbergt und den Klang nach unten abstrahlt. Hinter sechs Plastik-Rippen sitzen die ovalen Membranen, deren Größe der Hersteller mit 6 x 12cm beziffert. Diese verfügen über eine Leistung von 2 x 20 Watt, was ihnen einen überzeugenden Klang mit beachtlicher Durchsetzungskraft verleiht. Bässe und Höhen werden sauber abgebildet, und selbst wenn man voll aufdreht, gibt es keine störenden Verzerrungen. Für den Hausgebrauch ist die maximale Lautstärke dem Nachbarschaftsfrieden vermutlich eher abträglich, denn die eingebauten Lautsprecher machen ganz schön Alarm. Musikschulen oder Chorleiter werden sich allerdings über die Reserven freuen, die im YDP-S51 stecken.

Yamaha hat dem Piano auch sein „Intelligent Acoustic Control“ spendiert. Hierbei handelt es sich offenbar um eine Art Kompressor, der Pegelspitzen beschneidet und dadurch eine Übersteuerung verhindert. Diese Funktion lässt sich dem Ausgangssignal stufenweise hinzufügen.

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